Radtour nach Mariazell 2016 (Gastbeitrag)

Vom 5. bis 7. August absolvierten heuer meine petronelller Radler freunde ihre jährliche Radtour nach Mariazell. Heuer war ich zum ersten Mal als Gastradler eingeladen, da die Gruppe urlaubsbedingt einen Ausfall zu verzeichnen hatte. Einen besonderen Dank geht an dieser Stelle an Madlen und Gix und ihren Griechenland Urlaub. 🙂

Erster Tag

Nach dem erfolgreichen Europacup Abend am 4. August (SK Rapid – Torpedo Belaz Zhodino 3:0), im wunderschönen neuem Zuhause, ging es Freitagfrüh in Wien Simmering für mich und Lukas los.

Tagwache war um 6:45. Ein besonderer Dank ergeht hierbei an die Wiener MA48 für den täglichen gratis Weckruf mit der pünktlichen Entleerung der Abfallcontainer.  Die ersten 10km wurden auf der Donauinsel absolviert. Um 7:40 trafen wir uns mit den übrigen zwei Mitstreiter (Jimmy und Mo) Höhe Milleniumscity, da diese mit dem Zug aus Petronell anreisten.

IMG_3067Zur viert ging es dann, am Donauradweg Richtung Traismauer, los. Diesmal wurde die rechte Seite der Donau gewählt. Dank einer kleinen Umleitung könnten wir sogar Korneuburg ein bisschen erkunden. Die erste Teilstrecke nach Tulln war von Gegenwind geprägt und die Radtour begann eher anstrengend. Auch das Wetter war nicht besonders, doch es blieb vorerst trocken.

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Unsere erste Rast legten wir nach zirka 45 Kilometer in Tulln im Café Winzig XL ein. Da kamen wir auch zu unserem wohlverdienten Frühstück.

 

Danach ging es Richtung Traismauer weiter. Der Radweg ist durchgehend asphaltiert und sehr gut beschildert. Uns kamen etliche Reisegruppen entgegen. In unsere Richtung waren wir allerdings weitgehend allein auf weiter Flur.

Rund 5 Kilometer vor Herzogenburg schlug das Wetter leider ziemlich ins Negative um. Zuerst begann es leicht zu nieseln doch relativ schnell wurde klar, dass wir in starke Regenschauer kommen werden. Wir beschleunigten unser Tempo und entschlossen uns, in Herzogenburg wetterbedingt einen Stopp in einer Pizzeria einlegen. Nach einigen Diskussionen wurde beschlossen, dass wir es trotz Regen nach Wilhelmsburg schaffen wollen, damit der nächste Tag nicht so anstrengend und weit werden würde.

Von Herzogenburg bis kurz vor St Pölten schien unser Plan aufzugehen, denn es regnete nur mehr leicht und wir schienen das Grobste überstanden zu haben. Dennoch meinte es der Wettergott nicht gut mit uns. Der Regen nahm zu und wir mussten abermals unser Tempo steigern. Kurzfristig suchten wir immer wieder Schutz unter den Brücken in St Pölten, um uns notdürftig vor den Regenschauern zu schützen.

Nach kurzer Diskussion beschlossen wir dennoch, nicht von unserem Ziel Wilhelmsburg zu erreichen, abzuweichen. Es gab noch einen Traubenzucker für jeden und wir radelten tapfer weiter (Danke Jimmy).

Es kam nun auch eine “Jetzt is eh scho Wurscht” Phase, die uns bis nach Wilhelmsburg begleitete.

IMG_3075Die Unterkunftssuche in Wilhelmsburg war zum Glück rasch erledigt und wir kamen beim Gasthaus “Zum Schwarzen Bären“ unter. Völlig durchnässt und KO beendeten wir den ersten Tag mit einem ungefähren Kilometerstand von 110. Am Abend gab es noch ein deftiges Abendessen mit mehreren Gängen und wir ließen den Abend bei einer gemütlichen Partie Wizard ausklingen (Leider endeten beide Partien mit den falschen Gewinnern). An dieser Stelle eine unbedingte Empfehlung für Wizard als einfaches, leicht zu erklärendes und dennoch lustigem Kartenspiel, dass nicht viel Platz im Rucksack wegnimmt (https://www.amazon.de/Amigo-Spiel-Freizeit-6900-Kartenspiel/dp/B00006YYXI).

Zweiter Tag

Frisch gestärkt durch ein kräftiges Frühstück und weitgehend trocken starteten wir in den zweiten Tag. Wettertechnisch hatten wir diesmal mehr Glück. Das Wetter war leicht bewölkt und es blieb den ganzen Tag über trocken. Dementsprechend flott gingen auch die ersten Kilometer von staIMG_3110tten.

Nach zirka 45 Kilometer kam das schwersten Teilstück der gesamten Strecke (bei Gscheid). Hier legten wir eine kurze Pause ein, um nochmals unsere Kräfte zu sammeln. Danach ging es ungefähr 4- 5 km bergauf. Dieses Stück war sehr herausfordernd, aber dennoch schaff bar.  Umso besser das Erfolgserlebnis, als wir oben, völlig durchschwitzt, ankamen. Danach waren es nur noch ein paar schnelle Kilometer bergab zum Alpengasthof Gruber, wo wir zu Mittag einkehrten. Die Kaspresknödel mit Schwarzbrot kann ich nur empfehlen.

 

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Nach dem Mittagessen ging es weiter Richtung Hubertussee. Unser nächstes Etappenziel war die berühmte Wuchtelwirtin.. Das Streckenprofil dorthin war meist flach bis bergab. Bei Ulreichsberg ist übrigens die einzige Stelle am gesamten Traisentalradweg, an dem man sich verfahren hätte können. Hier muss man links abbiegen während es schön bergab geht. Optimal beschildert ist diese Abzweigung nicht gerade. Bei der Wuchtelwirtin wurde die obligatorische Wuchtel (Buchtel) gegessen. Gibt’s da eigentlich einen Unterschied?

 

 

Zwei Kilometer weiter, war auch schon der Hubertussee, in dem sich zwei Hartgesottene von uns „erfrischten” (Wenn man das so nennen kann). Danach war nur noch die letzte Steigung vor Mariazell (Serpentinen) zu bezwingen und wir hatten es geschafft. Unsere Tagesstrecke betrug zirka 72 Kilometer. Unsere Unterkunft in Mariazell war das Hotel „Himmelreich“. 30Eur pro Übernachtung mit Frühstück fanden wir ein ganz faires Angebot.IMG_20160806_160242

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Dritter Tag (Abreise)

Am Sonntag gab es noch eine kleine Sightseeing-Tour und die Heimreise mit der Mariazeller-Bahn und der ÖBB. Ein Tagesticket für das Rad kostete 5Euro + 1x Vollpreis 15  Euro bis nach St Pölten. Am Bahnhof gab es einen kleinen Kiosk, der auch sonntags geöffnet hat. Dort konnten wir uns noch mit einem kühlen Bier für das bevorstehenIMG_20160807_163901de Wiener Derby eindecken. Die Fahrdauer betrug zirka 2 Stunden bis nach St.Pölten. Das Panorama war wirklich sehr schön und man kann die Fahr durchaus genießen, doch die Netzabdeckung (verständlich aufgrund der Berge) ließ leider sehr zu wünschen übrig. Deswegen konnten wir das (erfolgreiche!) 318. Wiener Derby eher schlecht als recht verfolgen.

Der Umstieg in St Pölten war wie üblich, wenn man über die ÖBB plant, stressig. Lediglich 8 Minuten wurden eingeplant um zum richtigen Bahnsteig zu kommen und den richtigen Waggon zu finden. Ich bin zum ersten Mal mit einem Zug gefahren, der einen eigenen Radwaggon hatte. Hat jedenfalls alles bestens funktioniert. Selbst ein Umbuchen (Jimmy und Mo fuhren direkt zum Flughafen weiter) war (halbwegs) problemlos möglich. Meine Reise endete bereits in Wien.

Fazit:

Alles im allem war es eine sehr schöne und auch herausfordernde 2 Tagestour. Die zwei Steigungen, waren sportlich genau richtig (fordernd aber schaff bar). Die Rückfahrt war sehr entspannt und auch die Unterbringungen samt Verpflegung war ausgezeichnet. Das Wetter am ersten Tag hätte ein bisschen besser sein können, aber gerade an diese Touren erinnert mich sich dann. 😉

Ich hoffe wir können diese oder eine andere Tour bald wiederholen.

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