Elberadweg Teil 1 Cuxhaven – Dresden

Elberadweg Teil 1 von Cuxhaven nach Dresden abgeschlossen

Es war neben der Radtour Amsterdam–Bregenz, der Tour entlang den Inn vom Maloja Pass über Passau, nach Petronell-Carnuntum die drittlängste Tour meiner Laufbahn. Der 820 Kilometer – langen Strecke mit eigenem Charakter, würde ich auf Platz drei einreihen.

 

Unterschiede zu unseren Standard Touren:

*) das nördliche Wetter
*) norddeutsche Pflastersteine
*) der lange Damm
*) weniger Rad Infrastruktur
*) weitläufige Landschaft
*) sehr gute Unterkünfte

Fast zum Verhängnis geworden ist uns der Deutsche Bahn Streik. Die Rückreise mussten wir auf Flixbus umbuchen. Zum Glück hatten wir keine E-Bikes dabei, sonst wäre diese Option ins Wasser gefallen. https://www.flixbus.at/service/fahrrad-mitnahme

Wegen der COVID-19 Problematik 2021 haben wir diesmal bewusst die Hilfe von einem professionellen Veranstalter in Anspruch genommen. https://www.elbe-rad-weg.de/elberadweg/dresden-hamburg.5.html

Freundlicherweise ist Elbe-Touristik auf unsere Bedürfnisse eingegangen. Die angebotene 14 – Tage Tour von Hamburg nach Dresden kürzten wir um einige Tage, dafür ist Cuxhaven–Hamburg dazugenommen.

Im Nachhinein betrachtet war das genau die richtige Entscheidung. Meist vier **** Hotels, die wir selbst nie gebucht hätten. Organisation einfach perfekt, es hat nie ein Problem gegeben, COVID-19 bedingte Änderungen wurden ohne unserem Zutun erledigt.

Anreise:

Mit dem Intercity IC bis Hamburg ist umständlich. Der ganze Zug hat nur drei Radstellplätze!!!

Wir müssen auch noch einmal umsteigen…. Die fehlenden Radstellplätze werden rasch zum großen Problem, es kommt plötzlich eine Lautsprecherdurchsage …

„Alle Radbesitzer sollen zu Ihren Rädern kommen…?“ Wir gehen zu unseren Rädern und was uns erwartet ist Chaos pur, drei Security – Leute, zwei Schaffner versuchen ein logistisches Problem zu lösen. Zu viele Räder (zerlegt in Rahmen, Vorder- und Hinterrad auf unseren Radtaschen auf der Gepäckablage) und zusätzlich noch 3 Fahrräder + Gepäck auf lediglich drei offiziellen Plätzen. Das entwickelte sich zu einer einstündigen Kabarett Gratisvorstellung.

Die Rückreise sollte dann ganz anders kommen als geplant, dazu später mehr.

21.8.2019 Anreise nach Cuxhaven

Die Helgoline Fähre (Katamaran Halunder-Jet) „https://www.frs-helgoline.de/fahrplan/nach-helgoland“ startet pünktlich um 9:00h. Wir sind ohne Probleme an Bord gegangen, die Radtaschen mussten wir nicht abmontieren. Die Sitzplatzreservierung klappte nicht nach Wunsch, zum Glück ist die Fähre nur zu einem Drittel belegt, da konnten wir unsere Plätze selbst aussuchen. Das Panorama auf den Hamburger Hafen ist einzigartig. Gegen Mittag legen wir in Cuxhaven an. Heute ist noch eine kleine Einschleiftour durch Cuxhaven vorgesehen, ein Stück am Nordseeküstenradweg und natürlich zur Kugelbarke (der eigentliche Startpunkt vom Elberadweg). Sonnenschein, blauer Himmel, das richtige Wetter für einen Radtouren – Start. Wir sind auch nicht die Einzigen in dieser Gegend, es ist alles vertreten was sich unter 25kmh bewegt, auch viele Badegäste, man könnte Platzangst bekommen.

22. 8. 2021

Der erste längere Radtag. Wir starten um 9:00h Richtung Hamburg. Es kommt heftiger Gegenwind auf und es ist mit Regen zu rechnen. In Neuhaus machen wir eine Kaffeepause, da haben wir bereits 26 Kilometer hinter uns.

Es nieselt und fängt stärker zu regnen an, wir haben Glück, der Imbiss mit Poststelle (ist auch Sonntags geöffnet) so dass wir dort unsere Regenbekleidung ungestört anziehen können. In voller Regenmontur müssen wir weiter…. bis Freiburg folgt dann 15 Kilometer der schwerste Teil nur Regen und starker Gegenwind. Es reicht mal vorerst, zum Glück finden wir in Freiburg ein nettes Café wo wir unsere nassen Sachen notdürftig trocknen können.

23. 8. 2021

In Wischhafen im Fährhaus wurden wir bestens versorgt, wir können unsere Sachen trocknen und das Essen ist lecker.

Von Wischhafen bis nach Stade geht es gemütlich bei leichtem Gegenwind, jedoch sonnigem Wetter weiter. Wir machen diesmal weniger Stopps, da wir uns die Altstadt in Stade ansehen wollen. Stade erreichen wir um 12 Uhr, passt genau für Dinner im Gastgarten Messerschmiede.

Ab Stade wird es dann ungemütlich. Anfangs schöne Radwege aber es wird immer schlechter. Sehr schlechte Wege, Kopfsteinpflaster, Baustellen, Wurzelwerk, am Bankett angeflickte Radwege. Die erste mögliche Fähre können wir nicht nehmen, der Fahrplan war für uns ungünstig. Wir radeln zur nächsten Fähre Granz-Blankenese was sich als perfekt erwies. Kleine Fähre die nur wenige Radler benützen, bei der Überfahrt eine wunderbare Aussicht auf den Hamburger Hafen.

Von Blankenese in unser Hotel ist es wieder schwer, der Radweg verengt sich und die Menschenmassen werden immer mehr. Dazu gesellt sich noch eine Baustelle, wir müssen über einen Park ausweichen. Fix und fertig kommen wir im „Best Western Hotel“ an. Es reicht uns für heute, wir verkosten in einem Steakhouse verschiedene Burger nach Wunsch belegt und genießen empfohlene Biere dazu, so wird es noch ein netter Abend in Hamburg-Altona.

24. 8. 2021

Der fünfte Radtag beginnt, wir werden heute Hamburg verlassen. Wegen der COVID-19 Maßnahmen durften wir bereits um 7:00h Frühstücken. Erstes Ziel heute, der Elbtunnel.

Von Hamburg heraus geht es über die Speicherstadt, wir kommen beim Wunderland vorbei, schönes Ambiente, der Radweg geht gewinkelt durch die Stadt. Wir treffen einige Radler mit Karte, die immer wieder die Wege suchen.

Nach ca. 10 Kilometer sind wir von Hamburg draußen und es geht lange auf einen besonderen Weg, ein Furchen-Beton durch ein Naturschutzgebiet. Dabei ist besondere Vorsicht geboten, denn runter vom Betonstreifen führt sicher zum Sturz.

In Geesthacht finden wir ein gutes Gasthaus. Das Stammessen schmeckt besonders lecker. Ab jetzt wird es wirklich schwer, wir müssen das Naturschutzgebiet hohes Elbufer vor Lauenburg durchqueren. Es wird ein Horror, der Waldweg ist so steinig, dass wir Angst haben das Gepäck zu verlieren. Die sechs Kilometer durch dieses Gebiet kommen uns endlos vor. Stinksauer von diesem Weg erreichen wir endlich Lauenburg. Unsere Unterkunft in der Lauenburger Mühle entschädigt wieder Vieles. Ein kurzer interessanter Spaziergang in das Elbschifffahrtsmusuem musste noch sein. Danach wartet ein Tisch im Garten auf uns wo wir ein tolles Abendessen vom Mühlenbesitzer serviert bekamen.

25. 8. 2021

Wir starten heute etwas später, die Lauenburger Mühle wird noch ausführlich besichtigt. Es geht flott voran, es ist trocken, der Wind hat zu unseren Gunsten gedreht. Erst in Bleckede machen wir die erste Rast in einer Backstube, da haben wir bereits 40 Kilometer hinter uns. Um Steigungen zu vermeiden haben wir Vortrags beschlossen bei Neu Dachau die Fähre zu nutzen. Das war eine gute Entscheidung da der Rückenwind uns förmlich nach Herrenhof treibt. Herrenhof liegt genau gegenüber Hitzacker, wir übersetzen wieder mit einer kleinen Fähre und sind direkt in Hitzacker, wo wir im sehr komfortablen Hafenhotel absteigen. Nach einer gebuchten Stadtführung gab es noch ein total gemütliches Beisammensein bei italienischen Spezialitäten in einem Wohnzimmer unserer Apartments.

26. 8. 2021

Heute starten wir früher, der erste längere Radtag und das angeblich bei Regen. Bei der Abfahrt vom Hotel Resort Hitzacker ist es noch trocken. Die Wege sind gut, es geht mit leichtem Rückenwind schnell voran. Eine Einkehrmöglichkeit gibt es auf diesem Abschnitt nicht. Da kommt uns nach 25 Kilometer ein kleiner Kiosk gelegen, er öffnet erst nachmittags, doch für uns wird schnell die Plane entfernt und wir sitzen im Naturgarten auf einer Couch, es gibt reichlich Kaffee und Kuchen. In Schnakenburg wollen wir Mittagessen, aber es gibt keine Wirtschaft. Mit Hunger erreichen wir endlich Wittenberge. Neben Baustelle und einer sehr aufwendig errichteten Notbrücke für Radfahrer erreichen wir die Alte Ölmühle. Ein Areal mit Kletterhalle – Brauerei Hotel und Strandbar. Tolles Ambiente daher keine Besichtigung mehr, ein Abzocker in der Strandbar muss es dennoch sein.

27. .8. 2021

Ein wetterbedingt wechselhafter Tag. Mal Sonne, mal Regen, man weiß nicht, was man anziehen soll. Meist Nieselregen der immer stärker wird und wieder gibt es am Weg wenig Einkehrmöglichkeiten. Da kommt uns das Deutsche Haus in Werben sehr gelegen. Wir können unsere Sachen im Garten unterm Baum trocknen, essen hausgemachten Streuselkuchen und weiter geht’s zu Esterbauers Empfehlung dem Gutshof Büttnershof , um unser Mittagsmahl einzunehmen. Kaum sitzen wir bei Tisch fängt es draußen zu schütten an, Glück gehabt wir sitzen drinnen, nach einer halben Stunde ist der Spuck vorbei.

Die vom Gutsbesitzer gemeinte Abkürzung nach Tangermünde war dann doch nicht die richtige Wahl, man sollte sich immer auf den Track verlassen.

Tangermünde haben wir nach der Suche eines griechischen Lokals einmal umrundet, Schloßgraben mit zwei Braunbären entdeckt, einige Restaurants im Urlaub oder ausgebucht gefunden, so wurde es dann ein Italiener, wo wir noch einen Tisch ergattert haben.

28. 8. 2021
Tangemünde-Magdeburg

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Ballsaal geht es mit wechselhaftem Wetter weiter, lockert sich aber im Verlauf des Tages auf. Erst in Rogätz finden wir eine Gaststätte, die Hausfleischerei lockt mit Schnitzel, jedoch ohne Soße wird das nicht angeboten, schmeckt mit Champignon trotzdem. Die erste Rast nach 40 Kilometer, es gibt nur mehr die 1000m lange Trogbrücke und das europäische Wasserstraßenkreuz zu besichtigen bevor wir durch die Parkanlagen des Herrenkrugs Magdeburg erreichen. Das Hotel in Magdeburg zu finden, beschwerlich, bergauf bei viel Verkehr und etwas außerhalb des Zentrums, somit verzichten wir auf einen Stadtrundgang, parken in der Tiefgarage, machen Wäsche, Abendessen neben kleiner Reisegruppe im Hotel…..

29. 8. 2021

Seit heute weiß ich warum die Rastplätze genau so aussehen wie im Bild. Die ersten fünf Tage hatten wir keine Probleme, dafür heute gleich alles auf einem Schlag. Wir starten bei Nieselregen, das geht ja noch. Nach 10 km wird es aber stärker und stärker… Und genau da preschen alle vor und ich hinten bemerke als Einziger den links-Abbieger, wir verlieren uns. Ich versuche via Handy die Ausreißer zu erreichen, bei strömenden Regen geht aber genau das nicht. Montiere den Wasserschutz ab, Regen verhindert den Wählvorgang, Nummer nicht erreichbar, kein Netz.  Ich aktiviere mein Nothandy, gleiches Problem, bei starkem Regen geht nichts. Auch unter einem Baum geht nichts, erst nach 15 Minuten kommen wir in Kontakt, umdrehen, falsche Richtung. Es gelingt nicht mehr fürs Navi die Wasserschutzfolie benutzbar zu machen. Das Ganze ist von innen nass, das Navi spielt verrückt, ich brauche einen Unterstand. Zufällig verlassen soeben ein paar Elbe – Radler ein Bushaltestellenhäuschen, da bin ich natürlich gleich drinnen und es gelingt mir das Navi wieder in Betrieb zu nehmen. Es geht weiter und der Regen wird noch stärker, es schüttet, habe das Gefühl große Wassermassen fallen auf uns runter. Es hilft nichts wir müssen weiter, alle sichtbaren Unterstände sind schon besetzt und wir radeln, eh schon Wurscht. Nach 43 km dann endlich die ersehnte Wirtschaft wo die Wirtin uns freundlicherweise einen überdachten Dielenvorbau aufsperrt. Triefend nass, umziehen, Regenbekleidung aufhängen ,was Trockenes anziehen und im gemütlichen Gastzimmer Essen, lecker. 

Nachmittags ist der Regen plötzlich verschwunden. Super offenbar alles überstanden. Leider kommt plötzlich eine riesige Dammbaustelle. Umdrehen nicht möglich, wir müssen da 1,5 km illegal über den nassen Schotter, die Felgen versinken auf Mantelhöhe, ein Horror. Wir haben ja alle Schilder beachtet, aber da war einfach keine Vorwarnung und nach den Radspuren hatten schon mehrere das gleiche Problem. 

Baustelle überwunden ok.

Wir müssen das Elbe Ufer wechseln und steuern eine Fähre an. Überraschung, Zeit ok, Fahrplan ok, wir haben alles richtig gemacht, aber die Fähre kommt nicht,  Nachfrage bei einem Anrainer, Personalproblem usw. ist vorübergehend stillgelegt. Wir müssen 12 km weiter zur nächsten Fähre, kann meinen Track wieder ändern, die Himmelsrichtung passt jedenfalls. 

Drei Kilometer vor der zweiten Fähre bemerkte ich plötzlich entgegenkommende Autos, die Fähre schießt mir durch den Kopf, ich erhöhe das Tempo und die Rechnung geht auf, 5 Sek. vor der Abfahrt radle ich drauf und sage es kommen noch 4Radler nach.

Nur noch die restlichen 15 km bis Dessau, dauert dann doch länger als erwartet. 

Conclusio: Der regenreichste Tag meiner Biker Laufbahn, so ein Tag gehört zu dieser Gegend einfach dazu. Im Norden ein normales Wetter, das sagen alle Einheimischen hier. Mit nur 4,6 km mehr für Umweg, Schotterweg, Baustelle, kein Fährverkehr, schafften wir es ins Ziel. Wir sind alle Wohl auf und Happy. Tolle Leistung

Heinrich’s Pension mit Café-Wirtschaft
Hauptstraße 30, 39264 Walternienburg, Deutschland
werde ich wohl nie vergessen ! (Situat
ionsbedingt zwei Stunden Aufenthalt)

30. 8. 2021
Dessau-Roßlau bis Wittenberg

Ein Erholungstag mit nur 43 km, nur die Herren sind die ganze Strecke geradelt, die Damen wollten den Panoramazug durch das Wörlitzer Gärten Gebiet nützen. War anscheinend nicht die beste Wahl, etwas enttäuscht von der Bahnfahrt und Aussicht ging es gemeinsam wieder weiter. Leichter Nieselregen begleitete uns zeitweise den ganzen Tag, gegenüber dem Vortag war das fast schon wie Sonnenschein. Die Lutherstadt Wittenberg sehen wir uns genauer an, wir buchen eine Führung, ein Lehrer war unser Stadtführer, eine Gruppe von 6 Pers. ging mit Schirm auf- & abspannen auf Luthers Spuren durch die Stadt.

Keine guten Nachrichten kommen von der DB Streikfront, wie wir nach Hause kommen wissen wir noch nicht.

31. 8. 2021
Lutherstadt-Wittenberg bis Torgau

Wir haben den schnellsten Tag hinter uns, 19 km Schnitt bis Torgau, weil wir unbedingt den Bahnhof vor Sperrstunde erreichen wollten. Nur in der Schlosstaverne in Pretzsch (Elbe) versorgten wir uns mit Kaffee u. Haustorte. Eine Baustelle erschwert uns in Torgau die Zufahrt zum Bahnhof. Auskunft über Storno oder Umbuchung gab es leider nicht, der Schalter war nicht mehr besetzt. Aber alle Achtung, alle haben das Speed Abenteuer ohne raunzen mitgetragen. Liegt das an der erreichten Routine oder am Wunsch Ungewissheit (DB Streik) zu beseitigen? Ich weiß es nicht. Essen können wir im Hotel leider nicht, Restaurants sind ausgebucht, die unfreundliche Rezeptionistin hat auch keine Ersatzlösung für uns. Schließlich finden wir eine Pizzeria mit Kellner aus Südtirol und türkischen Wurzeln der uns alles erzählt, wie ist die COVID-19 Situation in Österreich, Deutschland und wo lebt es sich besser usw. Auch über die derzeitige politische Lage in der Türkei (Erdogan) wird berichtet, er freute sich so sehr über unseren Besuch und servierte uns drei extra Runden Ouzo die von uns dankend angenommen wurden.

1. 9. 2021
Torgau bis Meißen

DB Streik, Züge nach Hause gecancelt. Die Ungewissheit wie wir wieder nach Hause kommen liegt uns schon länger im Magen. In Torgau steuern wir früh morgens einen Bahnhof an, um Infos zu erfahren. War wenig hilfreich, entweder wir fahren gleich nach Hause oder eben das Risiko das der Zug nicht fährt. Nach kurzen hin, her, treffen wir eine Entscheidung….. Doch weiter Radeln, wir würden auf bereits bezahlte zwei Tage Urlaub freiwillig verzichten.
Es ist manchmal doch gut eine jüngeres Internet-tipperling Mitglied mit zu haben. Denn Iris monitored praktisch on the fly die Deutsche Bahn Site um den Status der Züge zu eruieren.
Bei der ersten Rast ist es dann offiziell, alle unsere Züge fahren nicht “cancelt”
Flixbus als Alternative haben wir bereits früher in Erwägung gezogen,  aber lässt sich der mit 5 Räder buchen? Iris schafft auch das und wir sind glücklich.
Abends besichtigen wir Meißen, eine wunderschöne Stadt, die wir bei Abbruch nicht erlebt hätten und morgen wollen wir uns noch die Porzellan Manufaktur ansehen.
Wir haben locker 82 km geschafft.

2. 9. 2021
Die letzte Etappe bis Dresden

Gleich früh morgens geht es in die Porzellanmanufaktur, wir buchen eine Führung. Es sind nur mehr 35 km bis Dresden. Im **** „Welcome Dorint Parkhotel“ können wir uns auch unsere im Internet gebuchten FlixBus Tickets ausdrucken lassen. Gemütlich radeln wir durch die schwäbische Schweiz bis Dresden. Nur der Stadtverkehr bis zum Hotel Intercity war ein bisschen lästig. Es bleibt noch genug Zeit Dresden zu besichtigen, Irmgard und ich nehmen das Rad, alle anderen bevorzugen die Öffis um in die Innenstadt zu gelangen. Spät abends ging es zurück in unser Hotel wo wir noch gegenüber die Flixbusstation aufsuchten. Noch zwei Cocktails zum Abschied in der Bar und große Freude über gesunde ohne Pannen gelungene Tour und auf morgige Heimreise.

Conclusio

Wir haben den ersten Teil der Elbe Tour von der Quelle zur Mündung geschafft. 820 Kilometer von Cuxhaven (Kugelbake) bis Dresden Bahnhof.

Zu schaffen machten uns die norddeutschen Pflastersteine, das Wetter und zuletzt der DB-Streik. Die Unterkünfte über Elbe Touristik zu buchen wurde zum Glücksfall. Wir hatten die besten Hotels, es gab nie Probleme. Am Ende könnte es durch die Flixbus Rückreise sogar günstiger werden. Viel gesehen, erlebt und besucht. Exzellenter Auftakt mit dem Katamaran nach Cuxhaven, Kugelbake, Hitzacker, Meißen, und vieles mehr erlebt. Auch die Richtung haben wir gut gewählt, meist hatten wir schwachen bis starken Rückenwind.

Wer glaubt der Donau Radweg Schönau – Stopfenreuth sei ein langes ödes Stück der sollte es mal, mit dem Elbe Radweg versuchen. Ewig Damm, Damm und wieder Damm. Meist sehr guter Weg aber doch einige schlechte Teilabschnitte dabei.

Ohne Baustelle geht es nie, eine Mega Baustelle ist aber besonders erwähnenswert. Der einzige Radweg nach Wittenberge ging über eine Eisenbahnbrücke, die anscheinend mit schwerem Gerät saniert wird. Man hat extra für uns Radler einen zwei Kilometer langen Eisensteg mit Gerüst Auffahrt angefertigt, ein Riesenaufwand so eine Behelfsbrücke zu bauen. Die Rüberfahrt sehr riskant mit Eisentrommel Geräusch, ja das Rad kann auch Musik spielen.

Hir findest du noch unsere uhrsprüngliche Planung!
Elberadweg Part 1

NÖ-Challange

NÖ Challange 2021

    An und für sich eine gute Idee Bürger zu motivieren mehr Fitness Aktivitäten zu machen. Das bringt Vorteile für alle. Weniger CO₂, weniger Kosten für Krankenkassen sowie mehr Gesundheit und Lebensqualität. Unter einem Pseudonym mitzumachen finde ich schade. Da wäre eine eigene Liga für Anonymous verständlicher.
Man stelle sich eine Fußball-Meisterschaft vor. Im Viertelfinale spielt Anonymous gegen Anonymous. Im Halbfinale dann auch Anonymous gegen Anonymous. Im Finale gewinnt Anonymous und Vizeweltmeister ist auch Anonymous. Ob dann auch noch wer Interesse am Fußball hat?
Ich habe mir überlegt im kommenden Jahr auch unter einem Pseudonym zu fahren, bin aber dann zur Erkenntnis gekommen, dass ich das doch nicht will. Viel Glück an alle Teilnehmer im kommenden Jahr.

Weinschmankerl im Burgenland

Eine Nacht am Weingut in Andau bei Scheiblhofer. Anreise mit dem Rad über Bruck/L meist den R1 Jubiläumsradweg entlang. Zur Weinverkostung wollen wir zeitgerecht Anwesend sein. Danach Dinner und Übernachtung am Weingut,  „The Quarter 2.0“  in the Hall of Legends.

Am nächsten Tag bietet die Vila Vita Pannonia, die Neusiedlersee Fährenüberfahrt sowie ein Besuch der Freistadt Rust zusätzliches Radambiente.

https://www.scheiblhofer.at/de/weingut-scheiblhofer.html
http://www.schifffahrt-gangl.at/fahrradfaehre
https://www.vilavitapannonia.at/de
https://www.freistadt-rust.at/

Wir haben die Tour September 2021 abgeschlossen

Zum ersten Mal übernachteten wir am Weingut Scheiblhofer in Andau. Eine Führung durch den Betrieb mit anschließender Verkostung und danach den Heurigen in der “Hall of Legends” besucht. Ein einzigartiges Erlebnis das wir bei Interesse gerne wiederholen.

Am zweiten Tag ging es dann über die Fähre Illmitz-Mörbisch. Das Übersetzen des Neusiedlersees ist immer ein schönes Erlebnis. Mittagessen in Rust. Nach 80 km haben unsere Mitfahrer in Neusiedl/See die Tour beendet. Irmgard und ich sind weiter nach Bruck/L wo auch wir die Tour beendeten.

Start in Petronell und Ziel Bruck/L
Auf der Fähre Illmitz-Mörbisch

Maloja – Carnuntum

Inntalradweg 14.6.-22-6-2021 593,32 km

Hier kannst du unsere alte Planung einsehen.

Vom Schweizer Engadin, Malojapass durch Tirol bis Bayern und Oberösterreich und nach Passau

Nach den „Trainingstagen“ auf der Paradiesroute im Burgenland (siehe bereits veröffentlichten Bericht auf pedaltreter.at) fahren wir zu fünft die nächste Tour. Lange war nicht klar, ob diese wegen der Covid Problematik so auch stattfinden kann. Aber die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften lassen unsere Reise wie geplant zu und wir starten doch mit einer gewissen Ehrfurcht vor Höhenmeter und Herausforderungen an Mensch und Technik. An den ersten Tagen wollen wir unser Gepäck ins nächste Hotel vorbringen lassen (Empfehlung!)

14.6.2021 Malojapass – St.Moritz, 20 km

Wir starten mit den OEBB und da wegen Streckenarbeiten das letzte Teilstück der Bahn gesperrt ist, holt der Shuttledienst Schmid ( die übrigens eine interessante Restplatzbörse auf der Homepage anbietet!) unsere Räder und uns bereits in Innsbruck ab und bringt uns mit einer Pause zwischendurch auf den Malojapass. Start ist am Parkplatz vor der Maloja Tourist Information. Schon auf der Strecke zum Start fällt uns auf: viele Baustellen, Gegenverkehrsbereiche und viel Wasser (grüne Farbe, vom Gletscher).
Laut Shuttledienst gab es im Vorjahr 14 (!) Baustellen auf der Strecke….

www.bikeshuttle.at

Wir haben uns entschlossen am ersten Tag noch ca. 20 km nach St.Moritz zu radeln, dort wartet unser Quartier. Es erwartet uns eine wunderbare Gegend, viel Wasser und ein gut beschrifteter Radweg. Unser Quartier ist das B&B St.Moritz RiverInn. Die Anfahrt zum Hotel gestaltet sich etwas umständlich über den nächsten Kreisverkehr im Ort und wieder retour. Aber finden doch hin und beschliessen den Abend ( mit der obligaten Frage: „Alle geimpft?“ beim Italiener Pizzeria Caruso/Hotel Laudinella.

https://www.laudinella.ch
https://www.riverinn.ch/de

15.6.2021 St.Moritz – Guarda, 58,5 km

Nach dem Frühstück geht es los und es erwartet uns eine sehr schöne, grüne, wasserreiche
Gegend mit alten Leitungsrechten für das Wasser, dadurch kann viel bewässert werden. Es wird warm und mitten im Engadin im Hotel Piz Linard in Lavin (2 Minuten vom Bahnhof der Rhätischen Bahn) genehmigen wir uns einen Eiskaffe, unmittelbar vor dem Anstieg zu Guarda zum Quartier guardalodge, den wir gut schaffen. Wir bekommen ein upgrade und tolle, fast neue Zimmer mit sensationellem Ausblick hinunter ins Tal, Allegra! Abendessen auf hohem Niveau bei Hotel Meisser.
Am Rückweg zum Quartier decken wir uns noch mit Gewürzen ein. Guarda, Dorf des Schellenursli mit seinen eindrucksvollen Engadinerhäusern steht unter nationalem Schutz.

www.pizlinard.ch
www.guardalodge.ch
https://de.wikipedia.org/wiki/Schellen-Ursli
https://www.hotel-meisser.ch/

16.6.2021 Guarda – Pfunds, 55 km

Nach einem wunderbaren Frühstück des aufmerksamen Gastgebers gibt es eine Abfahrt durch eine faszinierende schöne Gegend und ein ruhiges Strassenstück (gesperrt wegen eine Baustelle aber für Räder befahrbar). Bei der nächsten Jause wird für uns extra ein Sonnenschirm aufgespannt, es ist wieder unglaublich warm. Wege sind großteils Schotter, recht hügelig teilweise. Mitten im Wald wird auch eine neue Stromleitung verlegt. Die Arbeiter hängen an einer Leiter, die auf einem Kranarm befestigt ist in schwindelerregender Höhe. Bewundernswert…
Absolut furchtbar der Grenzübergang: Baustelle, Lärm,Staub, zwischen Autos und durch Tunnel…
Erster Rastpunkt nach dem Niemandsland an der Grenze ist Altfinstermünz (Maut- und
Zollstation, 9.Jhd.nach Chr.), leider noch geschlossenes Restaurant.
Am Inn dann noch eine Pause, Pepito macht Aufnahmen am Wasser, die Damen erholen sich auf einer netten Bank am Wasser…
In Pfunds biegen wir daher noch vor dem Quartier ab und erfrischen uns mit Getränken (diesmal wird wegen Covid nicht nachgefragt nach g&g&g und auch keine Maske getragen).

www.altfinstermuenz.com
www.pension-kraft-weiler.de

17.6.2021 Pfunds – Rietz, 82 km

Die Bescheidenheit gebietet es, ausführlicheren Kommentar zum Quartier Hedy Weiler (wenig Platz, Buffet unter Stiege, gefährlich für größere Leute) abzugeben. Erfreulicherweise war aber das Abendessen im nahen Restaurant qualitativ gut und erholsam.
Wir radeln durch Pfunds und dann weiter den Inn entlang. Bei Prutz wechseln wir die Seite des Inns und wir erreichen Landeck. Bei der Burgruine Kronburg wird Rasen gemäht, und langsam beginnt wegen des Schotterbodens die Staubschicht an Kleidung und Gepäck sichtbar zu werden. Was uns weniger gefällt ist die Strecke entlang der Inntalautobahn. Hier zwar wieder auf Asphalt, aber der Lärm der Autobahn stört und die Rastplätze sind (nach der Schweiz) keine Augenweide.

18.6.2021 Rietz – Kramsach 94 km

Hier ist nun einmal der Hinweis angebracht: mit Gepäck wird die Tour doch etwas beschwerlicher 🙂
Wie immer machen wir uns am Morgen die Zwischenstopps aus, heute freuen wir uns auf den Eissalon Tomaselli (ein Tipp unseres Nachbarn aus Tirol). Auch die Bergisel Sprungschanze ist in Sicht. Naturgemäß sehr viel los auf den innerstädtischen Radwegen in Innsbruck. In Brixlegg ist das erste angefragt Quartier leider ausgebucht, aber Glücksfall: die Wirtin vermittelt uns telefonisch zum Landgasthof Gappen. Wunderbar alte, kühle Zimmer, Balkon zum abkühlen und ein gutes Abendessen mit Wild (vom Juniorchef persönlich erlegt). Hier fühlen wir uns wirklich wohl, auch wegen der Gesundheitsmassnahmen im Hotel und am Frühstückstisch. Heute war es die längste Distanz bisher!

www.gappen.at

19.6.2021 Kramsach – Hochstätt 87 km

Kurzfassung: Zähe Partie, am Damm entlang auf Schotter in der Sonne mit wenig
Abwechslung… Getränkekonsum meinerseits verdoppelt bzw. verdreifacht und Dusche um 10 Minuten verlängert…damit glaube ich alles gesagt.
Von Kramsach wieder zurück zum Inn, dann wieder neben der Inntal Autobahn. Netter Stop aber in Kufstein mit kurzer Besichtigung. Leider war am Rad kein Platz für Dirndl und Anzug. Geschäfte und Angebote gibt es genug. Mittagessen am Inn beim Italiener mit Hundegebell. Nach Kranzhorn entschliessen wir uns den Radweg zu wechseln und fahren auf die andere Seite und weiter auf Radwegen aber durch kleine Dörfer und abwechslungsreichere Gegenden als am Damm. Durch Rosenheim durch (die Rosenheim Cops haben uns nicht kontrolliert) und Erholungspause und dringend erforderliche gekühlte Erfrischungsgetränke am Happiger See.
Ziel dann nach Schechen der Ort Hochstätt. Gasthof Kapsner: Empfehlung: renovierte Zimmer und ausgiebiges Duschen angesagt siehe oben! Abendessen auch im Gasthaus.

https://www.zdf.de/serien/die-rosenheim-cops
https://www.gasthof-kapsner.de/

20.6.2021 Hochstätt – Mühldorf 71 km

Nach dem Frühstück geht es wieder los. Sonnencreme und Lippenschutz sind auf dieser Tour Fixpunkte in der Früh. Betreffend der Strecke gibt es mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Christoph fährt vor, wir anderen nehmen wieder eine Schotterpiste, die aber wegen der morgendlichen Temperaturen erträglich ist, einige Spaziergänger mit Hund grüßen. Wir folgen dann wieder weiter dem Inn und wechseln bei Griesstätt wieder auf die andere Seite. Es folgt die Innschleife bei der Wasserburg. Dann folgt ein sehr schönes aber teilweise auch anstrengendes Stück bei Au im Wald. In der Ortschaft Gars am Inn ein netter Hinweis mit Kilometerangabe auf Gar am Kamp in Österreich…. Knapp vor dem Ziel in Mühldorf am Inn dann wieder wegen einer Baustelle eine Umleitung und der Kreislauf wird durch eine Steigung nochmals hochgefahren. Davor trennen wir uns noch, wir haben unterschiedliche Tracks am Handy, durch meinen Fehler
habe ich die alte Version und nicht die in Kleinarbeit mühevoll gezeichnet Tour von Pepito, der natürlich die aktuelle Route wie geplant fährt. Aber wir treffen uns alle im Bastei Hotel, der Wirt lädt uns auf ein Willkommensgetränk ein und dann ab in die Dusche. Es bleibt weiter heiß, beim Abendessen im Hotel bewundern wir schweißdurchtränkte dunkle Hemden der beiden Kellner, wegen der noch immer aktuellen Temperaturen auch gar nicht anders möglich. Wir trinken mehr als wir essen. Irmgard (tadellose Ausbildung im Gastgewerbe vor einiger Zeit und dadurch Fachkenntnisse vorhanden) hofft die beiden Kellner haben Wechselhemden mit….

www.hotel-bastei.de

21.6.2021 Mühldorf – Obernberg

Frühstück bescheiden: es gibt aus gesundheitlichen Gründen keine Selbstbedienung, der Kellner hat das Hemd gewechselt und serviert uns das, was wir vom überschaubaren Buffet haben möchten. Yoghurt? „Leider aus, müssen wir erst bestellen!“ Danach machen wir uns auf den Weg zum heutigen Ziel Obernberg. Die Ausfahrt aus Obernberg auch ein wenig mühsam, aber wir finden den Weg. Nach Hochfelden Erkundigung des Weges
wegen einer Innkanalgroßbaustelle. Aber beide scheinbar zu fahrende Ausweichrouten sind unbefahrbar, wir müssen durch die Stadt Töging und den Verkehr. Dann wieder direkt am Inn entlang aber im Unterschied zum Damm haben wir Schatten und sind früher (von der Uhrzeit her) unterwegs. Die geplante Pause mit Christoph am Peracher Badesee entfällt, weil wir 1 Stunde auf die Öffnung des Seeimbiss warten hätten müssen. Aber es schliesst sich eine Innsbrucker Studentin uns an, die auch einen COVID Test braucht. Gabi hat das Testset am Rad und darf auch Ergebnisse bestätigen. Wie praktisch für die Tirolerin….
Vorbei am Campingplatz Marktl und in Marktl hinein. Dann wieder Wechsel auf die andere Seite des Inns, Braunau. Mittagessen beim Griechen und zwar auf der österreichischen Seite. Netter Platz mit Blick auf Inn und wirklich großzügiges Lokal. Dann wieder ähnlicher Weg wie am Damm, bei Schloss Frauenstein kurzer Halt mit Fotos. Entlang der Mühlheimer Ache fahren wir wieder zum Inn zurück. Nach Kirchdorf am Inn und Katzenbergleithen kommt noch ein Aussichtspunkt für den Naturpark und es ist nicht mehr weit zum Quartier am Hauptplatz, die letzte Nacht der Tour wartet auf einen Teil der Gruppe. 2 wollen ja dann noch von Passau weiter fahren bis nach Hause.
Da das Hotel denkmalgeschützt ist, darf laut Auskunft der Wirtsleute (die Wirtin ist auch im
Gemeinderat vertreten) kein Sonnenschutz angebracht werden. Im Zimmer hohe Temperatur, nach dem Abendessen (die Österreicher kommen an dem Tag erfolgreich in das Achtelfinale der Fußball EM gegen die Ukraine) daher noch ein Spaziergang. Nach Mitternacht dann ein angekündigtes Gewitter, leider mit viel Hagel. Alle Autos am Marktplatz sind dann in der Früh beschädigt und werden für die Versicherungsmeldung fotografiert. Bei einem BMW mit deutschem Kennzeichen hat sogar die Windschutzscheibe dran glauben müssen.

http://www.philoxenia-braunau.at/
https://www.gh-zurpost.at/

22.6.2021 Obernberg – Passau 42 km

Für den letzten Tag haben wir uns bewusst nur mehr eine kleine Strecke ausgesucht. Für die Heimfahrer ausreichend und für die weiter Reisenden eine Gelegenheit noch Kilometer zu machen. Der Weg nach Passau ist zu Beginn mit Fragezeichen versehen: 1) wo ist Irmgard und 2) wo geht der Weg weiter, wieder mal eine Baustelle. Nach Beantwortung dieser Fragen fahren wir vollständig den Weg weiter, der noch von der Nacht gekennzeichnet ist: immer wieder liegen kleinere Äste und Zweige am Weg und das Wasser im Flußbett hat sich braun gefärbt. Heute doch auch wieder kurze aber steile Anstiege zu verzeichnen. Leider auch wieder entlang einer Autobahn, diesmal die Innkreis Autobahn. Hier fällt einem wirklich der Lärm einer solchen Autobahn (im Gegensatz zu einem vorbeifahrendem Zug) auf. In Schärding der vereinbarte Halt mit Eissalonbesuch am Hauptplatz. Wieder sind hier sehr gut erhaltene alte Häuser zu sehen und die Hochwassermarkierungen machen einen nachdenklich und vermitteln einen Eindruck, wie es bei so einer Katastrophe zugegangen ist. Die letzten sind erst ein paar Jahre her (2014). Nach Überquerung der Traun dann wieder am Inn. Hinein nach Passau, hier deutlich viel Verkehr auch am Rad. Wir gehen vor bis zur Spitze, wo sich Inn und Donau treffen. Radtour geschafft!

Ein Teil der Gruppe bucht die Heimreise. Der nächste Zug (Deutsche Bahn) hat zu wenig freie Kapazitäten für Räder, daher fahren wir eine Stunde später. Eine kleine Stärkung am Bahnhof, dann noch eine Verwirrung, weil ich mir ein falschen Zugabteil für die Räder gemerkt habe. Das Begleitpersonal aus Deutschland und Österreich war diesmal recht wenig hilfsbereit. Es ging sich aber alles aus, angenehm, dass wir die Räder nicht hochheben musste, sondern wir konnten sie mit wenig Mühe fast eben einhängen (Platz f. 3 Räder am Weg Passau-Wien erscheint aber doch als etwas wenig.) Pepito und Christoph überlassen uns noch ein wenig Gepäck und fahren dann los Richtung Heimat, die sie in 3 weiteren Tagen erreichen wollen und wie wir jetzt wissen, haben sie es auch geschafft. Tolle Leistung noch angehängt! (Bei einem Quartier gab es dann offensichtlich kein Netz, für die Beiden ein absolutes Drama……)

Fazit:
schöne anstrengende Tour. Schweizer Teil sehr wasserreich und sehr schön
weiterer Weg eher flach und viel auf Schotter, dadurch ziemliche Verschmutzung von Mensch und Material
COVID: insgesamt sind alle eher vorsichtig, aber es gibt „Ausreißer“, die sich wenig scheren

Innradweg bis Passau u. weiter bis Wien

Ursprünglich hatten wir nur vor den kompletten Innradweg vom Maloja Pass über St. Moritz bis zur Mündung in Passau zu fahren. Die 560 Kilometer waren anstrengend und schön, wir haben uns dafür Zeit genommen. Warum sollten wir nicht gleich den Donauradweg bis Wien weiterfahren, wenn das nur drei Zusatznächte sind. Diese Frage diskutieren wir bereits mehrere Abende, jetzt muss eine Entscheidung fallen.
Christoph und Josef, wir treffen eine Entscheidung, wir wollen nachhause mit dem Rad. Wir machen den Donauradweg bis Wien (350 Kilometer zusätzlich). Packen das nötigste und starten gegen 14:00h Richtung Wien.

Tag 1 – Passau – Exlau

Erste Übernachtung haben wir in Exlau gebucht, 50 km nach Passau. Wegen der Unterkunft müssen wir die Donau Seite wechseln. In Engelhartszell bietet sich die Fähre an, wartet bereits auf uns. Christoph ist begeistert, die Rad-Infrastruktur alles top, ganz anders als am deutschen Teil des Innradweges wo Kilometerweit keine Labstelle zu finden war.

Weiter geht es durch die Schlögener Schlinge bis nach Au. Traumhafte Landschaft bester Weg wenig los auf dieser Seite. In Au nehmen wir die Längsfähre durch die Schlögener Schlinge. Die Fähre wartet ebenfalls bereits, der Kapitän fragt uns verwundert wo wir hin wollen, warum wird uns erst später klar. Nach fünf Kilometer alleine im Boot steigen wir irgendwo aus. Für uns beide ein prägendes Naturerlebnis. Nur mehr ein paar Kilometer und wir sind in Exlau.

Jetzt geht’s los, Unterkunft zu, Ruhetag, kein Netz, kein Wlan, einfach nichts. Für Christoph ist das die Hölle. Handys haben wir ja genug, wir suchen das mit dem besten Empfang. Nur durch Zufall gelingt es mir dann doch einmal die Nummer der Gastgeber zu wählen. Wer da? Sie weiß von nichts aber kommt, versucht zu helfen. Anfrage erhalten aber Reservierung nicht, eh klar, Mail Box schon einen Tag nicht abgerufen. Wir bekommen Zimmer und sind die einzigen Gäste im Niemandsland. Bier und Speckbrot wird uns serviert, man sieht ja das wir erledigt sind.

https://www.gasthof-exlau.at/

Der Gasthof in der Exlau liegt im Mühlviertel (Oberösterreich) und befindet sich am linken Donauufer inmitten des Naturschutzgebietes “Natura 2000”.

Tag 2 – Exlau – Grein

Einzige Möglichkeit dieses Niemandsland zu verlassenen ist die Fähre Untermühl, die fährt aber erst um 9:00h, also der Tag startet gemütlich, mit ein für uns zwei extra Frühstück Buffet. Das hat sich die Wirtin dann doch nicht nehmen lassen.

Nachdem wir nach der Donau Übersetzung wieder flüssig unterwegs sind bleibt Christoph vor mir plötzlich stehen, ich quietsche mich hinter Ihm ein. Es fliegen die Fetzen, wirft alles aus seiner Tasche bis er das richtige findet. Ein Feh Taschentuch, er kann jetzt die Vogelkacke entfernen die er gerade abbekommen hat.   

Irgendwie läuft es heute unrund, mal der dann der andere vorne, durch Linz die Hitze jeder bringt sich negativ ein. Nach Linz machen wir Pause (Mittagstisch). Immer nach ca. 25 km halten wir bei einer Labstelle, meist ein zwei Radler od. Bier bis es weitergeht. Endlich kommen wir in Grein an. Unterkunft in einer Pizzeria es gibt noch eine üppige Portion Spagetti. Es war ein Hundstag.

https://www.lavita-grein.at/

Tag 3 Grein – Zwentendorf

Von Grein nach Zwentendorf. Tag beginnt hervorragend. Wir sind wieder die einzigen Gäste im Haus. Wir kommen zum Frühstück, nichts gedeckt? Man drückt uns einen Espresso runter. Eine Dame verschwindet in die Küche wir warten. Dann kommt plötzlich alles auf einmal, man hat uns gar nicht gefragt ob wir zwei Spiegeleier wollen, die sind einfach da. Lecker für uns genau das richtige zum Start. Christoph noch schnell ins Sportgeschäft zwei Fahrradhandschuhe, wieso hat er keine? Er hatte noch nie welche, jetzt hofft er das sein Kater in der Hand besser wird. Und wieder bringt uns eine Fähre auf das andere Ufer.

Diesmal sind wir nicht die einzigen, die Fähre muss erst rüberkommen und es werden immer mehr Radler. Dann geht es aber doch schnell, mal ein anderes Erlebnis.

Wir starten von Wiesen nach Persenbeug. Diesmal läuft es rund, ich habe mir vorgenommen mein Tempo zu rollen. Beide schaffen wir die ersten 50 Kilometer locker mit den üblichen stops. Wir kommen zur Wachau, was für die meisten Touristen ein Erlebnis ist, für Christoph nicht, es ist heiß und er will radeln und keine historischen Gebäude bestaunen.

Das Krems nicht so ideal zu passieren ist wussten wir, am Track auf Bahnhof Höhe kommt plötzlich eine Baustelle, wir müssen handeln. Christoph vorne ich hinterher, die Gefahr das wir uns verlieren steigt. Christoph meint er fährt dem Schild “Donauradweg R1” nach, ich eher der Autoumleitung. Es ist zwar ein Radweg der neben der St. Pöltner Bundesstraße  geht, aber auf das andere Donau Ufer mit einem Kilometer langen Bogen. Christoph, eh alles richtig Track stimmt nicht, alles klar. Mir ist es auch recht, diese Seite der Donau muss man ja auch mal erkunden. Nach dem Umleitungshoppala geht es wieder rund weiter. Das Wetter verschlechtert sich.

Am langgezogenen Schutzlosen Damm. Zwei Autos am Radweg kommen uns entgegen, versuchen vermutlich die in Not geratenen Touren Bucher zu retten. Es fängt leicht zu regnen an wir machen Stop in einer Unterführung. Regenschutz benützen Ja, Nein?. Christoph hat schon aufgehört, es ist nix, na gut fahren wir, es wird stärker, dann doch noch der nötigste Regenschutz, diesmal aber nicht unter Dach, schnell weiter, totaler Regenschutz geht nicht mehr. Wir haben Glück es lässt nach. Wohlauf erreichen wir unsere Unterkunft in Zwentendorf wenn auch bisschen Nass mit ein paar Zusatzkilometer. 

http://pension-jeschko.at/

Tag 4 Zwentendorf – Carnuntum

Von Zwentendorf bis Petronell. Und wieder hat es in der Nacht geregnet. Der Wetterumschwung hat uns genau den richtigen Wind gebracht. Wir starten pünktlich, und diesmal müssen wir nicht auf eine Fähre warten. Auf dem langen Dammradweg treibt uns förmlich der Wind Richtung Wien mit zeitweise 30kmh.

Nur eine kleine Trinkpause und wieder schnell weiter. Noch vor mittags sind wir in Wien auf der Donauinsel. Noch ein letzter Stop auf der Donauinsel danach nimmt Christoph eine andere Richtung.

Nun bin ich alleine am Weg nach Hause. Durch den Flughafen treffe ich einen Radler, meine Maske fällt auf. Er möchte davon ein Foto machen, aber natürlich willige ich ein. Wir wechseln noch ein paar Worte bis wir uns wieder verlieren. In Fischamend Gasthof Blaschke mache ich meine letzte Rast, es sind nur noch 20 Kilometer bis Petronell, um 16:10h bin ich zuhause.

Thayarunde

Es ist lange her. Im August 2016 haben wir den Bahntrassenweg von Waidhofen an der Thaya bis nach nach Slavonice (CZ) abgefahren. In den letzten Jahren wurde aber die Route erweitert und zu einem echten 110 Kilometer langen Rundkurs ausgebaut. Nun wollen wir mit einer Nacht in Waldkirchen (Schlafen im Waggon) nochmals die ganze Schönheit der Strecke genießen. Ein Blick in die Folder sowie Prospekt zahlt sich aus https://www.thayarunde.eu

Abgefahren Juni 2021

Abgefahren am Juni 2021. COVID-19 bedingt mussten wir die Route abändern damit wir auf der österreichischen Seite bleiben. Bei Schaditz sind wir nach Neuriegers abgebogen und in Gilgenberg gelangten wir dann wieder auf die Thayaroute. Übernachtung und Abendessen in Thaya und am nächsten Tag zu unseren Startpunkt in Göpfritz an der Wild. Eine Tour auf besten Bahntrassenwegen ohne Steigungen. So bald als möglich machen wir die Runde nochmals inklusive den Tschechischen Teil mit Slavonice.

Paradiestour im Südburgenland

Hier kannst du noch unsere alte Planung einsehen

Paradiesische Höhenmeter-
paradiesisches Wetter-
paradiesisches Burgenland

Paradiesroute 25.5.-30.5.2021

https://www.burgenland.info/erleben/sportlich-aktiv/mit-dem-rad/top-radrouten/paradiesroute

Wegen der aktuellen verbesserten COVID Zahlen und der Impfungsrate und aufgrund der Entscheidungen der politischen Kräfte in unserem Land geht es ENDLICH wieder mit dem Rad durch die Lande los. Wir hatten vor langem in der Hoffnung auf eine Öffnung für Mai im Burgenland die Paradiesradroute im Auge und wir wollen zu 4t diese ohne elektrische Unterstützung absolvieren.

Wetter in den Tagen davor äußerst mäßig, regnerisch und frisch.

Treffpunkt Bad Tatzmannsdorf, 25.5. abends

Wir treffen uns in der Konditorei und Frühstückspension Kaplan am Kurpark, die auch Zimmer anbietet. Die Konditorei sperrt an dem Tag um 18 Uhr 30, wir kommen später und können die Schlüssel über einen Schlüsselsafe beziehen. Nach dem kalten Wetter der letzten Tage ist es (wegen der Backstube?) im Haus angenehm warm und es duftet nach frischem Gebäck, sehr angenehm.

Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück los.

http://www.kaplanamkurpark.at/

26.5.2021 Bad Tatzmannsdorf – Deutsch Schützen 51 km

Von Bad Tatzmannsdorf geht es zur Stadt Schlaining. Dort wird sehr viel saniert ( Jubiläumsfeier 100 Jahre Burgenland), der Hauptplatz gepflastert und um die Burg arbeiten die Bagger im Graben. Über Neumarkt im Tauchertal und Zuberbach geht es weiter nach Rechnitz. Der Originalweg schlägt eine Strecke über Ungarn vor. Diese lassen wir wegen der aktuellen Einreise- und Quarantänebestimmungen aus und nehmen den direkten Radweg innerhalb Österreichs Grenzen. Vor uns der Eisenberg, eine Herausforderung und einige Höhenmeter zu bewältigen. Da trifft es sich gut: der Buschenschank Eder hat offen und die ersten wohlwollenden Uhudlerbestellungen werden getätigt. Danach gibt es eine lange Abfahrt und tolle Aussicht auf Weingärten. Nach Eisenberg an der Pinka ist es nicht mehr weit nach Deutsch Schützen zu unserem Quartier Weingut StephanO. Sehr schöne Zimmer, netter Gastgeber, der gut erzählen kann und sehr sehr gute Weine…

https://www.stephano.at/

27.5.2021 Deutsch Schützen – Maria Bild, 68 km

Nach einem sehr guten umfangreichen Frühstück fahren wir über Ober- und Unterboden durch den Moschendorfer Wald. Nach Hagensdorf überqueren wir die Strem und kommen nach Heiligenbrunn. Dann ist schon bald Güssing in Sicht. Ein kurzer Blick hinauf, dann biegen wir links ab und es geht hinauf nach Kleinmürbisch. Heiligenkreuz im Lafnitztal ist die nächste größere Ansammlung von Häusern. Nach Querung der Lafnitz wartet Deutsch Minihof auf uns. Nach Mogersdorf geht es der Strasse entlang bis zur Abzweigung zu unserem nächsten Quartier in Maria Bild. Das bedeutet nochmals einige Höhenmeter hinauf zum GH Janitschek. Wiederum nette Aufnahme, duschen und ein gutes Abendessen. Generell sind die Portionen in diesem Urlaub von unglaublicher Größe, wir teilen öfters. In der Nacht folgt das angekündigte Regenwetter.

 

https://www.eder.eisenberg.at/
http://www.janitschek.at/

28.5.2021 Maria Bild – Rudersdorf, 65 km

Abfahrt hinunter zum Track. Teilweise Nässe auf der Strasse, wir sind vorsichtig bei Bergabfahrten. Die nächsten km geht es über Güterwege entlang von Feldern. Sind nun sehr südlich und kommen bis Neuhaus am Klausenbach, dann gehts wieder nördlich zurück nach Jennersdorf. Bei Königsdorf fällt uns ein netter Badesee auf. Unser Ziel heute ist Rudersdorf. Unser Quartiergeber hat in der Familie ein gesundheitliches Problem und steht nicht zur Verfügung, aber nach einigen Telefonaten klappt der Zimmerbezug doch im alten Weinstock. Bei einem netten Italiener Trattoria da Montefusco bekommen wir ein ausgezeichnetes Essen ohne Reservierung und eine superbe Nachspeise gratis.

http://www.zumaltenweinstock.at/
http://www.montefusco.at/

29.5.2021 Ruderdorf-Neustift

Nach Start bei Pepito ein kleiner Defekt, eine Schraube verabschiedet sich und die Gepäckhalterung macht nicht mehr das, was sie soll. Wir radeln zurück und finden beim Maschinenbauunternehmen Schittl, heute zufällig am Samstag geöffnet, Ersatz und es geht weiter. Es folgen viele -aus: Burgau, Neudau, Wolfau und Markt Allhau. Nach dem Badesee Neustift an der Lafnitz sind wir nach einem kurzen Stop wegen Fotoshooting dann bald beim Braugasthof Schmidt, beim Rabenbräu. Wunderschöne neue Zimmer und wie immer im Burgenland gutes ausgiebiges Essen.

https://www.schittl-gmbh.at/
http://www.rabenbraeu.com/

30.5.2021 Neustift – Bad Tatzmannsdorf, 32 km

Rückfahrt zum Ausgangspunkt unserer Tour. Gleich einmal eine Steigung, danach über Grafenschachen nach Pinkafeld. Davor geht es ein Stück unmittelbar neben der Autobahn A2 entlang, sicher kein Highlight der Tour. Dann ist es doch noch so weit. Wir legen für eine kurze Strecke unser Regengewand an. Glücklicherweise regnet es nicht lang und nicht intensiv. Es folgt eine lange Gerade mit Rückenwind nach Oberwart.

Bei der Ankunft einige Regentropfen, aber wir kommen wohlbehalten an.

Zusammenfassend:

anstrengende Tour mit Höhenmeter und tollem Panorama
COVID Vorschriften werden fast immer befolgt-fühlten uns sicher
Gastfreundschaft wird gelebt und es gibt tolle Quartiere, die für Erholung sorgen
unglaubliche Portionengrößen in der Gastronomie
laufend queren andere Radwege, die gut verbunden werden können wie z.B. der R1 Jubiläumsradweg
großteils gute Bodenbeschaffenheit, teilweise „Rüttelstrecken“ auf grobem Untergrund

abschließend noch einen Tipp, wo wir uns wohlgefühlt haben:

In Hagensdorf der Schwabenhof Fam.Luisser: www.schwabenhof.at

Leithahexen Part 1

Vom Leithaursprung nach Carnuntum

Nun ist es sich doch noch Ende 2020 ausgegangen mir den Leitharadweg genauer anzusehen. Ziel war es den besten Path nach Bruck/L zu finden, den Track zu erfassen, damit wir in der Gruppe 2021 die schönste Route nehmen können. Völlig überrascht von der schönen Leithaauenlandschaft und den gut ausgebauten Radwegen ging es entlang der Leitha Richtung Katzelsdorf und weiter nach Wr. Neustadt. In diesem Bereich wurde kräftig in die Radinfrastruktur investiert.  

Vor und nach Seibersdorf lassen sich ein paar Feldwegkilometer nicht vermeiden. Zusätzlich muss man sich entscheiden ob man die Route nach Götzendorf oder Mannersdorf wählt. Meine Wahl viel auf Götzendorf und weiter nach Trautmannsdorf da viel näher bei der Leitha. 

Diese Genussinsel befindet sich direkt auf der Route, sie ist auf keiner Karte verzeichnet und nachdem meine GPS Foto Koordinaten –  Erfassung nicht funktionierte, verbleibt somit nur noch ein weiteres vorbeiradeln.

Conclusio:
Ein wunderbarer Weg, vor und nach Seibersdorf bis Götzendorf etwas Feldweg dabei. Der Neufeldersee ist das österreichische zugesiedelte Desaster. Ein Weg der Extraklasse in unserer Nähe.  Die erste Wahl als Tour 2021.

 

Spielfeld 2 Schwechat Tour 2020

Corona Ersatztour abgeschlossen

Mit der Maske im Zug nach Spielfeld ( ca.3 Stunden ) das drückt die Stimmung. Heiter wird es erst nach dem Start, die ersten 45 Kilometer zur Unterkunft “Urdlwirt in Unterpremstätten” haben wir schnell hinter uns. Das Abendprogramm, Besuch am Schwarzlsee wurde schwieriger als gedacht, der See ist komplett abgesperrt, mühsam suchen wir die einzige Zufahrt. Danach war weder das Dosenbier aus dem Selbstbedienungskühlschrank sowie das Abendessen mit Nummernaufruf in der Strandkneipe ein Highlight. Wieder zurück in unserer schönen Unterkunft “Urdlwirt” trafen wir uns doch noch auf ein gutes Glas Wein und genossen den Abend auf der Terrasse.

Zweiter Tag: von Unterpremstätten nach Kapfenberg. Wir radeln zügig durch Graz, besichtigen kurz den besonders schönen Hauptplatz in Frohnleiten, erreichen bald Bruck an der Mur. Im Gasthof Niki wo wir übernachten, kommt es zu Unklarheiten bezüglich der Radabstellplätze sowie der richtige Weg zur Burg. Die vorab geplante Bergfahrt zur Prieselbauer Hütte wird dann zum Navi – Desaster. Mit der steilen Auffahrt haben wir uns das leckere Abendessen drei mal verdient, doch die Aussicht dort oben hat alles übertroffen.

Am dritten Tag geht es Richtung Semmering. Über Kindberg – Langenwang nach Mürzzuschlag, sehr schöner Radweg im Mürztal, die Steigungen halten sich noch in Grenzen. Nach Steinhaus am Semmering wird es aber auf den letzten Kilometern zu einer Schiebepartie auf die Semmering Passhöhe. Endlich oben angekommen stimmen wir uns im Gasthof Berghof für den Abend ein. Edi zeigt uns seine Lodge und die Einladung zum Aperitiv nehmen wir gerne an. Wir genießen das Abendessen im Belvedere und diskutieren meist über die laufende NÖ-Challange und welches Handy Navi wohl das Beste ist. Ganz besonders erfreulich, der Regen konnte uns jetzt nicht mehr überraschen, wir sind ihm gerade noch entkommen.

Unseren letzten Radtag beginnen wir gleich mit einen Talraser (Semmering runter durch den Adlitzgraben). Wegen eines Fahrfehlers streife ich einen Grenzstein und lande im Busch, gerade noch Glück gehabt, ich kann weiterfahren. Nachdem wir noch in der Lernphase bezüglich WhatsApp Standortbestimmung sind, kommt es zu einem kleinen Umweg. Die Koomot Navi App errechnet einen kürzeren Weg, deshalb nimmt ein Handy mit Biker einen anderen Path. Knapp vor Ende der Tour kommen wir wegen technischer und kulinarischer Bedürfnisse doch wieder zusammen. Ein letztes Stamperl Nussschnaps , danach trennen wir uns wie geplant in Himberg. Bis zum Bahnhof Schwechat dürfen wir noch zwei Umleitungen fahren, dadurch sind es leider ein paar Kilometer mehr geworden (108km).

Kreuttal Weinviertelrunde

Kreuttal/Weinviertelrunde  9.7. -13.7.2020

Von Donnerstag bis Montag beschließen wir, im Weinviertel unterwegs zu sein. Grundsätzlich kennen wir die Gegend sehr gut, weil unsere Vorfahren großteils aus Wildendürnbach, Nähe Laa/Thaya, stammen. Da wollten wir einmal die Radwege abfahren und die Gegend genießen.

Das Kreuz mit den Höhenmetern

9.7.2020: 59 km, 614 Höhenmeter

Wir brechen von Wien mit etwas OEBB Chaos nach Korneuburg auf (laut Anzeige und auch lt.telefonischer Rückfrage wäre der Zug angeblich ausgefallen wegen Bauarbeiten) . Der Zug fährt aber nur etwas anders, nämlich über die Ostbahnschiene, und daher mit halbstündiger Verspätung in Korneuburg ein. Von da an fahren wir den ersten Teil des Kreuttalradweg von Korneuburg aus nach Mollmannsdorf, Würnitz, Kleinebersdorf und Hipples. Von dort verlassen wir den Kreuttalradweg und radeln über Herrnleis, Garmanns, Asparn/Zaya nach Michelstetten zu einer wunderbaren Kellerjause. Es ist ein heißer Tag gewesen. Die Radwege sind gut beschrieben und in etwa nur weniger als zur Hälfte asphaltiert. Ein wenig Kondition schadet keinesfalls. Wenig los, und man sieht Weinkeller, alte und neu gebaute Häuser ,wirklich gemütlicher Eindruck. Gestärkt geht es wenige Kilometer weiter nach Zwentendorf (Gnadendorf) zum Quartiergeber Schulz ( wo wir von der älteren Generation bestens betreut werden, die „Jungen“ sind im Urlaub). Wir treffen Irmgard und Josef. Angeboten wird natürlich eine Kellerführung, wir nützen aber den Abend zu einem Essen in Asparn, Anreise wie könnte es anders sein mit Rad.Die Gasthöfe  im Ort und in Michelstetten sind zwar geöffnet, aber abends kein Küchenbetrieb.

Josef wird im Netz Werbung für die Unterkunft ( die nicht im Netz aufscheint)  machen und die Koordinaten aufscheinen lassen. So werden es zukünftige Radler leichter haben eine Unterkunft zu finden.

www.UrlaubamBauernhof.at/Schulz

10.7.2020: 60 km, 692 Höhenmeter

Zum Durchkosten

Nach einem Frühstück führt der Weg von Zwentendorf über Obersdorf, Asparn, Hüttendorf und Paasdorf nach Schrick. Die Temperatur ( es wird der bisher wärmste Tag des Jahres werden) und die Höhenmeter verlangen nach Kaffee und Stärkung. Vorbei am Nexinger Teich radeln wir bis zum Museumsdorf in Niedersulz. Dort finden wir u.a. einen Doppelhakenhof aus Wildendürnbach (mit Stube als Bürgermeisteramt). Sehr, sehr warm ist es schon geworden, auch hier eine Stärkung dringend nötig. Den nächsten Teilabschnitt fahren wir über Martinsdorf und Klein Harras bis Bad Pirawarth. Wir suchen und finden im Ort ein Lokal für einen guten Eiskaffee. Nun wartet das letzte Teilstück, das wir uns vorgenommen haben auf uns. Das Radeln ist schon anstrengend bei der Hitze geworden, jeder Höhenmeter ist anstrengend. Die ganze Strecke ist wieder gut beschildert und führt auf ruhigen Schotter/Asphaltstrassen dahin. Wir freuen uns über ein nettes Quartier bei Fam. Poys, wo an dem Tag neben Heurigenbetrieb auch eine Ausstellung „Kunst im Garten“ stattfindet. Für uns bedeutet das erfreulicherweise eine kühle und erholsame Dusche und nur einen Stiegenabgang zum reservierten Tisch, wo wir das Abendessen einnehmen.

https://www.fischertraum.at/

https://www.museumsdorf.at/de/startseite

http://www.poys.at/HomeFamiliePoys.html

12.7.2020: 43 km, 625 Höhenmeter

Orientierungshilfe

Wir teilen uns etwas auf, Josef radelt gleich nach dem Frühstück los  und bricht nach Petronell auf. Mit gutem Wind und noch besserer Kondition ( siehe seine Story zur geplanten und vorbereiteten Tour Jakobsweg!) ist er rasch und wohlbehalten zu Hause angekommen.

Beginn Radweg dann zu dritt nach Herrnbaumgarten ins Museum Nonseum. Herrlicher Humor, und das Wetter ist auch besser. Ein 2.Trakt wurde dazugebaut, kurzweilig. Für Besitzer der NÖ Card gratis.

https://www.nonseum.at/

Danach geht es nach Kleinhadersdorf zu einem kleinen Familientreffen. Die Jugend grillt, wir Ältere genießen ein gutes Essen. Irmgard bricht dann ebenfalls mit Auto  nach Hause  auf und Gabi und Josef radeln noch eine Runde im Uhrzeigersinn von Kleinhadersdorf, Altruppersdorf, Zlabern, den Anstieg zum Galgenberg Wald, Falkenstein (wunderbare Aussicht und tolle Abendstimmung!) und über Poysbrunn und über die A5 weiter nach Poysdorf. Im Hotel geht sich noch ein Abendessen aus, bevor auch hier die Küche schließt.

13.7.2020  77 km, 416 Höhenmeter

Elternhaus

Plan ist, bis Wien oder zumindest zu einer Schnellbahn Nähe Wien zu kommen. Poysdorf ist natürlich Startpunkt, dann liegen Walterskirchen, Ebersdorf, Bullendorf, Wilmersdorf vor uns. Erste Pause in Mistelbach. Im wesentlichen folgen wir dem gut beschilderten EuroVelo 9 . Wir sind  fast alleine unterwegs und treffen kaum Leute. Nach Oberkreuzstetten und Hornsburg kommen noch einige ganz kleine Orte, die Landschaft ist wirklich großartig. Kleiner Irrweg in Wolkersdorf dank  Baustelle, die zuerst mit Umleitung beschrieben ist, dann aber nicht weiterführt. Der Weg ist uns aber schon bekannt, alte Bahntrasse neben Eibesbrunn, dann überqueren wir die S1 und die nächste Station ist dann schon ein Heuriger in Stammersdorf inkl. Grammelschmalzbrot.

Wir schaffen es gut bis zur U6 Floridsdorf und lassen uns von der U Bahn nach Hause bringen.

Insgesamt ein schöner Ausflug, auf dem wir sehr nette Gastgeber hatten und die Landschaft hat uns so gefallen, wir werden wieder kommen. Insgesamt relativ viel Schotter, aber gut befahrbar. Eine Grundkondition mitzubringen ist sicher kein Fehler 🙂

Wir sagen Danke für den wunderbaren Bericht von Josef

Zwei Wigwamnächte

Tag 1 Petronell – Markt St. Martin

Sepp und Josef starten in Petronell. Pünktlich um 9:00 Uhr treffen sich alle fünf Radler in Pachfurth. Es ist noch trocken , ein Schlechtwetter kündigt sich an. Wir nehmen denn kürzesten Weg über die Windenerstrasse Richtung Winden/See wo wir dann auf den B10 (Neusidlersee Radweg) stoßen. Bei Regen erreichen wir die 2 Rad Insel in Donnerskirchen. Der beliebte Radlertreff war glücklicherweise schon geöffnet.

In Trausdorf an der Wulka zwang uns ein “Platter” (Reifen) zu einem technischen Halt. Zufälligerweise ist uns hier hier  Barbara  Karlich begegnet und hat uns zumindest moralisch unterstützt. Ein neuer Schlauch und es ging schnell weiter. Der Regen hörte auf aber der Wind legte zu.

In Marz,  Gasthaus Müllner, kurz vor dem Sieggrabener Sattel, die letzt mögliche Lab-stelle mussten wir nutzen. Allerdings wollte niemand mit vollem Magen den Sieggrabener Sattel rauf, es wurde nur ein erfrischendes Bier.

Die Höhenmeter musste jeder für sich selbst bewältigen, es bringt nicht viel auf der Strasse in der Gruppe bergauf zu fahren. Das wir uns alle dort am Gipfelparkplatz wiedertreffen versteht sich von selbst. 40 Minuten dauerte der Anstieg und ebenso lange dann die Verschnaufpause, 250 Höhenmeter mussten bewältigt werden wobei 20 Kilo Gepäck auch noch mitrollten. 

Der Rest zum Campingplatz Markt St. Martin war nur noch ein kilometerlanger Runterroller. Nur knapp hat das Radar  von der Polizeistreife nicht angeschlagen. Gegen 18:00 Uhr sind wir endlich am Campingplatz, die Radhütten alle frei, wer im Zelt übernachtet, wer die Hütte nimmt, das ist noch Gesprächsstoff bis zur Sperrstunde.

Tag 2 Markt St. Martin – Andau

Kurzerhand konnte Fritz uns zu einem leckeren Frühstück verhelfen. Am Campingplatz hatte die Kantine um 8:00 Uhr noch nicht geöffnet. Auf mehr oder weniger holprigen Wegen ging es dann Richtung Staatsgrenze HU die wir zwischen Neckenmarkt AT und Harka HU überquerten. Kurz nach dem schlichten Grenzübergang fiel uns gleich ein Fischerteich ins Auge. Das angrenzende schicke Restaurant öffnete nach der zweiten Nachfrage extra für uns für ein kühles Bier.

Den uns bekannten Neusiedlersee Radweg B10 erreichten wir bei Balf. Sepp kennt sich in der Gegend gut aus, empfiehlt uns ein sehr gutes Restaurant in Hegykö vor Fertöd wo wir uns alle eine Fleischsuppe bestellen.

Ab nun ist Sepp der ortskundige Guide. Der neue Radweg Richtung Pamhagen bringt unerwartete Bikerfreude. So ganz ohne letztes Ungarn- Bier ging es dann doch nicht, wir kehrten nochmals vor der Österreich Grenze ein.

Durch das schöne ungarische Waldgebiet erreichten wir die Repce Mündung und danach die Brücke von Andau. Die Radwege sind in dieser Gegend zwar schlechter aber die unberührte Landschaft entschädigt, Sepp erklärt uns ganz genau die historischen Zusammenhänge.

Nach einem Fotoshooting bei der Brücke von Andau kommt uns Helga entgegen die uns dann bis Andau begleitet. Nächtigen dürfen wir bei Sepp im Garten und Fritz darf sogar noch in die Villa, weil er kein Zelt dabei hat. Da kann man nur Danke, Danke, Danke sagen.

Tag 3 Andau – Petronell

Als ob es nicht schon genug Gastfreundlichkeit gab, bekamen wir auch noch ein leckeres Frühstück von Helga. Um 9:00 Uhr treten wir den Heimweg Richtung Halbturn an. Mein Vorschlag den ersten Stopp im Schloss Halbturn zu machen wird gerne angenommen.

Nach 40 Kilometer erreichen wir Parndorf. Unseren Hunger bekämpfen wir im Restaurant Landhaus. Ich bestelle mir einen Kümmelbraten, nach einer ausgiebigen Rast steuern wir über Feldwege direkt Pachfurth an. Johann verlässt uns in Pachfurth, radelt direkt nach Höflein, wir wollen noch einen würdigen Abschluss im Schloss Rohrau feiern.

Fritz verabschiedet sich, fährt auch nach Höflein, Sepp und ich mühen sich noch den Schaffelhof nach Petronell rauf. Wir werden schon mit einem guten Kaffee erwartet, eine herrliche Tour geht zu Ende.

Eine Kerze für Rudi

Wetterbedingt konnte ich meine “Wien erste Bezirk Runde” nur verspätet umsetzen. Eigentlich wollte ich noch im Corona Lockdown den ersten Wiener Gemeindebezirk mit dem Rad besuchen. Etwas verspätet am zweiten Öffnungstag der Gastronomie (16.5.2020) konnte ich doch noch einen langen sinnlichen Rad Tag erleben.

Ein ausgiebiger TownTown Rad Trip durch die Innenstadt bis zum Stephansdom. Eine Kerze für Rudi (unser ewiges Rad Idol), angezündet  im Dom,  es war mir ein großes Anliegen.

Danach ging es durch den Augarten und über die Donauinsel zu Fritz nach Orth an der Donau. Der servierte Wein war so gut das ich fasst die letzte Fähre über die Donau verpasste. Aber dennoch geschafft, ein langer schöner sinnlicher Rad Tag ging zu Ende.

Zeltnacht

Zwei Nächte im Zelt

Das COVID-19 Jahr hat unsere Pläne zunichte gemacht. Ich und Sepp wollten von Bregenz bis nach Spanien (Santiago de Compostela) radeln. Alle Vorbereitungen waren bereits abgeschlossen und die 3000 Kilometer habe ich bereits in den Wintermonaten am Ergometer virtuell zurückgelegt.

Bei so einer langen Tour weis man nie wie es am nächsten Tag aussehen wird. Für den Notfall ein Zelt dabei zu haben ist sicher ratsam. 

Notwendig ist eine zwei nächte Erfahrung in einem Zelt. Denn sollte das für mich zu beschwerlich sein ist meines Erachtens die lange Pilgertour nicht machbar.

Schön wäre es am zweiten Tag über Ungarn (Abkürzung) zu radeln. Wegen COVID-19 hier mal die beschwerliche Österreich Variante.

Tag 1 – 80 Kilometer
Von Bruck/L geht es auf bekannten Wegen, B10 Neusiedlersee Radweg und R1 Jubiläumsradweg über den Sieggrabener Sattel bis zum Capingplatz Markt St. Martin. 

Tag 2 – 80 Kilometer
Leider müssen wir wegen COVID-19 wieder am Jubiläumsradweg retour und via Siegendorf zur Radfähre Mörbisch-Illmitz. Wir starten auf halber Höhe zum Siggrabener Sattel demnach sollte der zweite Tag leichter werden. In Andau (Badesee) wollen wir die zweite Nacht verbringen.

Tag 3 – 70 Kilometer
Am dritten Tag zur historischen 1er-Kanalbrücke und danach via R1 Jubiläumsradweg über Gols wieder nach Bruck/L

Links:
https://marktstmartin.at/index.php?p=seiten/tourismus/campingplatz-markt-st-martin
http://www.andau.info/Camping.10.0.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCcke_von_Andau
https://www.scheiblhofer.at/de/weingut-scheiblhofer.html
http://www.schifffahrt-gangl.at/
https://de.wikipedia.org/wiki/Sieggrabener_Sattelhttps://schlosshalbturn.com/

Saison 2020 im Coronavirus Bann

2020 ein Bikerjahr geht in die Geschichte ein. Wir haben alle Touren vorerst abgesagt. Nach dem Lockdown am 16. März konnten wir uns nur mehr im regionalem Nahbereich bewegen. Die Bevölkerung zuhause eingesperrt, nur zum Einkaufen oder zur Arbeit mit triftigem Grund war es erlaubt das Heim zu verlassen.  Anfangs war es wegen der frostigen Temperaturen sowieso nicht möglich Outdoor ein paar Kilometer zu radeln. Als es wärmer wurde machten wir nur kleine 20 Kilometer  Runden alleine oder zu zweit auf Feldwegen.

Mund halten u. Weiterradeln

Erst zu Ostern als die Fallzahlen besser wurden wagte ich mich wieder an längere Strecken. Erstaunlich, wie der Virus die Radkultur verändert, neben den bestehenden Bikertypen wie Mountainnbiker, e-Biker, Rennrad-Biker, Trekking-Biker, Tourenfahrer usw. ist ein neuer Bikertyp entstanden, der #Coronabiker.

Bleibt zu hoffen das uns nach der Corona Kriese die positive Entwicklung erhalten bleibt. Denn mehr Biker bedeutet weniger CO2, mehr Gesundheit und mehr Lebensqualität.

Semmering downhill to Mannswörth

Verhängnisvoller Poller

Für uns fünf Biker verlief die Anreise mit der Bahn gemütlich, wir hatten zwar keine Sitzplatzreservierung, aber im Speisewagen mit gutem Morgenkaffee reisten wir wie in Kaisers Zeiten.

Nach einem Fotoshooting ging es dann um 9:30 gleich 7 km steil bergab. Der kalte Fahrtwind hat so manchen Finger zugesetzt, Christoph hat  jetzt die Erfahrung gemacht, wozu Fahrradhandschuhe gut sind.

Nicht immer gibt es Radwege, bis Gloggnitz musste manchmal die Straße aushelfen. Jedoch ab Gloggnitz radelten wir den Schwarza -Radweg bis Ternitz zur ersten Rast (Gashaus am Petersberg).

Danach ging es weiter Richtung Neunkirchen, über die Südbahn zu gelangen war wegen einer Baustelle nicht möglich, daher war eine kleine Umleitung über die B26 vonnöten.

In Neusiedl am Steinfeld trafen wir dann Andreas, er wollte ein paar Kilometer mit uns mitradeln. Leider ist es wegen einem übersehenen Poller zu einem schweren Sturz gekommen. Aus meiner Sicht hat sich das etwa so ereignet: die ersten Vier radeln beengt auf eine Biegung zu – die Sicht nach vorne ist eingeschränkt, Fritz und ich folgen im 30m Abstand…… Der Erste fährt zügig am Poller vorbei, Christoph als zweiter kann sein Rad noch zu Seite ziehen und kommt knapp vorbei, Andreas als dritter hatte keine Chance mehr, sein schweres Rad war nicht mehr zu bändigen und er kollidiert so stark mit dem Poller, dass der sogar aus seiner Verankerung reißt.

Nach dem Vorfall sind wir alle der Meinung, das aus Sicherheitsgründen der an dieser Stelle unnötig gesetzte Poller vor Saubersdorf auf Position 47.786954° N, 16.115248° E entfernt gehört.

Im Einvernehmen setzten wir die Tour fort, Josef verblieb bei Andreas bis er ins Spital kam, jede menge Prellungen und Schürfwunden aber zum Glück kein Knochenbruch.

Über Bad Fischau gelangten wir auf guten Radwegen gemütlich nach Wr. Neustadt wo wir im Restaurant Einhorn unser Mittagmahl einnahmen.

Dort dauerte es etwas länger, erst gegen 14:00 setzten wir unsere Tour fort. Ab Wr. Neustadt ging es auf den beiden bekannten Radwegen Thermenradweg und Triestingradweg (Eurovelo 9 u. 9a) , mit nur noch einer Trinkpause in Trumau (Cafe Wess), bis zu den Kaminstuben in Mannswörth wo wir die Tour um 18:30 beendeten.

Drauradweg mit Wetterpoker

Tag 1

Von Dobbiaco – Toblach nach Lienz (48 km)
Die Anreise mit der Bahn bis Innichen klappte wunderbar, jedoch ist der eigentliche Start des Drauradweges ein paar Kilometer weiter in Toblach. Was so viel heißt mit der Bahn weiter oder mit dem Rad dorthin. Nachdem die Höhenmeter  quasi zu vernachlässigen waren, habe ich mich für das Rad entschieden.  Die Drauquelle lag ideal am Weg, deshalb noch ein Fotoshooting mit Fritz u. Irmgard. Bis nach Toblach wollten die beiden nicht deshalb ergab sich automatisch ein Vorsprung von ca. 8 km. Erst nach 25 Kilometer waren wir nach diversen Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Handy wieder beisammen. Gemeinsam ging es dann bei leichtem Gegenwind auf herrlichen Radwegen sowie schönem sonnigen Wetter, immer neben der Drau bis kurz vor Lienz zur ersten Unterkunft (Braugasthof Falkenstein). 

Tag 2

Von Lienz bis Spittal an der Drau (80 km).
Nach einem sehr guten Frühstück fuhren wir um 9:15h ab. Zuerst auf guten Radwegen aber dann kam doch noch ein kilometerlanger Schotterweg. Auf diesem Teilabschnitt hatten wir die Drau nicht immer neben uns. In Dellach im Drautal vergönnten wir uns einen Kaffee und am Nachmittag in Lind bekommen wir eine Gulaschsuppe, denn der Hunger hatte sich schon bemerkbar gemacht. Auf den letzten Kilometern ist die Fahrbahn doch noch besser geworden, es ging auf Wirtschaftswegen zur Pension Hübner in Spittal an der Drau. Die angekündigte Wetterverschlechterung mit kühlerem Wetter, bei tief hängenden Nebelschwaden begleiten uns den ganzen Tag. Wir waren froh,  dass die Tagestour trocken  beendet werden konnte.

Tag 3

Von Spittal an an der Drau bis nach Rosegg (59 km).
Die Strecke verläuft auf abwechslungsreichen Wegen, zeitweise kommt sogar die Sonne durch. In der Nähe von Feistritz entdeckten wir einen Mostheurigen, dort machten wir eine längere Pause , verkosten den Hausmeistertrunk mit frischem warmen Marillenkuchen , sehr lecker und gemütlich in der Jausenstation Wallner – Uhle). Bis Villach ging es bei gutem Radbedingungen weiter. Dort wollten wir den Brauhof besuchen, jedoch wegen einer Harley Davidson Veranstaltung mussten wir mit einer Konditorei vorlieb nehmen. Bei dem Trubel konnten wir nur noch einen freien Tisch im Innenbereich ergattern, was sich letztendlich als Segen herausstellte, denn aus heiteren Himmel fängt es zu Schütten an. Wir warten ab und radeln noch ein paar Kilometer bei Sonnenschein, jedoch mit zunehmender Bewölkung erwischt uns die zweite Regenphase voll auf den letzten Kilometern. Platschnass kommen wir in Rosegg (Roseggerhof) an und werden freundlicherweise sofort mit einem besonderen Service ( = Regenkleidung zum Trocknen wurde in den Wäschekorb eingesammelt und abgegeben) unterstützt.

Tag 4

Von Rosegg nach Ferlach (35 km)
Wegen Schlechtwetter werden wir heute eine kürzere Strecke absolvieren. Morgens nehmen wir uns Zeit und warten auf Johann, unseren Radkumpel aus Höflein der terminlich erst jetzt dazustößt. Wir bedanken uns für die trockenen Sachen beim Gastgeber und da ist auch schon Johann, er hat bereits 14 km in den Beinen. Dann geht’s bis Ferlach. Die Wege sind mal besser mal schlechter, aber wir sind glücklich, das es nicht regnet. Landschaftlich eine Augenweide wobei wir einige Brücken überquerten. Im Gasthof Plasch kamen wir bereits am frühen Nachmittag an, unsere Räder konnten wir in der Kegelbahn deponieren. Genug Zeit um das schlechte Wetter in den Innenräumen abzuwarten, die Zeit verbringen wir mit Johanns neuer Navi App “Oruxmaps” sowie viel Essen und trinken …

Tag 5

Von Ferlach bis Ruden (58 km)
Ein Tag mit vielen ” Hoppalas ” es  beginnt gleich morgens….Irmgard kommt auf die Idee,  Proviant einzukaufen, also radeln wir zu dritt ein paar Kilometer zu einem Bäcker und kaufen Brot ein, hausgemachte Würstel, dünn aufgeschnitten gab es aus eigener Erzeugung im Hotel. Ja wir brauchen aber noch Essiggurken, ein kundiger Passant schickt uns zu einer kilometerweit entfernten Hofer Filiale, obwohl um die Ecke sowieso ein Greißler offen hatte. Wieder zurück hat Fritz ein Problem mit seinem Polar Brustgurt, Batterie/ Knopfzelle leer. Wir haben Ersatzzellen 2032er mit, aber leider keine 2025er. Johann opfert sich für eine zweite Einkaufstour, kauft richtige Knopfzellen, Brustgurt geht wieder. 
Nach 30 km wollten wir eine Pause machen, leider hatte das einzig mögliche Gasthaus heute geschlossen. Es blieb uns nur die Möglichkeit auf einer maroden Bank ein Picknick zu machen. Erst bei der Abfahrt ist uns aufgefallen das wir einen idealen Picknickplatz mit Wasserquelle nur 50 m weiter übersehen haben. 
Ein paar Kilometer auf der Höhe Völkermarkt taucht plötzlich die Hafenrast Schreiber auf wo wir endlich für ein kaltes Bier einkehren. Fritz möchte auch noch Verpflegung für den Fernsehabend wobei wieder ein Gast den kürzesten Weg ins Zentrum weist. Die daraus folgenden Höhenmeter werden wir wohl alle nie vergessen.
Zu guter Letzt stellen wir noch fest, das neben unserer Unterkunft in Ruden ein Adeg-Markt uns ohne Höhenmeter bestens versorgt hätte. 
Der Radweg bis Ruden verlief in einer herrlichen Landschaft. Wir überquerten sehr viele Brücken, immer wieder der Blick in das tiefe Tal, viel Schweiß für ein einzigartiges Raderlebnis. 
Unterkunft: Gasthaus Trappitsch

Tag 6

Von Ruden nach Radlje (55 km)
Heute überschreiten wir die Grenze zu Slowenien. Die Jauntalbrücke sowie die Hängebrücke Santa Lucia, sind sehenswert und einzigartig, es ist angebracht das Rad rüber zu schieben. Viele weitere Brücken sind am Weg, eine grüne bergige Naturlandschaft begleitet uns. Kaum zu glauben, dass ein Flussradweg so bergig sein kann. Bei Lavamünd versorgen wir uns noch mit Proviant, leider kommt eine beworbene Floßfahrt nicht zustande, scheint doch nur ein Eventfloß zu sein. Wir begnügen uns mit einem Picknick an der Floßanlegestelle. Diesmal ist auch noch das kühle Bier mit dabei. Lange Steigungen mit langen Abfahrten auf verkehrsarmen Nebenstraßen begleiten uns den ganzen Tag. Unterkünfte gibt es hier nicht viele, gut dass wir das Hostel in Radlje vorgebucht haben.

Tag 7

Von Radlje bis Maribor (53 km)
Wir werden gleich mehrmals vorgewarnt, die Höhenmeter sollen noch mehr werden. Eine große Warngrafik weist auf eine Erleichterung hin – es gibt eine Bahnfahrt zwischen Podvelko und Fala. Eine Entscheidung ist gefragt, Bahn oder Rad? Alle entscheiden sich für das Rad, glücklicherweise waren die Fahrzeiten auch nicht gerade günstig. Es folgen wieder schwere Steigungen mit sehr langen rasanten Abfahrten. Wir haben es geschafft, wir alle waren froh die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Eine Kneipe konnten wir auch noch am Weg finden, wo das kühle Blonde besonders gut war. Danach weiter Richtung Maribor. Kurz davor kommt es noch zu Ungereimtheiten meiner vorgegebenen Route. Ein kurzes Stück neu und ein fehlender Weg führt in die Irre. Noch dazu der schlechteste Radweg bei der Einfahrt nach Maribor. Fritz übernimmt eine sehr informative Stadtbesichtigung per Rad und ein gutes Abendessen gönnen wir uns auch noch.

Conclusio

Alles in allem eine wunderbare Tour. Trotz diverser Probleme konnten wir den Drauradweg erfolgreich abschließen. Fritz bekam Probleme mit seinem Knie, mein Zahn schmerzte, meine Umwerferschaltung streikte auch mehrmals. Das Wetter war auch nicht immer optimal, wieder einmal fehlende Wegpunkte und Routen – Informationen.
Das der Drauradweg so bergig sein kann, hat mich überrascht. Das Ambiente einer solchen hügeligen Landschaft ist natürlich auch einzigartig. Die vielen Brücken und der Blick in das Tal eine Augenweide. Es war anstrengend und erholsam zugleich, ein Weg der sich gegenüber anderer Flussradwege abgrenzt.