Balaton Plattensee 2022 Umrundung (Gastbeitrag)

Teilnehmer der Tour: Everel, Flo, Jimmy, Lukas, Motzi, Sandi 

Planung

Für die diesjährige Radtour entschieden wir uns für eine Umrundung des Plattensees in Ungarn. Die Strecke von rund 210 km und die Möglichkeit jederzeit ins kühle Nass zu springen gaben den Ausschlag. Geplant war die Anreise via Zug über Györ nach Veszprém und danach mit dem Rad weiter bis zum See. Unterkünfte und Züge waren rasch gebucht. Aufgrund einer Sommerbaustelle vor Veszprém mussten wir aber kurzfristig ein paar Tage vor Reiseantritt umdisponieren. 

Ab hier übernahmen dann meine Eltern die gesamte An- und Abreise Planung. Der neue Plan war, über Budapest nach Székesfehérvár anzureisen. Da wir 6 Personen waren, musste die Anreise auf zwei Gruppen aufgeteilt werden. die jeweils um 6:00 bzw. 8:00 von Petronell nach Bruck/Leitha per Rad starten. Aus mir unerfindlichen Gründen wurde davon ausgegangen, dass ich gerne in der Frühaufsteher Gruppe mitfahren sollte. 

0. Tag (28.7. Donnerstag) – Petronell

Lukas schlug vor sich am Tag vor der Abfahrt nochmal zu treffen und die geänderte Planung gemeinsam durchzugehen. Mit einiger Verspätung (sry nochmal), kam ich auch dazu. Meine Eltern kamen später vorbei und erklärten uns die geplante Reiseroute nochmal im Detail. Es gab sogar eigene Handouts, und auch einige Anekdoten von vergangen Reisen waren zu hören. Hier kam (zum Glück) auch nochmal zur Sprache, ob eh alle den Reisepass eingepackt haben. Mir noch immer unerklärlich habe ich meinen Reisepass in Wien vergessen. Somit machte ich mir bereits Gedanken, wann denn der erste Zug nach Wien geht, damit ich vorher noch den Reisepass aus meiner Wohnung holen kann. Zum Glück erklärte sich Martina bereit, den Pass morgen direkt nach Bruck/Leitha zu bringen. Somit konnte ich trotz noch fehlendem Reisepass ruhig schlafen (wenn auch kurz). 

1. Tag (29.7. Freitag) – Balatonföldvar 

Tagwache war bereits um 05:00. Treffpunkt mit der ersten Gruppe war um 05:45 angesetzt. Die 14 km bis nach Bruck/Leitha zum Bahnhof waren schnell erledigt. Martina wartete bereits auf dem richtigen Bahnsteig mit meinem Reisepass. Das erste Problem war somit schon mal gelöst. Der erste Zug brachte uns nach Hegyeshalom und nach einem einstündigen Aufenthalt weiter nach Budapest. 10 Minuten vor der Abfahrt nach Székesfehérvár traf auch die zweite Gruppe in Budapest ein und wir konnten gemeinsam die letzte Zugfahrt nach Székesfehérvár absolvieren. Ich glaube jeder Zug in Ungarn hatte Verspätung (bei der Abreise sogar zu unseren Gunsten), aber die Umsteigezeiten waren zum Glück großzügig genug geplant. Somit gab es keinerlei Probleme bei allen Zugfahrten (manchmal wurde es etwas enger, da die ECs doch recht überfüllt waren), aber im Großen und Ganzen konnten wir wie geplant in Székesfehérvár so um ca. 13:45 losradeln.

Der Start

Hier dann auch die erste große Überraschung: Der Radweg zum See war brandneu und perfekt asphaltiert. Nach ca. 33 km schönstem Radweg kamen wir zum ersten mal zum See. Zuerst sah es leider so aus, dass der gesamte See verbaut und mit privaten Seezugängen zugebaut wurde (Wir lernen hoffentlich aus unseren Fehlern), aber das stellte sich zum Glück rasch als Trugschluss raus. Um den Plattensee herum gibt es noch sehr viele öffentlich zugängliche Badestellen und so nutzten wir auch die erste Gelegenheit um uns eine kühlende Erfrischung zu gönnen. Und hier kam es auch gleich zur zweiten Überraschung: Mir war bekannt, dass der See nicht so tief ist am Südufer, aber die wirkliche “Tiefe” war dann doch schon sehr überraschend – über den Bauchnabel hinweg reichte da keinem das Wasser. Außerdem war die Wassertemperatur bei gefühlten 27 Grad. Also erfrischend kühl war es jedenfalls nicht, was uns aber recht egal war. Hauptsache etwas im Wasser plantschen. 😉 Nach diesem kurzen Badestopp waren es noch ca. 35 km bis zur ersten Unterkunft in Balatonföldvar (Villa Dorottya => Empfehlung). Insgesamt haben wir am ersten Tag ca. 65 km runter geradelt. 

Am Abend waren doch alle recht fertig, aber wir motivierten uns noch kurz zum Hafen runter zu gehen und unser erstes ungarisches Essen zu uns zu nehmen. Wir entschieden uns für das Restaurant Csigaház Étterem. Einfach, weil es das erste war, woran wir vorbeikamen und es stellte sich als Glücksgriff heraus. Das Essen war wirklich ausgezeichnet und die ersten ungarischen Spezialitäten (vor allem Gulasch) wurden bestellt und begeistert konsumiert. Außerdem waren wir angenehm überrascht von dem doch noch niedrigeren Preisniveau gegenüber Österreich. Nach einem Belohnungs-Bierchen und einem Abschluss-Eis ging es auch wieder direkt in die Unterkunft zurück wo wir uns ziemlich erschöpft bald ins Bett begaben. 

2. Tag (30.7. Samstag) – Révfülöp 

Nach einer erholsamen Nacht trafen wir uns um 08:00 zum reichhaltigen Frühstücksbuffet. Diesmal stand die längste Tagesetappe mit ca. 100 km an. Florian hat noch immer Bedenken bzgl Kondition, zählt aber zu den stärkeren Fahrern. Argwöhnisch beobachten wir auch das Wetter. Hier hatte Motzi einen App Tipp (Regenradar App von wetterOnline). Wir sahen, dass ein Gewitter jede Minute losstarten wird, aber relativ schnell (ca. 1 Stunde) wieder verziehen würde. Es gab nun eine Diskussion wie wir das am Besten handhaben. Es wurde beschlossen, das Gröbste einfach auszusitzen und so wurde der Start um ca. 1,5 Stunden nach hinten verschoben. Sehr zu meiner Freude, da mir dies die Möglichkeit gab, der Gruppe ein neues Kartenspiel näher zu bringen, von dem ich schwer begeistert bin. So kam es, dass wir uns die Zeit bei ein paar Runden “Fantastische Reiche” vertrieben. Hier auch eine unbedingte Empfehlung für dieses Spiel: Sehr einfache Regeln und sehr einfach zu transportieren (nur 52 Karten). Alle waren sehr begeistert und ein paar haben es sich sogar sofort für Zuhause bestellt. Nachträglich wies mich Lukas allerdings auf einen Fehler bei der Regelauslegung hin. Bin schon gespannt, auf die Erfahrungsberichte mit den “richtigen” Regeln. 😉

Jedenfalls brachen wir dann bei sehr leichtem Nieselregen Richtung Révfülöp auf. Das Wetter an diesem Tag war sehr gut zum Radfahren geeignet: Stark bewölkt und leichter erfrischender Regen und so kamen wir sehr schnell voran (auch heute waren die Radwege wieder 1A). 

Nach ca 35 km besuchten wir einen alten Studienfreund von Lukas, der ein eigenes Haus in der Nähe des Sees besitzt. Hier wurden wir reichlich bewirtet. Es gab eine deftige “Brettljause” + österreichisches Bier (Gösser dürfte stark in Ungarn vertreten sein). Die verschiedenen Wurst und Käsesorten waren wirklich ausgezeichnet und wir erfuhren, dass man unbedingt zu den lokalen Bauernmärkten muss um diese Qualität zu bekommen. Highlight war eine würzige Lungenbraten(?)-Wurst, die etwas roh aussah, aber ausgezeichnet schmeckte.

Links oben sieht man das Highlight

Nach dieser Stärkung ging es weiter mit der Radtour. Mittlerweile hatten wir auch wieder feinstes sonniges Radwetter. Nach weiteren 25 km legten wir eine kleine Pause in einem Buffet ein um uns etwas zu stärken. Es gibt auf der gesamten Strecke rund um den See reichhaltige Einkehrmöglichkeiten und Radfahrer sind gerne gesehen. Auch die Sanitäranlagen (was mir immer wichtig ist) sind alle sehr sauber und gepflegt. 

Die letzten 40 km der Tagesetappe fuhren wir dann (abgesehen von kurzen Trinkpausen) in einem durch. Da wir schon am Nordufer unterwegs waren, änderte sich auch die Landschaft etwas. Hier führte uns der Radweg durch “Wachau-artige” Weinberge (zumindest die kleine Version davon) und es gab einige nette schattige Waldwege.

Um ca. 19:00 kamen wir nach 103 km in unserer Unterkunft (Ferienappartements) in Révfülöp an. Hier hatten wir wieder ungefähr das gleiche Programm wie am ersten Abend. Erstbestes Restaurant gesucht (wieder gutes Essen), ein Belohnungs-Bier und ein Eis geholt und wieder früh ins Bett.

3. Tag (31.7. Sonntag) – Balatonkenese

Nach einer weiteren erholsamen Nacht war die Abfahrt um 08:00 geplant. Da wir diesmal in einem Apartment übernachteten, mussten wir uns selber um ein Frühstück kümmern. Wir entscheiden uns dazu, erstmal ca. 10 km zu radeln und danach etwas zu suchen. Zwar hatten wir eine harte Deadline (um 19:00 kommt das Radtaxi), aber für den Tag waren nur 70 km geplant und wir hatten somit mehr als genug Zeit. Nach wirklich ziemlich exakt 10 km kehrten wir in Zánka zum Frühstücken ein. Das Frühstück hat allen sehr gut geschmeckt. Die Wartezeiten waren zwar etwas länger, aber das hat uns nicht sonderlich gestört. Danach ging es flott weiter bis nach Tihany. Hier gab es eine (kurze) Diskussion, in welche Richtung wir denn die Halbinsel umrunden sollen. Florian setzte sich aufgrund irgendwelcher Windlinien (wtf?) durch und so wurde beschlossen, den ursprünglichen Track weiter zu folgen. Meiner Meinung nach wurde die Frage noch nicht abschließend geklärt, aber ich muss zugeben, dass wegen des letzten Anstiegs bzw. Abfahrt die Richtung von Florian (EVENTUELL!) besser war.

Perfekte Radwege und sonniges Wetter

In Balatonfüred sind wir noch eine wunderschöne Strandpromenade entlang gefahren, wo wir uns noch eine kleine Pause gegönnt haben. In dieser Pause kamen wir darauf, dass wir noch kein originales ungarisches Langos gegessen hatten! Somit wurde der Entschluss gefasst, die nächste Möglichkeit für ein Langos zu nutzen, um Energie für die letzten km zu tanken. 

Der Radweg führte uns an einem kleinen Funpark vorbei, wo kleine Kinder ihr Können mit dem Rad verbessern konnten. Florian ließ es sich nicht nehmen, hier ein paar Sprünge mit seinem Rad zu unternehmen. Leider hat er dabei nicht bedacht, dass er hinten zwei Gepäcktaschen montiert hat, die sich auch gleich mit den Speichen verhakten. So kam es nach dem ersten Hügel zu einem abrupten Stillstand mit der Folge eines kleinen 8ters im Hinterreifen. Zum Glück war der Schaden nur gering und eine Weiterfahrt war möglich. Eine wichtige Lehrer daraus: Nicht mit Gepäcktaschen in einen Funpark fahren!

In Balatonfűzfő fanden wir schliesslich einen Kiosk, der Langos verkaufte. Es gab unpackbar viele verschiedene Variationen davon. Wir entschieden uns alle für reichlich belegte Versionen (von Käse bis Gyros war da glaube ich alles dabei). Nach mehreren Versuchen mein Langos nur mit Hilfe der Fingern zu essen, gab ich entnervt auf und holte mir noch ein zusätzliches Besteck. Meine Mitstreiter haben das besser hinbekommen, wobei ich sagen muss, dass es trotzdem nicht sehr ästhetisch ausgesehen hat. Unser gemeinsamer, einstimmiger Konsens war, dass das “klassische” Langos mit viel Knoblauch und ohne den ganzen zusätzlichen Schnickschnack, trotzdem am Besten schmeckt. Florian gönnte sich deshalb auch gleich ein zweites Klassisches.

Viele verschiedene Langosvariationen

Die letzten Kilometer waren mMn die Schönsten des gesamten Radweges. Es gab einen Abschnitt durch einen schattigen Wald mit einem guten Radweg. Super angenehm und schön zu fahren. 

Der schönste Abschnitt

Nach ca. 72 km kamen wir bereits am frühen Nachmittag in unserer Unterkunft (YachtClub) an und hatten so noch Zeit kurz den privaten Seezugang zu nutzen und noch ein paar Partien “Fantastische Reiche” zu spielen. Der letzte Wegpunkt im Track (Unterkunft) war auch der einzige Fehler des gesamten Tracks. Hier gibt es wohl zwei YachtClubs in Balatonkenese. Aber es war kein Problem, die richtige Unterkunft mithilfe von Google Maps zu finden. Diese war auch nur 2 km entfernt. 

Pünktlich um 19:00 kam das von Edina (Freundin der Familie) organisierte Radtaxi für unsere Räder. Dieses wurde aufgrund der morgigen frühen Zugfahrt von Székesfehérvár benötigt. Nachdem dies erledigt war, suchten wir uns für den letzten Abend ein Restaurant. Diesmal sollte es nicht einfach nur das Erstbeste sein. Unsere Wahl viel auf Nádas Csárda. Sehr gutes und empfehlenswertes Essen. Für den letzten Abend kamen natürlich nur typisch ungarische Speisen in Frage. Aber die Größe der Portionen waren Wahnsinn. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob wir wirklich Vorspeisen bestellt haben, oder einfach zwei Hauptspeisen. Jedenfalls waren die Portionen riesig und ich brauchte nachher dringend einen Verdauungsschnaps. Der Kellner war ein Kapitel für sich und wir wurden ausgezeichnet unterhalten.^^ Zum Glück mussten wir vom Restaurant noch rund 1,5 km heim spazieren, was der Verdauung sehr zuträglich war. Danach gingen wir zügig ins Bett, da für morgen bereits um 05:15 Tagwache angesetzt war.

4. Tag (1.8. Montag) Abreise

Aufgrund der frühen Abreise bekamen wir dankenswerter Weise ein Lunchpaket von der Unterkunft zur Verfügung gestellt. Das Taxi kam pünktluch um 6:00 um uns abzohlen und fuhr uns zum Bahnhof nach Székesfehérvár. Unsere Räder warteten bereits am Bahnhof. Es war eine wirklich sehr gute Organisation und alles hat super funktioniert. Hier nochmal ein besonderer Dank an Edina, die uns erheblich bei der Organisation geholfen hat. 

Die erste Zugfahrt führte uns wieder nach Budapest. Dort stiegen wir dann in einen Zug nach Györ um. Es gab zwar wieder die üblichen Verspätungen aber die waren alle kein Problem. Durch eine Verspätung des Railjets von Györ nach Bruck/Leitha war es uns sogar noch möglich den frühest möglichen Anschlusszug zu erreichen und wir hatten keinerlei Wartezeit in Györ. Somit waren wir bereits um die Mittagszeit wieder in Bruck und konnten zum MIttagessen beim berühmten Brucker Kebapstand (Hauptplatz) einkehren. Die Wespen waren zwar etwas lästig, aber der Kebap ist nach wie vor so gut wie vor Jahren (ich komme leider nur mehr selten nach Bruck). 

Bester Döner wo gibt

Die letzten 14 km nach Petronell vergingen auch sehr schnell. Obwohl es immer wieder etwas enttäuschend ist, wenn man von Rad-Ausflügen nach Petronell zurückfährt. Bei uns gibt es nach wie vor nur Feldwege und es herrschte auch eine sehr drückende und trockene Hitze, die das Radfahren nicht so angenehm macht. Ich hoffe ja nach wie vor, dass die ehemalige Draisinen-Strecke in einen Radweg umgewandelt wird… 

Zurück in Petronell gab es noch das obligatorische Abschlussfoto bei der Ortstafel. Sogar noch inkl. einer kurzen Vorführung der Gestensteuerung der neuen Samsung Handys. 😉 

Abschlussfoto

Fazit

Die Anreise und Abreise war etwas komplizierter als es sein musste, allerdings war das einer Baustelle geschuldet. Der Radweg um den See ist wirklich perfekt und auch Rennrad geeignet. Hier wird auch viel Neues gebaut. Das Gastroangebot ist schon fast überbordend und das Preisniveau angenehm niedrig. Falls es zu unvorgesehenen Ausfällen kommt, gibt es auch einen Zug der rund um den See fährt. 

“Fantastische Reiche” ist ein perfektes Kartenspiel für eine Radfahrergruppe. Die App “Regenradar” funktioniert erstaunlich genau. Wir verwendeten die App Splitwise für die Gruppen Abrechnungen (sehr einfach und unkompliziert aber Account-Zwang(!)), trotz Bedenken von Lukas. Machte aber vieles sehr einfach und ist deshalb auch sehr zu empfehlen.

=> Die Balaton-Umrundung ist eine absolute Empfehlung für jeden Radfahrer.  

 

PS: Der Preis für das beste Radtaschendesign ging übrigens konkurrenzlos an Flo (bzw. eigentlich an Gaby 😉 ): 

GPX Track unter: https://www.pedaltreter.at/2022/08/10/gpx-balaton-2022/

Elbe Part 2 ( Spindlermühle – Dresden)


Prag (8. 7. 2022)

Diesmal haben wir einen Tag für Prag zusätzlich eingeplant. Wir haben einen Nachmittag um die Altstadt zu besichtigen und am nächsten Tag eine 3 stündige Sightseeing – Tour per Rad. Nur rumlaufen ist nicht so mein Ding, die Karlsbrücke rüber und retour strampeln ist mir zu viel, da nehme ich lieber die Dienste eines Portraitzeichners in Anspruch.

Vormittags die Stadt mit dem Rad zu erkunden ist schon wesentlich einfacher. Nette Führung durch unseren Guide, ein Sport- u. Deutschlehrer der sich die Geschichte selbst beigebracht hat erzählt uns alles über die Stadt. Mit den Jahreszahlen hapert es noch ein bisschen und das Radfahren auf den Pflastersteinen ist auch nicht angenehm.

Etappe 1 (9. 7. 2022) Vrichlabi – Quelle – Vrichlabi (35km)

Zuerst mal rauf zur Quelle, die Elbquelle liegt auf 1.386 Meter im Riesengebirge Nähe Spindlermüle in Tschechien ( Grenze Polen). Von Vrichlabi bis Spindlermühle nehmen wir den Bus mit Radmitnahme. Dieser fährt nur einmal am Tag um genau 9:10h, Vorbuchung nicht möglich, wir haben Bedenken ob es klappen wird. Bis auf ein kleines Hoppala beim Abladen der Räder (das fünfte Rad fährt fast davon, wird nicht zeitgerecht abgeladen) ging doch alles gut und wir sind im Skiort Spindlermühle.

Die Seilbahn (Seilbahn ebenfalls mit Radmitnahme) bringt uns weiter zur Bergstation Medvedin. Viele Wanderer sind dort unterwegs, das Radmitnahme – Service nehmen nur wir 5 in Anspruch und radeln danach Richtung Quelle. Es fehlen uns noch ca. 6 Kilometer bergauf mit dem Rad, zu unserer großen Überraschung geht es ohne Schieben, mit dem ersten Gang und am Bergkamm auch noch ein Stück flach.

Den letzten Kilometer müssen wir treten, aber nicht in die Pedale, das ist nicht erlaubt. Um die Mittagszeit erreichen wir die Elbquelle, wir haben diese logistische Herausforderung geschafft.

Das Wetter wird schlechter. Laut Insiderinformation kann sich hier das Wetter in wenigen Minuten ändern, und das trifft auch ein. Plötzlicher Regen zwingt uns in die Schutzhütte, Nebelschwaden ziehen durch, aber wir haben Glück, es dauert nicht lange und wir starten die Talfahrt.

Unsere Erwartung, ein leichter Talroller, wurde nicht erfüllt. Anfangs war es noch ok, auf einer Straße langsam runter da kein guter Asphalt, dann allerdings führt der Radweg in einen Wald und es wird immer schlechter. Später bei einer Hütte, bemerkten wir dass wir auf einer Langlaufloipe unterwegs waren. Im Sommer Radweg im Winter eine Ski Langlauf Strecke. Bei der späten Ankunft in Vrichlabe (Unterkunft) sind nicht nur unsere Räder fix und fertig sondern wir auch.

Etappe 2 (10. 7. 2022) Vrichlabi – Königgrätz (80km)

Es geht schnell voran da tendenziell abfallend, meist sind wir auf schwach befahren Straßen unterwegs. Kurze Übergangsstücke sind manchmal sehr schlecht zu befahren. Bei einem bergauf Schotterstück passiert es, ein Kettenwurf blockiert das Hinterrad. Diesmal hat sich die Kette so verzwickt das wir eine halbe Stunde brauchten um den Schaden zu beheben. Die Tour ist wegen technischer Probleme auf der Kippe gestanden.

Absichtlich nehmen wir nicht die leichtere Straße sondern entscheiden uns für die Naturroute. Im nachhinein betrachtet, war es doch die bessere Entscheidung, der Weg war doch nicht so schlecht und die Landschaft wunderschön.

Das Wetter wird immer schlechter, wir kämpfen mit Gegenwind und Sturm.
Die letzten Kilometer werden zur Qual. Erleichtert kommen wir in Hradec Králové (zu deutsch Königgrätz) an. Abends versorgen wir uns mit dem Nötigsten (Becherovka) und einiges mehr, das Abendessen in einer guten Pizzeria lässt uns die Strapazen vergessen.

Etappe 3 (11. 7. 2022) Königgrätz – Kolin (80km)

Die ersten 20 Kilometer radeln wir auf Straßen. Dann kommen doch noch Radwege, die aber sehr unterschiedlich sind, manchmal auf dem Gehsteig, Wiesen und durch den Wald.

Es kommt eine Schottergrube, auf einigen Kilometern haben Baufahrzeuge den Radweg so zerstört das man kaum noch weiter kommt. Wieviel werden wir und das Rad noch aushalten?. Erstaunlich was man alles als Radweg bezeichnen kann, wir fahren über Wiese, Stein, Schotter durchqueren Wald, Baustelle, Schottergrube und vieles mehr. Ein Stamperl am Weg (Becherovka!!) muntert uns auf.

Etappe 4 (12. 7. 2022) Kolin – Nymburk (30km)

Es dauert lange bis wir Kolin verlassen. Die historischen Plätze sehen wir uns noch an und besuchen einen Radshop (neue Trinkflasche), wir kaufen noch eine Salbe in einer Apotheke und Getränke werden noch besorgt.

Aus logistischen Gründen haben wir heute nur 30 Kilometer auf unserem Plan. Um die laut Bikelinebuch schlechte Uferstrecke zu vermeiden, verlegen wir ein paar Kilometer auf den EuroVelo 4. Für die wenigen Kilometer nehmen wir uns Zeit, nach den Mühen der vergangenen Tage machen wir uns heute einen Wellnesstag.

Nymburk Stadmauer

Etappe 5 (13. 7. 2022) Nymburk – Melnik (70km)

Landschaftlich und kulturell eine Augenweide. Erstaunlich was man da alles zu sehen bekommt. Fischer die im Zelt übernachten, viele Zeltplätze, manchmal mitten im Wald, alle Arten von Wohnwagen und Zelte, eine beinah Attacke von einem Hund, ein Reh läuft vor der Nase übern Weg, jede Menge Leute unterwegs sowie vieles mehr. Zahlreiche urige Kioske laden ein, wir werden überall gut bedient und fühlen uns wie zuhause.

Radtechnisch allerdings eine Katastrophe, wir haben den härtesten Tag. Zu den schlechten Wegen, Furchen, Wiesen, Steinen, Wald, gesellt sich noch eine Baustelle. Erwähnenswert auch die unzähligen Pflastersteine die schon in Cuxhafen nervten, und wenn mal gut gemeinter Asphalt kommt, ist der auch noch mit Wurzelwerk durchwachsen, es wurden noch diverse Hindernisse und zuletzt noch eine enorme Steigung zum Hotel. Wir wollen die Elbe von der Quelle zur Mündung, daher müssen wir da durch. Empfehlenswert ist der Weg nicht.

Eine Baustelle zwingt uns in eine Umleitung die zu vermeiden besser gewesen wäre. Die gut gemeinte EV4 Umleitung entpuppt sich als Desaster. Der Bauarbeiter hat Nachsicht und lässt uns über den frischen Asphalt.

Wieder viele Teile mit steinigem Untergrund, in der Summe ist der Radweg nur für die härtesten Mountainbiker bestimmt, unsere Trekkingräder mit Gepäck sind dafür nicht geeignet.

Zusammenfluss von Moldau und Elbe in Melnik

Etappe 6 (14. 7. 2022) Melnik – Usti nad Labem (80km)

Der schönste Radtag. Die ersten 50 km bester Asphalt und danach auch nicht schlecht. Gegen Ende landschaftlich wie in der Wachau……… Donauradfeeling kommt auf. Besonders interessant ist der Elbe – Durchbruch kurz vor Usti nad Labem (zu deutsch Aussig).
Einkehrmöglichkeiten gibt’s mehr als genug, eine Bierzapfstelle am Radweg bei einer Ecke einer Hausmauer, das ist was “Einzigartiges”, da müssen wir eine Pause einlegen.
Sehr anstrengend die letzten Kilometer, der offizielle Weg hatte mehrere Stiegen, das Rad drüber nur mit vier Händen zu schaffen, es ist zwar der Radweg, wird aber zur Kletterpartie. Die Hotelzufahrt war nur über die verkehrsreiche Straße möglich, wir sind total überfordert, ein Alptraum. Es gibt keinen Radweg, wir mussten das Navi bemühen, das hat leider die Autoroute berechnet aber Radwege gibt es in dieser Stadt sowieso nicht. Viel Glück mit dem Wetter, kaum im Hotel fängt es kurzfristig zu schütten an.

Etappe 7 (15. 7. 2022) Usti nad Labem – Bad Schandau (50km)

Hi, wieder schöne Radwege, vieles neu asphaltiert. Ab Melnik ist es schön zu radeln, das Wetter halbwegs okay. Temperatur und Gegenwind macht uns zu schaffen, aber es ist trocken. Das letzte Mittagessen in Decin kurz vor Grenze zu DE. “Der Radwanderweg Decin Bad Schandau” steht auf der Tafel. Dieses Stück ist das Schönste das ich je gefahren bin. Ich kenne nichts vergleichbares, etwa wie die Schlögener Schlinge in 10 facher Ausgabe nur eben gerade. Bester Radweg daneben meterhohes Gras, steil abfallendes Flussbett und anmutende Berghänge, einzige Farbe grün weit und breit. Habe nicht gleich mitbekommen das wir hier in der sächsischen Schweiz sind. Es ist geboten hier mit einem 15 Stundenkilometer- roller die Gegend zu genießen.

Etappe 8 (16. 7. 2022) Bad Schandau – Dresden (50km)

Das Wetter spielt uns heute einen Streich. Gegenwind und kühl. Vom Regen bleiben wir vorerst verschont. Nur ein paar Tropfen, die reichen zum mehrmaligen umziehen.

So ganz ohne kühlem Nass geht’s nicht. Wir sind gerade in Pirma am historischen Marktplatz. Aus heiterem Himmel Regenschauer, wir warten ab und ziehen weiter. Die letzten 20km wechselhaft zwischen Niesel und Regen, aber auf der letzten Etappe kann man das gelassen ertragen.

Das Wetter schlechter aber der Radweg schöner, mit sehr viel Einkehrmöglichkeiten. Bei Sonne ist da sicher alles vollgestopft, jedoch heute gähnende Leere. Zeitgerecht erreichen wir Dresden. Wir bummeln noch durch die Stadt, eine vorab gebuchte Stadtführung absolvieren wir auch noch und ein abschließender Cocktail in der Hotelbar krönt unsere Tour.

Conclusio

Wir haben die Elbe von der Quelle (hoch oben in CZ im Riesengebirge bei Spindlermühln) bis Cuxhafen DE zur Kugelbake abgeschlossen. Residiert haben wir in den bestenten Häusern (ein Lob der Elbe Radtouristik! ). Der erste Teil von der Mündung (Cuxhafen Kugelbake) bis nach Dresden. Ein Jahr später der zweite Teil von der Quelle bis nach Dresden. Wir erlebten zwei sehr unterschiedliche Welten, im ersten Teil historische Städte wie zb: Hitzacker aber auch viele mehr, langläufiges Gebiet mit historischer Elbe – Schifffahrt. Der zweite Teil bot uns einzigartige Naturlandschaft. Die ca. 200km lange Strecke bis Melnik wurde zur Herausforderung. Man braucht schon Wille und Durchhaltevermögen. Ab Melnik bis Dresden wieder ganz normale Radtouren -Bedingungen. Das viele “Erlebte” hier zu erzählen ist unmöglich.

In Abu Dabi waren wir nicht, aber sonst überall

Zwei Nächte zum 60iger (Illmitz, Andau)

Zwei mal Heurigenbesuch, beim Gangl (Illmitz) & Scheiblhofer (Andau)

Zwei Nächte im Burgenland

Tag 1 (Anreise Petronell – Prellenkirchen – Illmitz)

Wir treffen uns in Prellenkirchen mit der Familie Brandl und fahren bis Zurndorf (Bäckerei Naglreiter), ein kleines Frühstück zum Auftakt. Gleich neben am Standesamt wird gerade geheiratet, daher etwas Gedränge bei den Radabstellplätzen.

Es geht weiter nach Gols, im Biergarten sind wir mittags, für den Hunger gibt es eine Bratwurst mit Krügel Bier und Kirschradler für uns.

Ein sehr starker Rückenwind treibt uns nach Podersdorf und weiter bis nach Illmitz zu unserer Unterkunft (Gästehaus Haider). Im laufe des abends treffen hier noch viele weitere Radler ein, meist E-Biker, eine alte Weinpresse wird umfunktioniert zur Akkulade- Stellfläche.

Es bleibt noch viel Zeit den Heurigen “BeimGangl” zu besuchen. Hier treffen wir auch auf Julia, unsere mehrmalige Radtouren- Begleiterin. Nach ausgiebiger Jause gönnen wir uns noch eine Nachspeise in der Eismanufaktur Dolce Vita.

https://www.famhaider.at/


Tag 2  (von Illmitz nach Andau)

Auch am Tag zwei haben wir riesiges Glück mit dem Wind. Um die Strecke etwas zu verlängern fahren wir durch das ungarische Naturschutzgebiet bis nach Fertöd. Nach kurzer Pause, müssen wir um fast 180 Grad die Richtung ändern dass wir nach Pamhagen gelangen.

Aufgrund eines Wetterumbruchs ändert sich auch die Windrichtung um 180 Grad sodass wir wieder Rückenwind bis Tadten haben. Köstliches Mittagessen im Resturant Zwickl danach landen wir punktgenau im Weingut Scheiblhofer zu Führung durchs Weingut.

Es wird ein langer Tag. Zuerst die Führung durch das Weingut und danach die Verkostung. Im neuen Scheiblhofer Heurigenlokal “The Quarter” gibt es Abendessen. Sepp und Helga, ehemalige Radkollegen stoßen auch noch dazu, es gibt viel zu erzählen. Einige Flaschen Wein werden bis spät in Nacht hinein verkostet.

https://www.scheiblhofer.at/de/weingut-scheiblhofer.html

Tag 3  (Andau – Prellenkirchen)

Im Windpark Halbturn stehen die Windräder genau richtig für uns. Im Schloss Halbturn besuchen wir die Ausstellung “Sisis Kleider” und natürlich auch die Schlosstaverne. Das letzte Mittagessen gibt es im “Pfefferkorn” in Nickelsdorf. Danach geht es wieder mit heftigem Rückenwind bis nach Prellenkirchen und Petronell.

Conclusio:
Eine sehr leichte Tour, zum ersten mal hatten wir nur Rückenwind. Eine gelungene 60iger Feier mit Bike und Kulinarik, schöner kann ein runder Geburtstag nicht sein. Ein Geschenk war auch noch das traumhafte Wetter als Draufgabe.

Hier geht es noch zu unserer ursprünglichen Planung !

Sonnenlandtour 2022

Sonnenland Radtour im Mittel-Burgenland 11.-14.6.2022

Deutschkreutz – Weppersdorf,
51, 6 km und 663 Höhenmeter

Wir freuen uns auf ein paar Tage Radfahren im Burgenland, Start und Ziel ist diesmal Deutschkreutz. Die Ortschaft ist per Zug direkt und leicht erreichbar, z.b. von Meidling in 1 Stunde und 15 Min. (Raaberbahn; wer die Geschichte der Raaberbahn dazu lesen möchte: https://www.raaberbahn.at/raaberbahn-ag)

Wir fahren direkt zum Quartier, übernachten und am Samstag soll es in der Früh losgehen. Das Weingut Gager bietet einen angenehmen Aufenthalt mit neuen Zimmern und einem tollen Innenhof mit Blick in den Keller. Morgens verschlafen ist dank der Kirchenglocken unmittelbar daneben unmöglich; uns haben sie jedenfalls aber auch nicht gestört. Das Weingut liegt in Nähe des Bahnhofes ca. 5 Minuten entfernt.

https://www.weingut-gager.at/

Am Samstag nach einem ausgiebigem Frühstück radeln wir los. Die ersten Kilometer auf tadellosen Güterwegen bieten einen traumhaften Überblick über viele Weingärten (hauptsächlich Rotweinanbau) und wir machen einen Abstecher zur Donatuskapelle mit wunderbarem Ausblick. Ein Stück weiter gibt es einen ehemaligen ungarischen Wachtturm zu sehen und einem geschichtlichen Abriss dazu. Wir fahren weiter durch Neckenmarkt und Horitschon, immer auf gut zu befahrenden Güterwegen und durch Ortschaften mit liebevoll gepflegten Gärten. Freundliche Bewohner grüßen uns auf der Fahrt.

In Raiding ein Stopp beim Liszt am Bach Cafe/Restaurant. In unmittelbarer Nähe das Liszthaus, und für Lisztfreunde auch das Programm. Ein weiterer Höhepunkt des Tages übrigens war ein junger Radler mit einem Hunderucksack. Sein Liebling schaute uns interessiert zu (wir hielten gerade an) und war dann auch schon mit seinem Herrchen weg.

https://liszt-haus.at/

https://www.lisztfestival.at/programm/

Nächste Ortschaft Unterfrauenhaid und dann zweigen wir ab nach Lackenbach, wenige Kilometer zur ungarischen Grenze und 1222 erstmals urkundlich erwähnte Ortschaft. Im Schloss finden wir diesmal keine Stärkung, dafür aber im Gasthaus zum Schilling eine nette Wirtin und die erwartete Stärkung dazu. Auf der Nachspeisenkarte auch Tichys Eismarillenknödel.

https://zumschilling.at/

Nach dem Essen fahren wir weiter nach Weppersdorf zum reservierten Quartier Gasthof Berlakovich.

http://www.gasthof-berlakovich.at/

Es begrüßt uns die junge Wirtin und ein kräftiger Tusch der Blasmusik (oder gilt der doch der stattfindenden Geburtstagsfeier??). Die Zimmer sind auch hier sehr schön und komfortabel und gehen nach hinten, man hört von den Feiern recht wenig. Da wir sehr gut in der geplanten Zeit liegen, beschließen wir doch ohne Gepäck noch die Runde über Tschurndorf und weiter nach Kobersdorf anzugehen. Stop bei der Heilquelle in Kobersdorf , wo wir unseren Durst löschen. Die Heilquelle ist auch Treffpunkt der Einheimischen, bekannt auch die Schloss Spiele Kobersdorf.

https://www.kobersdorf.at/ausflugsziel_detail.php?ai=8

https://www.kobersdorf.at/

Weiter nach Markt St.Martin und durch den Hildegard v. Bingen Park und entlang des Stoober Bachs radeln wir zurück nach Weppersdorf zum Quartier und haben dadurch am nächsten Tag (Regen?) eine kürzere Strecke zu bewältigen.

Am Abend essen wir im Gasthaus Fuchs auf der Hauptstrasse in Weppersdorf. Montag und Dienstag Ruhetag, für alle anderen Tage unbedingte Empfehlung dort zu Essen. Die Haube ist mehr als verdient.

https://www.gasthaus-fuchs.at/

Weppersdorf- Kirchschlag,
43,1 km und 380 Höhenmeter

Nach dem Frühstück (und nach Erwachen auch von Irmgards Kreislauf sowie korrekt geladener Offlineösterreichkarte bei mir) sitzen wir wieder auf und radeln über Markt St.Martin und Neutal durch Stoob und Oberpullendorf. Durch das Zentrum am Sonntag zu radeln macht Spaß, wenig Verkehr und die ersten Cafés haben bereits offen. Wir folgen dem gut beschilderten Wegweisern über den Burgstallberg nach Piringsdorf. Schön langsam meldet sich wieder der Hunger und auf Empfehlung eines Einheimischen kehren wir in Unterrabnitz beim Cafe-Restaurant „Zum Emil“ (leider nicht in unserer Offline-Karte verzeichnet) ein. Unsere Marketingtipps (Hinweise auf Restaurant am Radweg) sind bereits bei der Gemeinde eingereicht, harren aber auf eine positive Entscheidung derselben…

https://www.zumemil.at/

Nach dem Essen folgen wir weiter der Rabnitz und fahren über Schwendgraben nach Oberrabnitz. Mit doch einigen Höhenmetern und einer avisierten Schotterstrecke bergab kommen wir nach Kirchschlag in der Buckligen Welt und erreichen noch vor dem Ruhetag (Sonntag ab 16 Uhr) das Hotel Post/Hönigwirt. Leider sind die Fahrradständer von Autos zugeparkt, aber eine gute Jause nach dem Duschen entschädigt und für unsere Räder gibt es auch einen versperrbaren Raum. Eine kurze Wanderung zum nahegelegenen Feuerturm ist noch vor dem Abendessen möglich.

https://www.hotel-post-hoenig.at/

https://www.niederoesterreich.at/ausflugsziele/a-blickplatz-feuerturm

Kirchschlag-Lutzmannsburg,
53,4 km und 290 Höhenmeter

Es gibt das bisher umfangreichste Frühstück und die Anschaffung einer neuen passenden Trinkflasche, der Kauf eines Rasierapparates wird auf die Rückkehr verschoben und dafür das eigene etwas ältere Erscheinungsbild in Kauf genommen. Der Zöbernbachradweg gefällt uns auch sehr gut, Details des Familienradweges unter

https://www.wieneralpen.at/a-zoebernbach-radweg

Über Bubendorf und Deutsch Gerisdorf kommen wir nach Langeck und ab dort neben der Hauptstrasse nach Lockenhaus. Beim Sportplatz gibt es einen tollen Blick auf die Burg. Nach dem Apfalterberg in Rattersdorf beschliessen wir noch einen Abstecher zu einem Kraftort (Liebing- ca. 350 Jahre alte Kastanienbäume mit 10 Meter Umfang) zu machen, nach unserer Meinung kommen dort nicht viele Leute hin, obwohl es ein sehr schöner Platz ist. Die letzten 250 Meter sind auf Schotter und eher rumpelig zurückzulegen.

https://dkaestnklauba.at/kraftplatz.php

Die nächsten Kilometer sind geprägt von der Suche nach Lokalen für Mittagessen-leider ohne Erfolg- somit lassen wir, was das Essen betrifft, zwangsweise Mannersdorf an der Rabnitz, Klostermarienberg und Frankenau „links“ liegen und fahren direkt nach Lutzmannsburg. Auch dort nicht sehr viel Auswahl, aber bei Pischapu gibt es ein ausgiebiges Essen.

Wir radeln dann so wie bereits einmal eine Runde zusätzlich in Lutzmannsburg zum Thermengebiet und zum Grenzübergang nach Ungarn, dort ist auch noch als Gedenken an 1956-2006 ein Originalstacheldraht zu sehen.

https://pischapu.eatbu.com/?lang=de

Unsere Quartiergeber in der Pension Schlögl sind im Weingarten arbeiten, aber nach telefonischer Abstimmung dürfen wir bereits die fertigen Zimmer beziehen und uns erfrischen, bevor ein heftiger Regenguss niedergeht. Der geplante Heurigenbesuch am Abend scheitert am Veto der Gastgeber wegen einer geschlossenen Gesellschaft, und daher bleibt nur unser Lokal von Mittag.

Familie Schlögl verkostet mit uns noch einen guten Tropfen und wir plaudern noch ein wenig.

Für den kommenden Tag haben wir uns vorgenommen, den 11 Uhr 13 Zug nach Wien in Deutschkreutz zu erwischen und daher nehmen wir uns ein schnelleres Frühstück und einen früheren Aufbruch vor.

https://www.pension-schloegl.at/

Lutzmannsburg-Deutschkreutz,
31,1 km und 300 Höhenmeter

Am nächsten Tag nach dem Frühstück radelt Pepito schon mal vor, um den ganzen Track mit Sicherheit abzuarbeiten (vor Deutschkreutz gibt es eine 5 km-Schleife, die wir als restliche Teilnehmer, falls es mit dem Zug knapp wird, auslassen könnten).

Nach den vielen Touren können wir unsere Leistung und den Weg recht gut einschätzen .Wir verlassen Lutzmannsburg über den Güterweg Lutzmannsburg-Kroatisch Minihof. Kleinwarasdorf und dann geht es Richtung Kreutzer Wald. Nach Prüfung der Uhrzeit geben auch wir für die 5 km Schleife grünes Licht und und wir schaffen mit Punktladung 11 Uhr in Deutschkreutz, die Radtour. Am Anfang des letzten Tages geht es eher bergauf, aber wunderbare Aussichten, große Felder und auch Windräder in der Landschaft.

Fazit:

schöne, auch familientaugliche Tour auf asphaltierten Güterwegen und wenig befahrenen Strassen, immer auch die Möglichkeit Kultur zu genießen. Auf die rechtzeitige Möglichkeit sich zu stärken achten, v.a. an den beiden ersten Wochentagen. Wer es eher sportlich anlegen will, kann die Tour auch in kürzerer Zeit absolvieren.

Hier kannst du nach unsere alte Planung einsehen.

3 Nächte in Südböhmen

Budejovice , Schloss Hluboká nad Vltavou & Český Krumlov

Eine drei Nächte Tour in Südböhmen

Tag 1 (Budweis und Schloss Frauenberg)

Anreise mit der Bahn von Wien FJB nach Budweis. Umstiegsbahnhof ist Ceske Velenice kurz nach Gmünd. Zum Glück gibt es keine weiteren Räder am Bahnhof, denn die hätten im Zug keinen Platz mehr.

Unsere vorgebuchte Brauereibesichtigung schaffen wir gerade noch, da der Zug wegen Stromausfall Verspätung hat. Wir müssen unser Mittagessen im Brauereirestaurant leider auf 20 Minuten abkürzen.

Wir erleben eine sehr aufschlussreiche Besichtigung durch die Brauerei. Sachkundig wird uns alles erklärt. Noch dazu eine exklusive Führung nur für uns vier durch das ehrenwerte Haus.

Es bleibt nicht viel Zeit denn unsere nächste vorgebuchte Führung startet um 16:00h in ca. 12 Kilometer entferntem Schloss Frauenberg. Zum Glück ist der Radweg entlang der Moldau sehr gut asphaltiert und wir können etwas schneller treten.

Es erwartet uns ein herrliches Schloss mit einer ebenso wunderbaren Ausstattung. Das Schloss kann man nur mit einer Führung besuchen. Die Führung ausreichend u. knapp nach Staatsmuster

https://de.wikipedia.org/wiki/Budweis
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Hlubok%C3%A1_nad_Vltavou

Tag 2  (bis nach Krumau)

Es soll nicht mehr so stressig werden wie am Vortag. Wir radeln von Hluboká nad Vltavou nach Český Krumlov. Die Strecke wird allerdings enorm anspruchsvoll, eine Steigung nach der anderen. Auch die Wege mal gut mal schlecht, wir kommen kaum voran.

Gegen 14:00h erreichen wir Krumau. Der erste Eindruck entschädigt die mühen der Strecke. Leider schaffen wir es nicht eine Bootstour zu buchen. Dafür laufen wir mehrmals durch die Altstadt inklusive Burg. Enorm viele Touristen bummeln durch die Stadt.

Für das Abendessen buchen wir extra ein Lokal am Moldauufer. Beste Aussicht zu der Anlegestelle der eintreffenden Boote. Leider wird das Lokal durch einen heftigen Platzregen leergefegt. Wenigstens unser Tisch bleibt halbwegs trocken sodass wir Abendessen können.

https://de.wikipedia.org/wiki/%C4%8Cesk%C3%BD_Krumlov

Tag 3  (Krumau – Bad Leonfelden)

Schon am Vortag ging es schwer voran…….. bei den heutigen Steigungen gibt es  noch eine Steigerung, bis Bad Leonfelden haben wir uns 50 Kilometer vorgenommen.  Es geht zäh voran, die Wege auch sehr unterschiedlich, von allem was dabei. Wieder müssen wir ein paar mal das Rad schieben. 

Nach 25 Kilometer Mittagessen in Rožmberk nad Vltavou (Rosenberg). Wir sind froh das wir es schon bis hierher geschafft haben. Die Labstelle kommt genau richtig, es gibt auf dieser Strecke nicht viel Einkehrmöglichkeiten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ro%C5%BEmberk_nad_Vltavou

Nach Mlynek geht es auf steinigem Boden auf den EuroVelo7 entlang des ehemaligen eisernen Vorhanges über die grüne Grenze nach Österreich. Dabei treffen wir eine Zeitzeugin die über die Vertreibung und Zerstörung ihres Geburtsortes durch die Russen in der Nachkriegszeit berichtet, (sehr beeindruckende Erzählung).

Nur ein paar Wanderer sind hier unterwegs. Die Wege sind zu schlecht um Rad zu fahren. Aber wir schaffen es dann doch noch. Kurz nach der Grenze wieder in Österreich bietet sich eine Gaststätte zur Rast an. Wir kehren ein und es muss natürlich ein Most getrunken werden, wir sind müde und ziemlich geschafft, aber doch noch fröhlich im Mühlviertel angekommen.

Nach der Rast geht es weiter nach Bad Leonfelden. Die Wege werden aber noch schlechter, es geht über eine Wiese. Dennoch bringen wir die paar Kilometer schnell hinter uns. Wir sind auf einer Höhe von ca. 800 Metern angelangt, rein nach Bad Leonfelden dürfen wir dann doch noch bergab auf Asphalt fahren.

Tag 4 (Bad Leonfelden – Linz)

Der letzte Tag unserer Tour. Heute geht es bergab nach Linz, nur 40 Kilometer, jedoch müssen wir dort zehn Kilometer durch die Stadt radeln. Die ersten 25 Kilometer rasen wir auf bester Straße abwärts Richtung Linz. In Gallneukirchen kommt es zur ersten Rast. Wir liegen gut in der Zeit.

Ab Gallneukirchen werden die Wege wieder schlechter. Es geht zwar meist bergab, aber die Vororte vor Linz durchqueren wir auf rumpeligen Straßen. Durch Linz bis zum Bahnhof geht es auch nur mehr mit gutem Navi, ein Stück auf der Straße ist wegen fehlender Radwege auch von Nöten.

Zum Abschluss gönnen wir uns ein Bier im Klosterbräu und warten auf die Zugabfahrt. Die Reise mit dem ICE mit unseren Rädern wird ein Alptraum. Der Zug war überfüllt, offenbar hatten wenige Reisende eine Platzreservierung, nur mit Ellbogentechnik erreichten wir den Ausstieg mit unseren Rädern.

Conclusio:
Eine sehr anstrengende Tour mit kulturellen und landschaftlichen Highlight’s. Budweis und Krumau (UNESCO-Weltkulturerbe) sind besonders einen Besuch wert. Auch sehr interessant entlang der Moldau zu radeln, mit viel Materialverschleiß (Bremsen) ist zu rechnen.

Hier geht es noch zu unserer ursprünglichen Planung !

Weinschmankerl zum 60iger

Radtour St.Pölten-Krems-Rohrendorf-Cuveerunde-Hainfeld-Baden oder auch 60er Jubiläumsradtour

26.-29.5.2022

Die Jubiläumstour zum runden Geburtstag startet in St.Pölten (die Anreise diesmal echt chaotisch, reservierte Plätze nicht vorhanden, am Bahnsteig zusätzliches Personal der OEBB aber nicht aktiv handelnd z.T.), gut dass es nur ca. eine halbe Stunde dauert von Wien Meidling bis St.Pölten ( unsere Räder standen deshalb in ganz normalen Eingang ohne Fahrradstellplatz, worüber der kontrollierende Schaffner nur mild lächelte und nichts sagte).Anreise von Petronell mit 30 min. Verspätung.

Alternative beim nächsten Mal: Westbahn.

Nach der Ankunft radeln wir über Großhain und Gerling zu einem Bauernladen in Fugging, erste Stärkung nach den Anstrengungen der Hinreise. Nach Stazendorf gehts zum kleinen Anzingerberg und durch Meidling im Tal. Nach Furth bei Göttweig erste Hinweise zum Donauradweg, und dann gehts auch schon über die Donaubrücke Krems. Es ist auch die Jahreszeit, wo diverse Sportfeste und Ortsschaftsfeiern stattfinden, wir bemerken öfters entsprechende Vorbereitungen bzw. sind Wettbewerbe bereits im Gang. In Krems natürlich mehr Verkehr, aber nicht weit zur Sandgrube 13, wo eine Erlebnisführung inklusive Kostprobe und Vorführung mit 3-D Brille wartet.

https://www.winzerkrems.at/

Von der Sandgrube sind es nur mehr etwas mehr als 3 km zu unserem Quartier für die nächsten 2 Nächte.

https://www.rosenbergerwein.at/

Wir können eine echte Empfehlung für dieses Quartier aussprechen, sehr nette bemühte Gastgeber, Weinverkostung mit viel Hintergrundwissen, tolle Zimmer, mehr als ausreichendes Frühstück. Geeignet auch für Wohnmobile als Stellplatz und idealer Ausgangspunkt für viele Touren zu Fuß oder per Rad.

Am nächsten Tag machen wir uns auf die Cuveerunde (bereits beschrieben :

https://www.pedaltreter.at/category/demnaechst/)

Die Tour ist durch gleichbleibenden Anstieg vor Gföhl eigentlich gar nicht so schwierig, das Wetter meint es auch sehr gut mit uns. In Gföhl finden wir ein sehr nettes Wirtshaus zum Goldenen Kreuz und einen ruhigen Platz im Freien. Der Wirt schenkt uns eine Radkarte und berichtet von Parkscheinproblemen der Gäste in Wien (seit März 2022 Kurzparkzone!) und natürlich knapp vor Heimkehr ist noch Zeit für Eis.

http://gasthaus-haslinger.at/start/

Dann heisst es Abschied nehmen von Fam.Rosenberger ( nach Weinbestellung und Einkauf Senf…) Wir fahren beim Heizwerk Theiß vorbei zur Donau und über die Donaubrücke St.Georg-Kremser Schnellstraße ans andere Ufer, natürlich getrennt v. Autoverkehr. Hier trifft man naturgemäß bereist mehr andere Radfahrer, die an der Donau unterwegs sind. Längere Fahrt am Treppelweg, und wir folgen dann der Traisen (die uns einiges abverlangt-starker böiger Wind!) am Traisentalradweg. Der Radweg zieht sich heute für uns schon etwas und das Freizeitcenter Ratzersdorf kommt gerade recht für eine Pause. Am Sonntag findet ein Triathlon statt, daher sehen wir viele Sportlerinnen und Sportler auch schwimmen und laufen. Dann wieder entlang der Traisen, der Wind lässt erfreulicherweise nach.Wir überqueren die Gelsen und nach etwas Suchen finden wir ein Cafe. Wir stärken uns wieder mit einem Eis, und fahren weiter. Das letzte Stück bis Hainfeld zu unserem Quartier kommt uns dann doch abwechslungsreicher vor, St.Veit an der Gelsen und Rainfeld werden durchquert. Wir kennen von einem vergangenen Aufenthalt das Quartier Haginvelt und bleiben eine Nacht.

https://www.haginvelt.at/

Beim Abendessen überlegen wir einige Optionen für den letzten Tag/Heimfahrt wegen schlechter Wettervorhersage. Aber wir haben Glück und kommen trocken über 48 km bis Baden. In Hainfeld gibt es an diesem Tag einen Flohmarkt, daher sind einige Plätze und Strassen gesperrt. Bei der Ramsau (Nomen est omen!) steile Stücke, daher aber auch tolle Abfahrten und Ausblicke. Nach Kaumberg kommt bald Thenneberg und Altenmarkt an der Triesting, hier wieder mal eine Umleitung, aber nicht lange auf der Strasse. Am Weg hinauf zum Hafnerberg nehmen wir ein Teilstück einer Mountainbikestrecke, wo wir die Räder schieben und sogar einige Stufen hinauf tragen müssen. Die Alternative wären die Serpentinen auf der Strasse zu fahren. Das Wetter bleibt uns gewogen und ab Alland auf dem funkelnagelneuen Helentalradweg über Mayerling und Sattelbach rollen wir talwärts.

https://www.wienerwald.info/a-helenentalradweg

Abschluss dann in Baden (es beginnt nun wirklich nasser zu werden) im Restaurant Edelsberger, mit innovativer Küche in Superqualität , etwas exotisch und besonders freundlich. Auch eine echte Empfehlung!

https://www.edelsberger.at/

Nach einem ausgiebigem Essen als wirklich schönem Abschluss unserer Radtour noch ein kurzes Stück zum Bahnhof Baden und mit REX/Wiesel auf die Heimreise- diesmal komplikationslos!

Zur Info:
Das war unsere ursprüngliche Planung Kremser Weinschmankerl

Weinviertelradtour (Buschberg)

Weinviertelradtour, 21.-22.Mai 2022

Als Training für kommende Touren in Niederösterreich sowie als Formüberprüfung nach Erkrankung Covid wollen wir diesmal im Weinviertel eine 2 -Tagestour fahren, abgerundet durch Treffen mit Verwandten.

Samstag, 21.Mai,

59 km und ca. 700 Höhenmeter

Anfahrt wieder zu 4t per OEBB bis Mistelbach, problemlos. Dort treffen wir den 5.Radler, der uns eine Teilstrecke am Rad elektrisch unterstützt begleiten wird. Wir radeln aus Mistelbach hinaus und gleich geht es ins Grüne. Der Weg ist vom Gewitter der vergangenen Nacht noch teilweise feucht und hinterlässt auf den Rädern (aber keine gravierenden) Spuren. Die Gegend ist wirklich wunderschön, von der Jahreszeit her, alles grün, Felder wogen wirklich im Wind. Abzweigung nach Eibesthal, und über den 282 m hohen Goldberg weiter nach Kleinhadersdorf. Zeit für einen Stärkung in Poysdorf im Café Eisenhuthaus. Unser gewählter Platz ist lt. Tischnachbar reserviert, wir übersiedeln in den Schatten und genießen eine nette Pause in altem Gemäuer.

https://www.eisenhuthaus.com/

Von Poysdorf geht es Richtung Norden, es folgt ein Radstück unmittelbar neben der Schnellstrasse, doch ein Gegensatz zu den absolvierten Güterwegen. Eine herausgesprungene Kette wird schnell verarztet und es geht weiter nach Poysbrunn und Richtung Falkenstein.Es kommen doch einige Höhenmeter zusammen, in der Kellergasse ( eine der bekanntesten Kellergassen!) gibt es trotz Baustellen doch einige Touristen und Gäste, und wir fahren auch in Falkenstein beim Bilderrahmen vorbei mit Blick auf die Burg. Anschließend eine Erholungspause am Ortsende Nähe Dörfl Richtung Zlabern, eine Cousine zieht dort neu ein und wir bekommen eine Hausführung, vorher natürlich eine Stärkung. Das angepeilte Abendessen in Wulzeshofen muss um 1 Stunde verschoben werden, telefonisch kein Problem.

https://www.falkenstein.gv.at/de/Kellergasse_Oagossn_4

Weiterfahrt zum geplanten Quartier in Wulzeshofen, es geht gleich einmal bergan (Landmann, Galgenberg Wald). Eine für uns sinnlose vorgeschlagenen Route über einen gemähten Wiesenweg lassen wir aus und radeln immer westwärts. Es folgt Zlabern, und südlich von Kirchstetten erreichen wir Neudorf im Weinviertel, uns allen aus Kindheitstagen bekannt.Güterwege (auf denen wir einmal einem landwirtschaftlichen Ungetüm ausgewichen sind am Weg, die Geräte sind wirklich breit und hoch!) führen uns nach und durch Laa/Thaya, teilweise auf unbekannten kleinen Radwegen.Nördlich vom Waldgasthof Lindenhof fahren wir weiter und vorbei am Bio Gutshof Blaustauden.

http://www.blaustauden.at/

Jetzt ist es nicht mehr weit zum Gasthof und Gästehaus Bsteh. Freundlicherweise erhalten wir die beiden nach hinten und somit sehr ruhig gelegenen Zimmer und nach Dusche geht es zum Abendessen. Aus den geplanten 6 Leuten werden es erfreulicherweise mehr, für die sehr netten und sympathischen Wirtsleute überhaupt kein Problem. Der 75jährige Seniorchef erzählt uns gerne einige Schmankerl aus seinen Erlebnissen. Super-Essen, unbedingte Empfehlung!

https://www.bsteh.at/

Sonntag 22.Mai

49 km und 606 Höhenmeter

Gestärkt nach dem Frühstück radeln wir kilometerlang auf Güterwegen zwischen riesigen Feldern entlang, Richtung Süden.Die kleinen Steigungen absolvieren wir problemlos, erster Ort ist Stronsdorf, danach Patzmannsdorf. Nun kommt der Kreislauf ins Spiel, der steigt ganz schön an, es geht bergauf durch den Ernstbrunner und Leiser Wald. Wir treffen einige Radfahrer, und sind für den gespendeten Schatten sehr froh. Aber da sollte noch einiges kommen….

Geplant haben wir eine Mittagsrast in der Buschberghütte

https://www.leiserberge.com/system/web/gelbeseite.aspx?typ=16&letter=ALLE&detailonr=219031937-795&cmd=az&menuonr=224557013

Nach Klement gibt es eine erfreuliche Abfahrt und wir wissen, es geht dann noch einmal hinauf zur Buschberghütte. Aber: der ausgesuchte Weg hinauf entpuppt sich auch als schmaler Wanderweg, der quer auf den Berg hinauf führt, sehr ruppiger Boden, teilweise im Wald, wir müssen dann doch die Räder schieben. Das war wirklich ein Training für die Kondition.

Dafür erwartet uns oben in der Hütte trotz angekündigten Personalproblemen ein gutes Essen und v.a. trinken und es bleibt Zeit für ein Foto Gipfelkreuz und Radarwarte.

http://www.wabweb.net/radio/sender/flug-radar.htm

Den weiter vorgeschlagenen direkten Weg durch den Wald nach Michelstetten lassen wir mit der nun gewonnenen Erfahrung links liegen und fahren rechts über die Strasse (heute fast kein Verkehr) nach Michelstetten. Wieder eine kleine Pause in der Sonne bei einem Weinkeller, danach fahren wir weiter nach Mistelbach zum Zug, der uns auch Hause bringen soll. Am Weg gibt es in Olgersdorf noch ein privates Biotop zu besichtigen und am Weg liegt Asparn mit Museum f.Urgeschichte, wo heute auch ein Fest mit Musik geboten wird.

https://www.mamuz.at/de/startseite

Es bleibt noch Zeit für einen Besuch im Cafe/Eissalon Harlekin. Dann brechen die uns begleitenden Einheimischen wieder auf nach Hause und wir schaffen es bequem zum Zug nach Wien.

https://www.cafe-harlekin.at/

Long Power Trip

Radtour Petronell – Marchegg- slowak. Naturschutzgebiet – Wien

Mittwoch 4.Mai 2022

Bei gutem Wetter zu Beginn treffen Josef und Josef in Petronell am Vormittag um 10:14 zusammen. Die Anfahrt per OEBB war eigentlich problemlos, in Wien waren noch die Sitzplätze unmittelbar bei den Radabstellplätzen von einer Kindergartengruppe am Weg zum Praterstern/ Praterbesuch besetzt.

Zu Beginn führt der Radweg parallel zum Bahngleis auf guten Güterwegen nach Bad Deutsch-Altenburg und die Auffahrt auf die Andreas-Mauerer-Brücke. Eine lange Gerade, getrennt natürlich vom Strassenverkehr. Es ist heute eine „Gravelbiketour”, und wir sind von Anfang an recht flott unterwegs.

Die B49 wird am Weg nach Engelhartstetten durch einen kleinen Bogen umfahren, hier ist der Untergrund nicht asphaltiert, aber trotzdem gut befahrbar. Nach einem kleinen Teil auf der B49 die Abzweigung nach rechts zu einem Pferdegestüt (die Tiere schauen alle recht wertvoll aus) , dann wartet auch schon Schloss Hof auf uns. Bei Anfahrt 2 Möglichkeiten, die eine weniger steil über die Strasse, wir nehmen den Radweg, Achtung, hier ein kurzes aber sehr steiles Stück.

https://www.schlosshof.at/

Es folgt ein langes gerades Stück nach Marchegg, und wie immer am Rad bekommt man viel mit über das Leben in der Stadt, wo wird neu gebaut, was verfällt.

Dann treffen wir auf die neue Radbrücke über die March, auf österreichischer Seite werden sogar noch die letzten Fertigstellungsarbeiten vorgenommen und es wird angemalt (Eröffnung am Samstag 7.Mai 2022!)

https://www.radlobby.org/noe/7-mai-2022-vysomarch-eroeffnung-der-fahrradbruecke-in-marchegg-vysoka-pri-morave/

Danach folgt eine Fahrt durch ein wunderbares Naturschutzgebiet, immer wieder anschaulich mit Schautafeln in 3 Sprachen erklärt. Hier älterer Asphalt, teilweise in kleinen Stücken aufgebrochen und durch durchwachsende Baumwurzeln recht hoppelig, diese Stellen sind durch Farbe gekennzeichnet, trotzdem Vorsicht geboten und Lenker festhalten empfohlen.

Falls es regnen sollte, auch geschützte Holz- Unterkünfte im Freien vorhanden. Bei Nevinska Nova Ves fahren wir wieder zurück über die Brücke Richtung Schloss Hof, wo wir schon waren. Es folgt ein Teilstück , wo man auch auf die steile Abbiegestelle trifft, die wir früher gewählt hatten. Nach Engelhartstetten zweigen wir ab und es wird langsam Zeit für eine Mittagspause. Über Loimersdorf radeln wir nach Kopfstetten, in der Hoffnung bei Nah und Frisch eine Stärkung zu bekommen. Leider hat der Markt zu, es wird zwar gekocht, aber nur bis 13 Uhr, wir sind rund 30 Minuten später dran. Nach Studium der Karte soll die Stärkung nun im Schloss Eckartsau stattfinden, bei Wildwürsteln, die schon in der Vergangenheit gut mundeten.

Die Pause dort war sehr angenehm, wenig los, wir wählen Essen und Getränke, anstands- und kostenlos werden die Trinkflaschen mit Leitungswasser aufgefüllt. Ein super Tisch im Freien im Garten gefunden. Unbedingte Empfehlung!

https://www.schlosseckartsau.at/

Der Blick auf die Uhr zeigt uns wir sind heute wirklich schnell unterwegs und entscheiden weiter nach Wien zu radeln. Es wir der bekannte Damm, gut befahrbar, aber trotzdem für viele Radler ein ärgerliches Teilstück, und es soll auch Leute geben, die den Abschnitt Don-Aua-Radweg nennen, v.a. bei heftigem Gegenwind; wir treffen heute einige Radtouristen mit Gepäck und eine Herrenrunde, alle 70+. und alle elektrisch unterstützt.

Dann kommt schon das Tanklager (Industriecharme!!), macht immer einen eigenartigen Eindruck neben dem Naturschutzgebiet. Weiter direkt neben der Neuen Donau radeln wir bereits mit einigen Tropfen bis zur Steinspornbrücke (über die 2 europäische Fernwanderwege E4 und E 8 führen) , dort queren wir auf die Donauinsel und Josef packt das Regengewand in der Vienna Watersports Arena aus, Himmel hat sich dunkel gefärbt.

https://www.viennawatersportsarena.at/

https://de.wikipedia.org/wiki/Steinspornbr%C3%BCcke

In Höhe Praterbrücke trennen sich unsere Wege, ich fahre durch den Prater und den 3.Wr.Gemeindebezirk Erdberg und dann Favoriten nach Hause Richtung Atzgersdorf.

Josef fährt noch weiter, es geht dann über insgesamt ca. 130 km nach Fischamend und per OEBB wieder nach Hause nach Petronell.

Insgesamt eine schöne Tour, absolut auch für Ausflüge mit kulturellem Beitrag geeignet.

Wir haben gute Erfahrung gemacht mit gefüllter Trinkflasche und Müsliriegel bzw. ein gutes Weckerl kann nie schaden. Manchmal gibt es doch zugesperrte Lokale und Ruhetage….

Link: Donauauen

https://www.donauauen.at/

Elberadweg Teil 1 Cuxhaven – Dresden

Elberadweg Teil 1 von Cuxhaven nach Dresden abgeschlossen

Es war neben der Radtour Amsterdam–Bregenz, der Tour entlang den Inn vom Maloja Pass über Passau, nach Petronell-Carnuntum die drittlängste Tour meiner Laufbahn. Der 820 Kilometer – langen Strecke mit eigenem Charakter, würde ich auf Platz drei einreihen.

 

Unterschiede zu unseren Standard Touren:

*) das nördliche Wetter
*) norddeutsche Pflastersteine
*) der lange Damm
*) weniger Rad Infrastruktur
*) weitläufige Landschaft
*) sehr gute Unterkünfte

Fast zum Verhängnis geworden ist uns der Deutsche Bahn Streik. Die Rückreise mussten wir auf Flixbus umbuchen. Zum Glück hatten wir keine E-Bikes dabei, sonst wäre diese Option ins Wasser gefallen. https://www.flixbus.at/service/fahrrad-mitnahme

Wegen der COVID-19 Problematik 2021 haben wir diesmal bewusst die Hilfe von einem professionellen Veranstalter in Anspruch genommen. https://www.elbe-rad-weg.de/elberadweg/dresden-hamburg.5.html

Freundlicherweise ist Elbe-Touristik auf unsere Bedürfnisse eingegangen. Die angebotene 14 – Tage Tour von Hamburg nach Dresden kürzten wir um einige Tage, dafür ist Cuxhaven–Hamburg dazugenommen.

Im Nachhinein betrachtet war das genau die richtige Entscheidung. Meist vier **** Hotels, die wir selbst nie gebucht hätten. Organisation einfach perfekt, es hat nie ein Problem gegeben, COVID-19 bedingte Änderungen wurden ohne unserem Zutun erledigt.

Anreise:

Mit dem Intercity IC bis Hamburg ist umständlich. Der ganze Zug hat nur drei Radstellplätze!!!

Wir müssen auch noch einmal umsteigen…. Die fehlenden Radstellplätze werden rasch zum großen Problem, es kommt plötzlich eine Lautsprecherdurchsage …

„Alle Radbesitzer sollen zu Ihren Rädern kommen…?“ Wir gehen zu unseren Rädern und was uns erwartet ist Chaos pur, drei Security – Leute, zwei Schaffner versuchen ein logistisches Problem zu lösen. Zu viele Räder (zerlegt in Rahmen, Vorder- und Hinterrad auf unseren Radtaschen auf der Gepäckablage) und zusätzlich noch 3 Fahrräder + Gepäck auf lediglich drei offiziellen Plätzen. Das entwickelte sich zu einer einstündigen Kabarett Gratisvorstellung.

Die Rückreise sollte dann ganz anders kommen als geplant, dazu später mehr.

21.8.2019 Anreise nach Cuxhaven

Die Helgoline Fähre (Katamaran Halunder-Jet) „https://www.frs-helgoline.de/fahrplan/nach-helgoland“ startet pünktlich um 9:00h. Wir sind ohne Probleme an Bord gegangen, die Radtaschen mussten wir nicht abmontieren. Die Sitzplatzreservierung klappte nicht nach Wunsch, zum Glück ist die Fähre nur zu einem Drittel belegt, da konnten wir unsere Plätze selbst aussuchen. Das Panorama auf den Hamburger Hafen ist einzigartig. Gegen Mittag legen wir in Cuxhaven an. Heute ist noch eine kleine Einschleiftour durch Cuxhaven vorgesehen, ein Stück am Nordseeküstenradweg und natürlich zur Kugelbarke (der eigentliche Startpunkt vom Elberadweg). Sonnenschein, blauer Himmel, das richtige Wetter für einen Radtouren – Start. Wir sind auch nicht die Einzigen in dieser Gegend, es ist alles vertreten was sich unter 25kmh bewegt, auch viele Badegäste, man könnte Platzangst bekommen.

22. 8. 2021

Der erste längere Radtag. Wir starten um 9:00h Richtung Hamburg. Es kommt heftiger Gegenwind auf und es ist mit Regen zu rechnen. In Neuhaus machen wir eine Kaffeepause, da haben wir bereits 26 Kilometer hinter uns.

Es nieselt und fängt stärker zu regnen an, wir haben Glück, der Imbiss mit Poststelle (ist auch Sonntags geöffnet) so dass wir dort unsere Regenbekleidung ungestört anziehen können. In voller Regenmontur müssen wir weiter…. bis Freiburg folgt dann 15 Kilometer der schwerste Teil nur Regen und starker Gegenwind. Es reicht mal vorerst, zum Glück finden wir in Freiburg ein nettes Café wo wir unsere nassen Sachen notdürftig trocknen können.

23. 8. 2021

In Wischhafen im Fährhaus wurden wir bestens versorgt, wir können unsere Sachen trocknen und das Essen ist lecker.

Von Wischhafen bis nach Stade geht es gemütlich bei leichtem Gegenwind, jedoch sonnigem Wetter weiter. Wir machen diesmal weniger Stopps, da wir uns die Altstadt in Stade ansehen wollen. Stade erreichen wir um 12 Uhr, passt genau für Dinner im Gastgarten Messerschmiede.

Ab Stade wird es dann ungemütlich. Anfangs schöne Radwege aber es wird immer schlechter. Sehr schlechte Wege, Kopfsteinpflaster, Baustellen, Wurzelwerk, am Bankett angeflickte Radwege. Die erste mögliche Fähre können wir nicht nehmen, der Fahrplan war für uns ungünstig. Wir radeln zur nächsten Fähre Granz-Blankenese was sich als perfekt erwies. Kleine Fähre die nur wenige Radler benützen, bei der Überfahrt eine wunderbare Aussicht auf den Hamburger Hafen.

Von Blankenese in unser Hotel ist es wieder schwer, der Radweg verengt sich und die Menschenmassen werden immer mehr. Dazu gesellt sich noch eine Baustelle, wir müssen über einen Park ausweichen. Fix und fertig kommen wir im „Best Western Hotel“ an. Es reicht uns für heute, wir verkosten in einem Steakhouse verschiedene Burger nach Wunsch belegt und genießen empfohlene Biere dazu, so wird es noch ein netter Abend in Hamburg-Altona.

24. 8. 2021

Der fünfte Radtag beginnt, wir werden heute Hamburg verlassen. Wegen der COVID-19 Maßnahmen durften wir bereits um 7:00h Frühstücken. Erstes Ziel heute, der Elbtunnel.

Von Hamburg heraus geht es über die Speicherstadt, wir kommen beim Wunderland vorbei, schönes Ambiente, der Radweg geht gewinkelt durch die Stadt. Wir treffen einige Radler mit Karte, die immer wieder die Wege suchen.

Nach ca. 10 Kilometer sind wir von Hamburg draußen und es geht lange auf einen besonderen Weg, ein Furchen-Beton durch ein Naturschutzgebiet. Dabei ist besondere Vorsicht geboten, denn runter vom Betonstreifen führt sicher zum Sturz.

In Geesthacht finden wir ein gutes Gasthaus. Das Stammessen schmeckt besonders lecker. Ab jetzt wird es wirklich schwer, wir müssen das Naturschutzgebiet hohes Elbufer vor Lauenburg durchqueren. Es wird ein Horror, der Waldweg ist so steinig, dass wir Angst haben das Gepäck zu verlieren. Die sechs Kilometer durch dieses Gebiet kommen uns endlos vor. Stinksauer von diesem Weg erreichen wir endlich Lauenburg. Unsere Unterkunft in der Lauenburger Mühle entschädigt wieder Vieles. Ein kurzer interessanter Spaziergang in das Elbschifffahrtsmusuem musste noch sein. Danach wartet ein Tisch im Garten auf uns wo wir ein tolles Abendessen vom Mühlenbesitzer serviert bekamen.

25. 8. 2021

Wir starten heute etwas später, die Lauenburger Mühle wird noch ausführlich besichtigt. Es geht flott voran, es ist trocken, der Wind hat zu unseren Gunsten gedreht. Erst in Bleckede machen wir die erste Rast in einer Backstube, da haben wir bereits 40 Kilometer hinter uns. Um Steigungen zu vermeiden haben wir Vortrags beschlossen bei Neu Dachau die Fähre zu nutzen. Das war eine gute Entscheidung da der Rückenwind uns förmlich nach Herrenhof treibt. Herrenhof liegt genau gegenüber Hitzacker, wir übersetzen wieder mit einer kleinen Fähre und sind direkt in Hitzacker, wo wir im sehr komfortablen Hafenhotel absteigen. Nach einer gebuchten Stadtführung gab es noch ein total gemütliches Beisammensein bei italienischen Spezialitäten in einem Wohnzimmer unserer Apartments.

26. 8. 2021

Heute starten wir früher, der erste längere Radtag und das angeblich bei Regen. Bei der Abfahrt vom Hotel Resort Hitzacker ist es noch trocken. Die Wege sind gut, es geht mit leichtem Rückenwind schnell voran. Eine Einkehrmöglichkeit gibt es auf diesem Abschnitt nicht. Da kommt uns nach 25 Kilometer ein kleiner Kiosk gelegen, er öffnet erst nachmittags, doch für uns wird schnell die Plane entfernt und wir sitzen im Naturgarten auf einer Couch, es gibt reichlich Kaffee und Kuchen. In Schnakenburg wollen wir Mittagessen, aber es gibt keine Wirtschaft. Mit Hunger erreichen wir endlich Wittenberge. Neben Baustelle und einer sehr aufwendig errichteten Notbrücke für Radfahrer erreichen wir die Alte Ölmühle. Ein Areal mit Kletterhalle – Brauerei Hotel und Strandbar. Tolles Ambiente daher keine Besichtigung mehr, ein Abzocker in der Strandbar muss es dennoch sein.

27. .8. 2021

Ein wetterbedingt wechselhafter Tag. Mal Sonne, mal Regen, man weiß nicht, was man anziehen soll. Meist Nieselregen der immer stärker wird und wieder gibt es am Weg wenig Einkehrmöglichkeiten. Da kommt uns das Deutsche Haus in Werben sehr gelegen. Wir können unsere Sachen im Garten unterm Baum trocknen, essen hausgemachten Streuselkuchen und weiter geht’s zu Esterbauers Empfehlung dem Gutshof Büttnershof , um unser Mittagsmahl einzunehmen. Kaum sitzen wir bei Tisch fängt es draußen zu schütten an, Glück gehabt wir sitzen drinnen, nach einer halben Stunde ist der Spuck vorbei.

Die vom Gutsbesitzer gemeinte Abkürzung nach Tangermünde war dann doch nicht die richtige Wahl, man sollte sich immer auf den Track verlassen.

Tangermünde haben wir nach der Suche eines griechischen Lokals einmal umrundet, Schloßgraben mit zwei Braunbären entdeckt, einige Restaurants im Urlaub oder ausgebucht gefunden, so wurde es dann ein Italiener, wo wir noch einen Tisch ergattert haben.

28. 8. 2021
Tangemünde-Magdeburg

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Ballsaal geht es mit wechselhaftem Wetter weiter, lockert sich aber im Verlauf des Tages auf. Erst in Rogätz finden wir eine Gaststätte, die Hausfleischerei lockt mit Schnitzel, jedoch ohne Soße wird das nicht angeboten, schmeckt mit Champignon trotzdem. Die erste Rast nach 40 Kilometer, es gibt nur mehr die 1000m lange Trogbrücke und das europäische Wasserstraßenkreuz zu besichtigen bevor wir durch die Parkanlagen des Herrenkrugs Magdeburg erreichen. Das Hotel in Magdeburg zu finden, beschwerlich, bergauf bei viel Verkehr und etwas außerhalb des Zentrums, somit verzichten wir auf einen Stadtrundgang, parken in der Tiefgarage, machen Wäsche, Abendessen neben kleiner Reisegruppe im Hotel…..

29. 8. 2021

Seit heute weiß ich warum die Rastplätze genau so aussehen wie im Bild. Die ersten fünf Tage hatten wir keine Probleme, dafür heute gleich alles auf einem Schlag. Wir starten bei Nieselregen, das geht ja noch. Nach 10 km wird es aber stärker und stärker… Und genau da preschen alle vor und ich hinten bemerke als Einziger den links-Abbieger, wir verlieren uns. Ich versuche via Handy die Ausreißer zu erreichen, bei strömenden Regen geht aber genau das nicht. Montiere den Wasserschutz ab, Regen verhindert den Wählvorgang, Nummer nicht erreichbar, kein Netz.  Ich aktiviere mein Nothandy, gleiches Problem, bei starkem Regen geht nichts. Auch unter einem Baum geht nichts, erst nach 15 Minuten kommen wir in Kontakt, umdrehen, falsche Richtung. Es gelingt nicht mehr fürs Navi die Wasserschutzfolie benutzbar zu machen. Das Ganze ist von innen nass, das Navi spielt verrückt, ich brauche einen Unterstand. Zufällig verlassen soeben ein paar Elbe – Radler ein Bushaltestellenhäuschen, da bin ich natürlich gleich drinnen und es gelingt mir das Navi wieder in Betrieb zu nehmen. Es geht weiter und der Regen wird noch stärker, es schüttet, habe das Gefühl große Wassermassen fallen auf uns runter. Es hilft nichts wir müssen weiter, alle sichtbaren Unterstände sind schon besetzt und wir radeln, eh schon Wurscht. Nach 43 km dann endlich die ersehnte Wirtschaft wo die Wirtin uns freundlicherweise einen überdachten Dielenvorbau aufsperrt. Triefend nass, umziehen, Regenbekleidung aufhängen ,was Trockenes anziehen und im gemütlichen Gastzimmer Essen, lecker. 

Nachmittags ist der Regen plötzlich verschwunden. Super offenbar alles überstanden. Leider kommt plötzlich eine riesige Dammbaustelle. Umdrehen nicht möglich, wir müssen da 1,5 km illegal über den nassen Schotter, die Felgen versinken auf Mantelhöhe, ein Horror. Wir haben ja alle Schilder beachtet, aber da war einfach keine Vorwarnung und nach den Radspuren hatten schon mehrere das gleiche Problem. 

Baustelle überwunden ok.

Wir müssen das Elbe Ufer wechseln und steuern eine Fähre an. Überraschung, Zeit ok, Fahrplan ok, wir haben alles richtig gemacht, aber die Fähre kommt nicht,  Nachfrage bei einem Anrainer, Personalproblem usw. ist vorübergehend stillgelegt. Wir müssen 12 km weiter zur nächsten Fähre, kann meinen Track wieder ändern, die Himmelsrichtung passt jedenfalls. 

Drei Kilometer vor der zweiten Fähre bemerkte ich plötzlich entgegenkommende Autos, die Fähre schießt mir durch den Kopf, ich erhöhe das Tempo und die Rechnung geht auf, 5 Sek. vor der Abfahrt radle ich drauf und sage es kommen noch 4Radler nach.

Nur noch die restlichen 15 km bis Dessau, dauert dann doch länger als erwartet. 

Conclusio: Der regenreichste Tag meiner Biker Laufbahn, so ein Tag gehört zu dieser Gegend einfach dazu. Im Norden ein normales Wetter, das sagen alle Einheimischen hier. Mit nur 4,6 km mehr für Umweg, Schotterweg, Baustelle, kein Fährverkehr, schafften wir es ins Ziel. Wir sind alle Wohl auf und Happy. Tolle Leistung

Heinrich’s Pension mit Café-Wirtschaft
Hauptstraße 30, 39264 Walternienburg, Deutschland
werde ich wohl nie vergessen ! (Situat
ionsbedingt zwei Stunden Aufenthalt)

30. 8. 2021
Dessau-Roßlau bis Wittenberg

Ein Erholungstag mit nur 43 km, nur die Herren sind die ganze Strecke geradelt, die Damen wollten den Panoramazug durch das Wörlitzer Gärten Gebiet nützen. War anscheinend nicht die beste Wahl, etwas enttäuscht von der Bahnfahrt und Aussicht ging es gemeinsam wieder weiter. Leichter Nieselregen begleitete uns zeitweise den ganzen Tag, gegenüber dem Vortag war das fast schon wie Sonnenschein. Die Lutherstadt Wittenberg sehen wir uns genauer an, wir buchen eine Führung, ein Lehrer war unser Stadtführer, eine Gruppe von 6 Pers. ging mit Schirm auf- & abspannen auf Luthers Spuren durch die Stadt.

Keine guten Nachrichten kommen von der DB Streikfront, wie wir nach Hause kommen wissen wir noch nicht.

31. 8. 2021
Lutherstadt-Wittenberg bis Torgau

Wir haben den schnellsten Tag hinter uns, 19 km Schnitt bis Torgau, weil wir unbedingt den Bahnhof vor Sperrstunde erreichen wollten. Nur in der Schlosstaverne in Pretzsch (Elbe) versorgten wir uns mit Kaffee u. Haustorte. Eine Baustelle erschwert uns in Torgau die Zufahrt zum Bahnhof. Auskunft über Storno oder Umbuchung gab es leider nicht, der Schalter war nicht mehr besetzt. Aber alle Achtung, alle haben das Speed Abenteuer ohne raunzen mitgetragen. Liegt das an der erreichten Routine oder am Wunsch Ungewissheit (DB Streik) zu beseitigen? Ich weiß es nicht. Essen können wir im Hotel leider nicht, Restaurants sind ausgebucht, die unfreundliche Rezeptionistin hat auch keine Ersatzlösung für uns. Schließlich finden wir eine Pizzeria mit Kellner aus Südtirol und türkischen Wurzeln der uns alles erzählt, wie ist die COVID-19 Situation in Österreich, Deutschland und wo lebt es sich besser usw. Auch über die derzeitige politische Lage in der Türkei (Erdogan) wird berichtet, er freute sich so sehr über unseren Besuch und servierte uns drei extra Runden Ouzo die von uns dankend angenommen wurden.

1. 9. 2021
Torgau bis Meißen

DB Streik, Züge nach Hause gecancelt. Die Ungewissheit wie wir wieder nach Hause kommen liegt uns schon länger im Magen. In Torgau steuern wir früh morgens einen Bahnhof an, um Infos zu erfahren. War wenig hilfreich, entweder wir fahren gleich nach Hause oder eben das Risiko das der Zug nicht fährt. Nach kurzen hin, her, treffen wir eine Entscheidung….. Doch weiter Radeln, wir würden auf bereits bezahlte zwei Tage Urlaub freiwillig verzichten.
Es ist manchmal doch gut eine jüngeres Internet-tipperling Mitglied mit zu haben. Denn Iris monitored praktisch on the fly die Deutsche Bahn Site um den Status der Züge zu eruieren.
Bei der ersten Rast ist es dann offiziell, alle unsere Züge fahren nicht “cancelt”
Flixbus als Alternative haben wir bereits früher in Erwägung gezogen,  aber lässt sich der mit 5 Räder buchen? Iris schafft auch das und wir sind glücklich.
Abends besichtigen wir Meißen, eine wunderschöne Stadt, die wir bei Abbruch nicht erlebt hätten und morgen wollen wir uns noch die Porzellan Manufaktur ansehen.
Wir haben locker 82 km geschafft.

2. 9. 2021
Die letzte Etappe bis Dresden

Gleich früh morgens geht es in die Porzellanmanufaktur, wir buchen eine Führung. Es sind nur mehr 35 km bis Dresden. Im **** „Welcome Dorint Parkhotel“ können wir uns auch unsere im Internet gebuchten FlixBus Tickets ausdrucken lassen. Gemütlich radeln wir durch die schwäbische Schweiz bis Dresden. Nur der Stadtverkehr bis zum Hotel Intercity war ein bisschen lästig. Es bleibt noch genug Zeit Dresden zu besichtigen, Irmgard und ich nehmen das Rad, alle anderen bevorzugen die Öffis um in die Innenstadt zu gelangen. Spät abends ging es zurück in unser Hotel wo wir noch gegenüber die Flixbusstation aufsuchten. Noch zwei Cocktails zum Abschied in der Bar und große Freude über gesunde ohne Pannen gelungene Tour und auf morgige Heimreise.

Conclusio

Wir haben den ersten Teil der Elbe Tour von der Quelle zur Mündung geschafft. 820 Kilometer von Cuxhaven (Kugelbake) bis Dresden Bahnhof.

Zu schaffen machten uns die norddeutschen Pflastersteine, das Wetter und zuletzt der DB-Streik. Die Unterkünfte über Elbe Touristik zu buchen wurde zum Glücksfall. Wir hatten die besten Hotels, es gab nie Probleme. Am Ende könnte es durch die Flixbus Rückreise sogar günstiger werden. Viel gesehen, erlebt und besucht. Exzellenter Auftakt mit dem Katamaran nach Cuxhaven, Kugelbake, Hitzacker, Meißen, und vieles mehr erlebt. Auch die Richtung haben wir gut gewählt, meist hatten wir schwachen bis starken Rückenwind.

Wer glaubt der Donau Radweg Schönau – Stopfenreuth sei ein langes ödes Stück der sollte es mal, mit dem Elbe Radweg versuchen. Ewig Damm, Damm und wieder Damm. Meist sehr guter Weg aber doch einige schlechte Teilabschnitte dabei.

Ohne Baustelle geht es nie, eine Mega Baustelle ist aber besonders erwähnenswert. Der einzige Radweg nach Wittenberge ging über eine Eisenbahnbrücke, die anscheinend mit schwerem Gerät saniert wird. Man hat extra für uns Radler einen zwei Kilometer langen Eisensteg mit Gerüst Auffahrt angefertigt, ein Riesenaufwand so eine Behelfsbrücke zu bauen. Die Rüberfahrt sehr riskant mit Eisentrommel Geräusch, ja das Rad kann auch Musik spielen.

Hir findest du noch unsere uhrsprüngliche Planung!
Elberadweg Part 1

NÖ-Challange

NÖ Challange 2021

    An und für sich eine gute Idee Bürger zu motivieren mehr Fitness Aktivitäten zu machen. Das bringt Vorteile für alle. Weniger CO₂, weniger Kosten für Krankenkassen sowie mehr Gesundheit und Lebensqualität. Unter einem Pseudonym mitzumachen finde ich schade. Da wäre eine eigene Liga für Anonymous verständlicher.
Man stelle sich eine Fußball-Meisterschaft vor. Im Viertelfinale spielt Anonymous gegen Anonymous. Im Halbfinale dann auch Anonymous gegen Anonymous. Im Finale gewinnt Anonymous und Vizeweltmeister ist auch Anonymous. Ob dann auch noch wer Interesse am Fußball hat?
Ich habe mir überlegt im kommenden Jahr auch unter einem Pseudonym zu fahren, bin aber dann zur Erkenntnis gekommen, dass ich das doch nicht will. Viel Glück an alle Teilnehmer im kommenden Jahr.

Weinschmankerl im Burgenland

Eine Nacht am Weingut in Andau bei Scheiblhofer. Anreise mit dem Rad über Bruck/L meist den R1 Jubiläumsradweg entlang. Zur Weinverkostung wollen wir zeitgerecht Anwesend sein. Danach Dinner und Übernachtung am Weingut,  „The Quarter 2.0“  in the Hall of Legends.

Am nächsten Tag bietet die Vila Vita Pannonia, die Neusiedlersee Fährenüberfahrt sowie ein Besuch der Freistadt Rust zusätzliches Radambiente.

https://www.scheiblhofer.at/de/weingut-scheiblhofer.html
http://www.schifffahrt-gangl.at/fahrradfaehre
https://www.vilavitapannonia.at/de
https://www.freistadt-rust.at/

Wir haben die Tour September 2021 abgeschlossen

Zum ersten Mal übernachteten wir am Weingut Scheiblhofer in Andau. Eine Führung durch den Betrieb mit anschließender Verkostung und danach den Heurigen in der “Hall of Legends” besucht. Ein einzigartiges Erlebnis das wir bei Interesse gerne wiederholen.

Am zweiten Tag ging es dann über die Fähre Illmitz-Mörbisch. Das Übersetzen des Neusiedlersees ist immer ein schönes Erlebnis. Mittagessen in Rust. Nach 80 km haben unsere Mitfahrer in Neusiedl/See die Tour beendet. Irmgard und ich sind weiter nach Bruck/L wo auch wir die Tour beendeten.

Start in Petronell und Ziel Bruck/L
Auf der Fähre Illmitz-Mörbisch

Maloja – Carnuntum

Inntalradweg 14.6.-22-6-2021 593,32 km

Hier kannst du unsere alte Planung einsehen.

Vom Schweizer Engadin, Malojapass durch Tirol bis Bayern und Oberösterreich und nach Passau

Nach den „Trainingstagen“ auf der Paradiesroute im Burgenland (siehe bereits veröffentlichten Bericht auf pedaltreter.at) fahren wir zu fünft die nächste Tour. Lange war nicht klar, ob diese wegen der Covid Problematik so auch stattfinden kann. Aber die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften lassen unsere Reise wie geplant zu und wir starten doch mit einer gewissen Ehrfurcht vor Höhenmeter und Herausforderungen an Mensch und Technik. An den ersten Tagen wollen wir unser Gepäck ins nächste Hotel vorbringen lassen (Empfehlung!)

14.6.2021 Malojapass – St.Moritz, 20 km

Wir starten mit den OEBB und da wegen Streckenarbeiten das letzte Teilstück der Bahn gesperrt ist, holt der Shuttledienst Schmid ( die übrigens eine interessante Restplatzbörse auf der Homepage anbietet!) unsere Räder und uns bereits in Innsbruck ab und bringt uns mit einer Pause zwischendurch auf den Malojapass. Start ist am Parkplatz vor der Maloja Tourist Information. Schon auf der Strecke zum Start fällt uns auf: viele Baustellen, Gegenverkehrsbereiche und viel Wasser (grüne Farbe, vom Gletscher).
Laut Shuttledienst gab es im Vorjahr 14 (!) Baustellen auf der Strecke….

www.bikeshuttle.at

Wir haben uns entschlossen am ersten Tag noch ca. 20 km nach St.Moritz zu radeln, dort wartet unser Quartier. Es erwartet uns eine wunderbare Gegend, viel Wasser und ein gut beschrifteter Radweg. Unser Quartier ist das B&B St.Moritz RiverInn. Die Anfahrt zum Hotel gestaltet sich etwas umständlich über den nächsten Kreisverkehr im Ort und wieder retour. Aber finden doch hin und beschliessen den Abend ( mit der obligaten Frage: „Alle geimpft?“ beim Italiener Pizzeria Caruso/Hotel Laudinella.

https://www.laudinella.ch
https://www.riverinn.ch/de

15.6.2021 St.Moritz – Guarda, 58,5 km

Nach dem Frühstück geht es los und es erwartet uns eine sehr schöne, grüne, wasserreiche
Gegend mit alten Leitungsrechten für das Wasser, dadurch kann viel bewässert werden. Es wird warm und mitten im Engadin im Hotel Piz Linard in Lavin (2 Minuten vom Bahnhof der Rhätischen Bahn) genehmigen wir uns einen Eiskaffe, unmittelbar vor dem Anstieg zu Guarda zum Quartier guardalodge, den wir gut schaffen. Wir bekommen ein upgrade und tolle, fast neue Zimmer mit sensationellem Ausblick hinunter ins Tal, Allegra! Abendessen auf hohem Niveau bei Hotel Meisser.
Am Rückweg zum Quartier decken wir uns noch mit Gewürzen ein. Guarda, Dorf des Schellenursli mit seinen eindrucksvollen Engadinerhäusern steht unter nationalem Schutz.

www.pizlinard.ch
www.guardalodge.ch
https://de.wikipedia.org/wiki/Schellen-Ursli
https://www.hotel-meisser.ch/

16.6.2021 Guarda – Pfunds, 55 km

Nach einem wunderbaren Frühstück des aufmerksamen Gastgebers gibt es eine Abfahrt durch eine faszinierende schöne Gegend und ein ruhiges Strassenstück (gesperrt wegen eine Baustelle aber für Räder befahrbar). Bei der nächsten Jause wird für uns extra ein Sonnenschirm aufgespannt, es ist wieder unglaublich warm. Wege sind großteils Schotter, recht hügelig teilweise. Mitten im Wald wird auch eine neue Stromleitung verlegt. Die Arbeiter hängen an einer Leiter, die auf einem Kranarm befestigt ist in schwindelerregender Höhe. Bewundernswert…
Absolut furchtbar der Grenzübergang: Baustelle, Lärm,Staub, zwischen Autos und durch Tunnel…
Erster Rastpunkt nach dem Niemandsland an der Grenze ist Altfinstermünz (Maut- und
Zollstation, 9.Jhd.nach Chr.), leider noch geschlossenes Restaurant.
Am Inn dann noch eine Pause, Pepito macht Aufnahmen am Wasser, die Damen erholen sich auf einer netten Bank am Wasser…
In Pfunds biegen wir daher noch vor dem Quartier ab und erfrischen uns mit Getränken (diesmal wird wegen Covid nicht nachgefragt nach g&g&g und auch keine Maske getragen).

www.altfinstermuenz.com
www.pension-kraft-weiler.de

17.6.2021 Pfunds – Rietz, 82 km

Die Bescheidenheit gebietet es, ausführlicheren Kommentar zum Quartier Hedy Weiler (wenig Platz, Buffet unter Stiege, gefährlich für größere Leute) abzugeben. Erfreulicherweise war aber das Abendessen im nahen Restaurant qualitativ gut und erholsam.
Wir radeln durch Pfunds und dann weiter den Inn entlang. Bei Prutz wechseln wir die Seite des Inns und wir erreichen Landeck. Bei der Burgruine Kronburg wird Rasen gemäht, und langsam beginnt wegen des Schotterbodens die Staubschicht an Kleidung und Gepäck sichtbar zu werden. Was uns weniger gefällt ist die Strecke entlang der Inntalautobahn. Hier zwar wieder auf Asphalt, aber der Lärm der Autobahn stört und die Rastplätze sind (nach der Schweiz) keine Augenweide.

18.6.2021 Rietz – Kramsach 94 km

Hier ist nun einmal der Hinweis angebracht: mit Gepäck wird die Tour doch etwas beschwerlicher 🙂
Wie immer machen wir uns am Morgen die Zwischenstopps aus, heute freuen wir uns auf den Eissalon Tomaselli (ein Tipp unseres Nachbarn aus Tirol). Auch die Bergisel Sprungschanze ist in Sicht. Naturgemäß sehr viel los auf den innerstädtischen Radwegen in Innsbruck. In Brixlegg ist das erste angefragt Quartier leider ausgebucht, aber Glücksfall: die Wirtin vermittelt uns telefonisch zum Landgasthof Gappen. Wunderbar alte, kühle Zimmer, Balkon zum abkühlen und ein gutes Abendessen mit Wild (vom Juniorchef persönlich erlegt). Hier fühlen wir uns wirklich wohl, auch wegen der Gesundheitsmassnahmen im Hotel und am Frühstückstisch. Heute war es die längste Distanz bisher!

www.gappen.at

19.6.2021 Kramsach – Hochstätt 87 km

Kurzfassung: Zähe Partie, am Damm entlang auf Schotter in der Sonne mit wenig
Abwechslung… Getränkekonsum meinerseits verdoppelt bzw. verdreifacht und Dusche um 10 Minuten verlängert…damit glaube ich alles gesagt.
Von Kramsach wieder zurück zum Inn, dann wieder neben der Inntal Autobahn. Netter Stop aber in Kufstein mit kurzer Besichtigung. Leider war am Rad kein Platz für Dirndl und Anzug. Geschäfte und Angebote gibt es genug. Mittagessen am Inn beim Italiener mit Hundegebell. Nach Kranzhorn entschliessen wir uns den Radweg zu wechseln und fahren auf die andere Seite und weiter auf Radwegen aber durch kleine Dörfer und abwechslungsreichere Gegenden als am Damm. Durch Rosenheim durch (die Rosenheim Cops haben uns nicht kontrolliert) und Erholungspause und dringend erforderliche gekühlte Erfrischungsgetränke am Happiger See.
Ziel dann nach Schechen der Ort Hochstätt. Gasthof Kapsner: Empfehlung: renovierte Zimmer und ausgiebiges Duschen angesagt siehe oben! Abendessen auch im Gasthaus.

https://www.zdf.de/serien/die-rosenheim-cops
https://www.gasthof-kapsner.de/

20.6.2021 Hochstätt – Mühldorf 71 km

Nach dem Frühstück geht es wieder los. Sonnencreme und Lippenschutz sind auf dieser Tour Fixpunkte in der Früh. Betreffend der Strecke gibt es mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Christoph fährt vor, wir anderen nehmen wieder eine Schotterpiste, die aber wegen der morgendlichen Temperaturen erträglich ist, einige Spaziergänger mit Hund grüßen. Wir folgen dann wieder weiter dem Inn und wechseln bei Griesstätt wieder auf die andere Seite. Es folgt die Innschleife bei der Wasserburg. Dann folgt ein sehr schönes aber teilweise auch anstrengendes Stück bei Au im Wald. In der Ortschaft Gars am Inn ein netter Hinweis mit Kilometerangabe auf Gar am Kamp in Österreich…. Knapp vor dem Ziel in Mühldorf am Inn dann wieder wegen einer Baustelle eine Umleitung und der Kreislauf wird durch eine Steigung nochmals hochgefahren. Davor trennen wir uns noch, wir haben unterschiedliche Tracks am Handy, durch meinen Fehler
habe ich die alte Version und nicht die in Kleinarbeit mühevoll gezeichnet Tour von Pepito, der natürlich die aktuelle Route wie geplant fährt. Aber wir treffen uns alle im Bastei Hotel, der Wirt lädt uns auf ein Willkommensgetränk ein und dann ab in die Dusche. Es bleibt weiter heiß, beim Abendessen im Hotel bewundern wir schweißdurchtränkte dunkle Hemden der beiden Kellner, wegen der noch immer aktuellen Temperaturen auch gar nicht anders möglich. Wir trinken mehr als wir essen. Irmgard (tadellose Ausbildung im Gastgewerbe vor einiger Zeit und dadurch Fachkenntnisse vorhanden) hofft die beiden Kellner haben Wechselhemden mit….

www.hotel-bastei.de

21.6.2021 Mühldorf – Obernberg

Frühstück bescheiden: es gibt aus gesundheitlichen Gründen keine Selbstbedienung, der Kellner hat das Hemd gewechselt und serviert uns das, was wir vom überschaubaren Buffet haben möchten. Yoghurt? „Leider aus, müssen wir erst bestellen!“ Danach machen wir uns auf den Weg zum heutigen Ziel Obernberg. Die Ausfahrt aus Obernberg auch ein wenig mühsam, aber wir finden den Weg. Nach Hochfelden Erkundigung des Weges
wegen einer Innkanalgroßbaustelle. Aber beide scheinbar zu fahrende Ausweichrouten sind unbefahrbar, wir müssen durch die Stadt Töging und den Verkehr. Dann wieder direkt am Inn entlang aber im Unterschied zum Damm haben wir Schatten und sind früher (von der Uhrzeit her) unterwegs. Die geplante Pause mit Christoph am Peracher Badesee entfällt, weil wir 1 Stunde auf die Öffnung des Seeimbiss warten hätten müssen. Aber es schliesst sich eine Innsbrucker Studentin uns an, die auch einen COVID Test braucht. Gabi hat das Testset am Rad und darf auch Ergebnisse bestätigen. Wie praktisch für die Tirolerin….
Vorbei am Campingplatz Marktl und in Marktl hinein. Dann wieder Wechsel auf die andere Seite des Inns, Braunau. Mittagessen beim Griechen und zwar auf der österreichischen Seite. Netter Platz mit Blick auf Inn und wirklich großzügiges Lokal. Dann wieder ähnlicher Weg wie am Damm, bei Schloss Frauenstein kurzer Halt mit Fotos. Entlang der Mühlheimer Ache fahren wir wieder zum Inn zurück. Nach Kirchdorf am Inn und Katzenbergleithen kommt noch ein Aussichtspunkt für den Naturpark und es ist nicht mehr weit zum Quartier am Hauptplatz, die letzte Nacht der Tour wartet auf einen Teil der Gruppe. 2 wollen ja dann noch von Passau weiter fahren bis nach Hause.
Da das Hotel denkmalgeschützt ist, darf laut Auskunft der Wirtsleute (die Wirtin ist auch im
Gemeinderat vertreten) kein Sonnenschutz angebracht werden. Im Zimmer hohe Temperatur, nach dem Abendessen (die Österreicher kommen an dem Tag erfolgreich in das Achtelfinale der Fußball EM gegen die Ukraine) daher noch ein Spaziergang. Nach Mitternacht dann ein angekündigtes Gewitter, leider mit viel Hagel. Alle Autos am Marktplatz sind dann in der Früh beschädigt und werden für die Versicherungsmeldung fotografiert. Bei einem BMW mit deutschem Kennzeichen hat sogar die Windschutzscheibe dran glauben müssen.

http://www.philoxenia-braunau.at/
https://www.gh-zurpost.at/

22.6.2021 Obernberg – Passau 42 km

Für den letzten Tag haben wir uns bewusst nur mehr eine kleine Strecke ausgesucht. Für die Heimfahrer ausreichend und für die weiter Reisenden eine Gelegenheit noch Kilometer zu machen. Der Weg nach Passau ist zu Beginn mit Fragezeichen versehen: 1) wo ist Irmgard und 2) wo geht der Weg weiter, wieder mal eine Baustelle. Nach Beantwortung dieser Fragen fahren wir vollständig den Weg weiter, der noch von der Nacht gekennzeichnet ist: immer wieder liegen kleinere Äste und Zweige am Weg und das Wasser im Flußbett hat sich braun gefärbt. Heute doch auch wieder kurze aber steile Anstiege zu verzeichnen. Leider auch wieder entlang einer Autobahn, diesmal die Innkreis Autobahn. Hier fällt einem wirklich der Lärm einer solchen Autobahn (im Gegensatz zu einem vorbeifahrendem Zug) auf. In Schärding der vereinbarte Halt mit Eissalonbesuch am Hauptplatz. Wieder sind hier sehr gut erhaltene alte Häuser zu sehen und die Hochwassermarkierungen machen einen nachdenklich und vermitteln einen Eindruck, wie es bei so einer Katastrophe zugegangen ist. Die letzten sind erst ein paar Jahre her (2014). Nach Überquerung der Traun dann wieder am Inn. Hinein nach Passau, hier deutlich viel Verkehr auch am Rad. Wir gehen vor bis zur Spitze, wo sich Inn und Donau treffen. Radtour geschafft!

Ein Teil der Gruppe bucht die Heimreise. Der nächste Zug (Deutsche Bahn) hat zu wenig freie Kapazitäten für Räder, daher fahren wir eine Stunde später. Eine kleine Stärkung am Bahnhof, dann noch eine Verwirrung, weil ich mir ein falschen Zugabteil für die Räder gemerkt habe. Das Begleitpersonal aus Deutschland und Österreich war diesmal recht wenig hilfsbereit. Es ging sich aber alles aus, angenehm, dass wir die Räder nicht hochheben musste, sondern wir konnten sie mit wenig Mühe fast eben einhängen (Platz f. 3 Räder am Weg Passau-Wien erscheint aber doch als etwas wenig.) Pepito und Christoph überlassen uns noch ein wenig Gepäck und fahren dann los Richtung Heimat, die sie in 3 weiteren Tagen erreichen wollen und wie wir jetzt wissen, haben sie es auch geschafft. Tolle Leistung noch angehängt! (Bei einem Quartier gab es dann offensichtlich kein Netz, für die Beiden ein absolutes Drama……)

Fazit:
schöne anstrengende Tour. Schweizer Teil sehr wasserreich und sehr schön
weiterer Weg eher flach und viel auf Schotter, dadurch ziemliche Verschmutzung von Mensch und Material
COVID: insgesamt sind alle eher vorsichtig, aber es gibt „Ausreißer“, die sich wenig scheren

Innradweg bis Passau u. weiter bis Wien

Ursprünglich hatten wir nur vor den kompletten Innradweg vom Maloja Pass über St. Moritz bis zur Mündung in Passau zu fahren. Die 560 Kilometer waren anstrengend und schön, wir haben uns dafür Zeit genommen. Warum sollten wir nicht gleich den Donauradweg bis Wien weiterfahren, wenn das nur drei Zusatznächte sind. Diese Frage diskutieren wir bereits mehrere Abende, jetzt muss eine Entscheidung fallen.
Christoph und Josef, wir treffen eine Entscheidung, wir wollen nachhause mit dem Rad. Wir machen den Donauradweg bis Wien (350 Kilometer zusätzlich). Packen das nötigste und starten gegen 14:00h Richtung Wien.

Tag 1 – Passau – Exlau

Erste Übernachtung haben wir in Exlau gebucht, 50 km nach Passau. Wegen der Unterkunft müssen wir die Donau Seite wechseln. In Engelhartszell bietet sich die Fähre an, wartet bereits auf uns. Christoph ist begeistert, die Rad-Infrastruktur alles top, ganz anders als am deutschen Teil des Innradweges wo Kilometerweit keine Labstelle zu finden war.

Weiter geht es durch die Schlögener Schlinge bis nach Au. Traumhafte Landschaft bester Weg wenig los auf dieser Seite. In Au nehmen wir die Längsfähre durch die Schlögener Schlinge. Die Fähre wartet ebenfalls bereits, der Kapitän fragt uns verwundert wo wir hin wollen, warum wird uns erst später klar. Nach fünf Kilometer alleine im Boot steigen wir irgendwo aus. Für uns beide ein prägendes Naturerlebnis. Nur mehr ein paar Kilometer und wir sind in Exlau.

Jetzt geht’s los, Unterkunft zu, Ruhetag, kein Netz, kein Wlan, einfach nichts. Für Christoph ist das die Hölle. Handys haben wir ja genug, wir suchen das mit dem besten Empfang. Nur durch Zufall gelingt es mir dann doch einmal die Nummer der Gastgeber zu wählen. Wer da? Sie weiß von nichts aber kommt, versucht zu helfen. Anfrage erhalten aber Reservierung nicht, eh klar, Mail Box schon einen Tag nicht abgerufen. Wir bekommen Zimmer und sind die einzigen Gäste im Niemandsland. Bier und Speckbrot wird uns serviert, man sieht ja das wir erledigt sind.

https://www.gasthof-exlau.at/

Der Gasthof in der Exlau liegt im Mühlviertel (Oberösterreich) und befindet sich am linken Donauufer inmitten des Naturschutzgebietes “Natura 2000”.

Tag 2 – Exlau – Grein

Einzige Möglichkeit dieses Niemandsland zu verlassenen ist die Fähre Untermühl, die fährt aber erst um 9:00h, also der Tag startet gemütlich, mit ein für uns zwei extra Frühstück Buffet. Das hat sich die Wirtin dann doch nicht nehmen lassen.

Nachdem wir nach der Donau Übersetzung wieder flüssig unterwegs sind bleibt Christoph vor mir plötzlich stehen, ich quietsche mich hinter Ihm ein. Es fliegen die Fetzen, wirft alles aus seiner Tasche bis er das richtige findet. Ein Feh Taschentuch, er kann jetzt die Vogelkacke entfernen die er gerade abbekommen hat.   

Irgendwie läuft es heute unrund, mal der dann der andere vorne, durch Linz die Hitze jeder bringt sich negativ ein. Nach Linz machen wir Pause (Mittagstisch). Immer nach ca. 25 km halten wir bei einer Labstelle, meist ein zwei Radler od. Bier bis es weitergeht. Endlich kommen wir in Grein an. Unterkunft in einer Pizzeria es gibt noch eine üppige Portion Spagetti. Es war ein Hundstag.

https://www.lavita-grein.at/

Tag 3 Grein – Zwentendorf

Von Grein nach Zwentendorf. Tag beginnt hervorragend. Wir sind wieder die einzigen Gäste im Haus. Wir kommen zum Frühstück, nichts gedeckt? Man drückt uns einen Espresso runter. Eine Dame verschwindet in die Küche wir warten. Dann kommt plötzlich alles auf einmal, man hat uns gar nicht gefragt ob wir zwei Spiegeleier wollen, die sind einfach da. Lecker für uns genau das richtige zum Start. Christoph noch schnell ins Sportgeschäft zwei Fahrradhandschuhe, wieso hat er keine? Er hatte noch nie welche, jetzt hofft er das sein Kater in der Hand besser wird. Und wieder bringt uns eine Fähre auf das andere Ufer.

Diesmal sind wir nicht die einzigen, die Fähre muss erst rüberkommen und es werden immer mehr Radler. Dann geht es aber doch schnell, mal ein anderes Erlebnis.

Wir starten von Wiesen nach Persenbeug. Diesmal läuft es rund, ich habe mir vorgenommen mein Tempo zu rollen. Beide schaffen wir die ersten 50 Kilometer locker mit den üblichen stops. Wir kommen zur Wachau, was für die meisten Touristen ein Erlebnis ist, für Christoph nicht, es ist heiß und er will radeln und keine historischen Gebäude bestaunen.

Das Krems nicht so ideal zu passieren ist wussten wir, am Track auf Bahnhof Höhe kommt plötzlich eine Baustelle, wir müssen handeln. Christoph vorne ich hinterher, die Gefahr das wir uns verlieren steigt. Christoph meint er fährt dem Schild “Donauradweg R1” nach, ich eher der Autoumleitung. Es ist zwar ein Radweg der neben der St. Pöltner Bundesstraße  geht, aber auf das andere Donau Ufer mit einem Kilometer langen Bogen. Christoph, eh alles richtig Track stimmt nicht, alles klar. Mir ist es auch recht, diese Seite der Donau muss man ja auch mal erkunden. Nach dem Umleitungshoppala geht es wieder rund weiter. Das Wetter verschlechtert sich.

Am langgezogenen Schutzlosen Damm. Zwei Autos am Radweg kommen uns entgegen, versuchen vermutlich die in Not geratenen Touren Bucher zu retten. Es fängt leicht zu regnen an wir machen Stop in einer Unterführung. Regenschutz benützen Ja, Nein?. Christoph hat schon aufgehört, es ist nix, na gut fahren wir, es wird stärker, dann doch noch der nötigste Regenschutz, diesmal aber nicht unter Dach, schnell weiter, totaler Regenschutz geht nicht mehr. Wir haben Glück es lässt nach. Wohlauf erreichen wir unsere Unterkunft in Zwentendorf wenn auch bisschen Nass mit ein paar Zusatzkilometer. 

http://pension-jeschko.at/

Tag 4 Zwentendorf – Carnuntum

Von Zwentendorf bis Petronell. Und wieder hat es in der Nacht geregnet. Der Wetterumschwung hat uns genau den richtigen Wind gebracht. Wir starten pünktlich, und diesmal müssen wir nicht auf eine Fähre warten. Auf dem langen Dammradweg treibt uns förmlich der Wind Richtung Wien mit zeitweise 30kmh.

Nur eine kleine Trinkpause und wieder schnell weiter. Noch vor mittags sind wir in Wien auf der Donauinsel. Noch ein letzter Stop auf der Donauinsel danach nimmt Christoph eine andere Richtung.

Nun bin ich alleine am Weg nach Hause. Durch den Flughafen treffe ich einen Radler, meine Maske fällt auf. Er möchte davon ein Foto machen, aber natürlich willige ich ein. Wir wechseln noch ein paar Worte bis wir uns wieder verlieren. In Fischamend Gasthof Blaschke mache ich meine letzte Rast, es sind nur noch 20 Kilometer bis Petronell, um 16:10h bin ich zuhause.

Thayarunde

Es ist lange her. Im August 2016 haben wir den Bahntrassenweg von Waidhofen an der Thaya bis nach nach Slavonice (CZ) abgefahren. In den letzten Jahren wurde aber die Route erweitert und zu einem echten 110 Kilometer langen Rundkurs ausgebaut. Nun wollen wir mit einer Nacht in Waldkirchen (Schlafen im Waggon) nochmals die ganze Schönheit der Strecke genießen. Ein Blick in die Folder sowie Prospekt zahlt sich aus https://www.thayarunde.eu

Abgefahren Juni 2021

Abgefahren am Juni 2021. COVID-19 bedingt mussten wir die Route abändern damit wir auf der österreichischen Seite bleiben. Bei Schaditz sind wir nach Neuriegers abgebogen und in Gilgenberg gelangten wir dann wieder auf die Thayaroute. Übernachtung und Abendessen in Thaya und am nächsten Tag zu unseren Startpunkt in Göpfritz an der Wild. Eine Tour auf besten Bahntrassenwegen ohne Steigungen. So bald als möglich machen wir die Runde nochmals inklusive den Tschechischen Teil mit Slavonice.

Paradiestour im Südburgenland

Hier kannst du noch unsere alte Planung einsehen

Paradiesische Höhenmeter-
paradiesisches Wetter-
paradiesisches Burgenland

Paradiesroute 25.5.-30.5.2021

https://www.burgenland.info/erleben/sportlich-aktiv/mit-dem-rad/top-radrouten/paradiesroute

Wegen der aktuellen verbesserten COVID Zahlen und der Impfungsrate und aufgrund der Entscheidungen der politischen Kräfte in unserem Land geht es ENDLICH wieder mit dem Rad durch die Lande los. Wir hatten vor langem in der Hoffnung auf eine Öffnung für Mai im Burgenland die Paradiesradroute im Auge und wir wollen zu 4t diese ohne elektrische Unterstützung absolvieren.

Wetter in den Tagen davor äußerst mäßig, regnerisch und frisch.

Treffpunkt Bad Tatzmannsdorf, 25.5. abends

Wir treffen uns in der Konditorei und Frühstückspension Kaplan am Kurpark, die auch Zimmer anbietet. Die Konditorei sperrt an dem Tag um 18 Uhr 30, wir kommen später und können die Schlüssel über einen Schlüsselsafe beziehen. Nach dem kalten Wetter der letzten Tage ist es (wegen der Backstube?) im Haus angenehm warm und es duftet nach frischem Gebäck, sehr angenehm.

Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück los.

http://www.kaplanamkurpark.at/

26.5.2021 Bad Tatzmannsdorf – Deutsch Schützen 51 km

Von Bad Tatzmannsdorf geht es zur Stadt Schlaining. Dort wird sehr viel saniert ( Jubiläumsfeier 100 Jahre Burgenland), der Hauptplatz gepflastert und um die Burg arbeiten die Bagger im Graben. Über Neumarkt im Tauchertal und Zuberbach geht es weiter nach Rechnitz. Der Originalweg schlägt eine Strecke über Ungarn vor. Diese lassen wir wegen der aktuellen Einreise- und Quarantänebestimmungen aus und nehmen den direkten Radweg innerhalb Österreichs Grenzen. Vor uns der Eisenberg, eine Herausforderung und einige Höhenmeter zu bewältigen. Da trifft es sich gut: der Buschenschank Eder hat offen und die ersten wohlwollenden Uhudlerbestellungen werden getätigt. Danach gibt es eine lange Abfahrt und tolle Aussicht auf Weingärten. Nach Eisenberg an der Pinka ist es nicht mehr weit nach Deutsch Schützen zu unserem Quartier Weingut StephanO. Sehr schöne Zimmer, netter Gastgeber, der gut erzählen kann und sehr sehr gute Weine…

https://www.stephano.at/

27.5.2021 Deutsch Schützen – Maria Bild, 68 km

Nach einem sehr guten umfangreichen Frühstück fahren wir über Ober- und Unterboden durch den Moschendorfer Wald. Nach Hagensdorf überqueren wir die Strem und kommen nach Heiligenbrunn. Dann ist schon bald Güssing in Sicht. Ein kurzer Blick hinauf, dann biegen wir links ab und es geht hinauf nach Kleinmürbisch. Heiligenkreuz im Lafnitztal ist die nächste größere Ansammlung von Häusern. Nach Querung der Lafnitz wartet Deutsch Minihof auf uns. Nach Mogersdorf geht es der Strasse entlang bis zur Abzweigung zu unserem nächsten Quartier in Maria Bild. Das bedeutet nochmals einige Höhenmeter hinauf zum GH Janitschek. Wiederum nette Aufnahme, duschen und ein gutes Abendessen. Generell sind die Portionen in diesem Urlaub von unglaublicher Größe, wir teilen öfters. In der Nacht folgt das angekündigte Regenwetter.

 

https://www.eder.eisenberg.at/
http://www.janitschek.at/

28.5.2021 Maria Bild – Rudersdorf, 65 km

Abfahrt hinunter zum Track. Teilweise Nässe auf der Strasse, wir sind vorsichtig bei Bergabfahrten. Die nächsten km geht es über Güterwege entlang von Feldern. Sind nun sehr südlich und kommen bis Neuhaus am Klausenbach, dann gehts wieder nördlich zurück nach Jennersdorf. Bei Königsdorf fällt uns ein netter Badesee auf. Unser Ziel heute ist Rudersdorf. Unser Quartiergeber hat in der Familie ein gesundheitliches Problem und steht nicht zur Verfügung, aber nach einigen Telefonaten klappt der Zimmerbezug doch im alten Weinstock. Bei einem netten Italiener Trattoria da Montefusco bekommen wir ein ausgezeichnetes Essen ohne Reservierung und eine superbe Nachspeise gratis.

http://www.zumaltenweinstock.at/
http://www.montefusco.at/

29.5.2021 Ruderdorf-Neustift

Nach Start bei Pepito ein kleiner Defekt, eine Schraube verabschiedet sich und die Gepäckhalterung macht nicht mehr das, was sie soll. Wir radeln zurück und finden beim Maschinenbauunternehmen Schittl, heute zufällig am Samstag geöffnet, Ersatz und es geht weiter. Es folgen viele -aus: Burgau, Neudau, Wolfau und Markt Allhau. Nach dem Badesee Neustift an der Lafnitz sind wir nach einem kurzen Stop wegen Fotoshooting dann bald beim Braugasthof Schmidt, beim Rabenbräu. Wunderschöne neue Zimmer und wie immer im Burgenland gutes ausgiebiges Essen.

https://www.schittl-gmbh.at/
http://www.rabenbraeu.com/

30.5.2021 Neustift – Bad Tatzmannsdorf, 32 km

Rückfahrt zum Ausgangspunkt unserer Tour. Gleich einmal eine Steigung, danach über Grafenschachen nach Pinkafeld. Davor geht es ein Stück unmittelbar neben der Autobahn A2 entlang, sicher kein Highlight der Tour. Dann ist es doch noch so weit. Wir legen für eine kurze Strecke unser Regengewand an. Glücklicherweise regnet es nicht lang und nicht intensiv. Es folgt eine lange Gerade mit Rückenwind nach Oberwart.

Bei der Ankunft einige Regentropfen, aber wir kommen wohlbehalten an.

Zusammenfassend:

anstrengende Tour mit Höhenmeter und tollem Panorama
COVID Vorschriften werden fast immer befolgt-fühlten uns sicher
Gastfreundschaft wird gelebt und es gibt tolle Quartiere, die für Erholung sorgen
unglaubliche Portionengrößen in der Gastronomie
laufend queren andere Radwege, die gut verbunden werden können wie z.B. der R1 Jubiläumsradweg
großteils gute Bodenbeschaffenheit, teilweise „Rüttelstrecken“ auf grobem Untergrund

abschließend noch einen Tipp, wo wir uns wohlgefühlt haben:

In Hagensdorf der Schwabenhof Fam.Luisser: www.schwabenhof.at

Leithahexen Part 1

Vom Leithaursprung nach Carnuntum

Nun ist es sich doch noch Ende 2020 ausgegangen mir den Leitharadweg genauer anzusehen. Ziel war es den besten Path nach Bruck/L zu finden, den Track zu erfassen, damit wir in der Gruppe 2021 die schönste Route nehmen können. Völlig überrascht von der schönen Leithaauenlandschaft und den gut ausgebauten Radwegen ging es entlang der Leitha Richtung Katzelsdorf und weiter nach Wr. Neustadt. In diesem Bereich wurde kräftig in die Radinfrastruktur investiert.  

Vor und nach Seibersdorf lassen sich ein paar Feldwegkilometer nicht vermeiden. Zusätzlich muss man sich entscheiden ob man die Route nach Götzendorf oder Mannersdorf wählt. Meine Wahl viel auf Götzendorf und weiter nach Trautmannsdorf da viel näher bei der Leitha. 

Diese Genussinsel befindet sich direkt auf der Route, sie ist auf keiner Karte verzeichnet und nachdem meine GPS Foto Koordinaten –  Erfassung nicht funktionierte, verbleibt somit nur noch ein weiteres vorbeiradeln.

Conclusio:
Ein wunderbarer Weg, vor und nach Seibersdorf bis Götzendorf etwas Feldweg dabei. Der Neufeldersee ist das österreichische zugesiedelte Desaster. Ein Weg der Extraklasse in unserer Nähe.  Die erste Wahl als Tour 2021.

 

Spielfeld 2 Schwechat Tour 2020

Corona Ersatztour abgeschlossen

Mit der Maske im Zug nach Spielfeld ( ca.3 Stunden ) das drückt die Stimmung. Heiter wird es erst nach dem Start, die ersten 45 Kilometer zur Unterkunft “Urdlwirt in Unterpremstätten” haben wir schnell hinter uns. Das Abendprogramm, Besuch am Schwarzlsee wurde schwieriger als gedacht, der See ist komplett abgesperrt, mühsam suchen wir die einzige Zufahrt. Danach war weder das Dosenbier aus dem Selbstbedienungskühlschrank sowie das Abendessen mit Nummernaufruf in der Strandkneipe ein Highlight. Wieder zurück in unserer schönen Unterkunft “Urdlwirt” trafen wir uns doch noch auf ein gutes Glas Wein und genossen den Abend auf der Terrasse.

Zweiter Tag: von Unterpremstätten nach Kapfenberg. Wir radeln zügig durch Graz, besichtigen kurz den besonders schönen Hauptplatz in Frohnleiten, erreichen bald Bruck an der Mur. Im Gasthof Niki wo wir übernachten, kommt es zu Unklarheiten bezüglich der Radabstellplätze sowie der richtige Weg zur Burg. Die vorab geplante Bergfahrt zur Prieselbauer Hütte wird dann zum Navi – Desaster. Mit der steilen Auffahrt haben wir uns das leckere Abendessen drei mal verdient, doch die Aussicht dort oben hat alles übertroffen.

Am dritten Tag geht es Richtung Semmering. Über Kindberg – Langenwang nach Mürzzuschlag, sehr schöner Radweg im Mürztal, die Steigungen halten sich noch in Grenzen. Nach Steinhaus am Semmering wird es aber auf den letzten Kilometern zu einer Schiebepartie auf die Semmering Passhöhe. Endlich oben angekommen stimmen wir uns im Gasthof Berghof für den Abend ein. Edi zeigt uns seine Lodge und die Einladung zum Aperitiv nehmen wir gerne an. Wir genießen das Abendessen im Belvedere und diskutieren meist über die laufende NÖ-Challange und welches Handy Navi wohl das Beste ist. Ganz besonders erfreulich, der Regen konnte uns jetzt nicht mehr überraschen, wir sind ihm gerade noch entkommen.

Unseren letzten Radtag beginnen wir gleich mit einen Talraser (Semmering runter durch den Adlitzgraben). Wegen eines Fahrfehlers streife ich einen Grenzstein und lande im Busch, gerade noch Glück gehabt, ich kann weiterfahren. Nachdem wir noch in der Lernphase bezüglich WhatsApp Standortbestimmung sind, kommt es zu einem kleinen Umweg. Die Koomot Navi App errechnet einen kürzeren Weg, deshalb nimmt ein Handy mit Biker einen anderen Path. Knapp vor Ende der Tour kommen wir wegen technischer und kulinarischer Bedürfnisse doch wieder zusammen. Ein letztes Stamperl Nussschnaps , danach trennen wir uns wie geplant in Himberg. Bis zum Bahnhof Schwechat dürfen wir noch zwei Umleitungen fahren, dadurch sind es leider ein paar Kilometer mehr geworden (108km).