GPX Istrien Abenteuer Udine-Pula

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Istrien Adventure Tour

Anreise nach Udine 6. 6. 2019

Pünktliche Abfahrt um 12:25h, nach Wagenstandsanzeige richtig eingereiht, Plätze eingenommen und Zugfahrt genossen. Um 18:15h kommen wir pünktlich in Udine an. Gut das ich meinen Kindle mitgenommen habe. Der Thriller “deamon” von Daniel Suarez fesselt mich fünf Stunden.

Nach Pizza, Ravioli und Gnocci einen kleinen Rundgang durch die Stadt, in der Gelateria Luca gab es noch eine leckere Eisverkostung

Übernachtung B&B Hotel Udine

Tag 1

Udine – Sistiana 70 Kilometer

Erste Pause nach 25 Kilometer in Palmanova, ein einmaliger Stadttyp mit neunzackigem perfekt symmetrischem Sterngrundriss und großem Hauptplatz mit Dom

Mittagessen in einem netten Lokal in Cervignano wo wir alle mit Thunfischsalat verköstigt wurden. Das WC war nicht gerade nach meinen Geschmack, eine Muschel konnte ich nicht finden. Bemerkenswert, eine Speisekarte gab es nicht, die Kellnerin versucht uns per italienisch, englisch und Gesten mitzuteilen was zu haben ist. Damit es einfacher wird bestellten wir alle das gleiche.

Wir sehen das Meer, wir sind in Italien… Leider schlechte Radwege, immer wieder Schotterwege mit großen Löchern, auch die erste große Steigung zum Hotel auf schmaler Landstraße war eine Herausforderung, dafür gerötete Stellen an Knie und Unterarmen, Sonnenbrand gibt’s. Ein kleiner Verseher beschert uns noch ein paar Zusatzkilometer (links Abbiegung übersehen). Die Zimmer im Hotel sind sehr schön, aber kein Restaurant, der Rezeptionist empfiehlt uns ein sehr gutes Lokal, auch der Wein und das Essen ausgezeichnet. Christoph geht gleich danach Match schauen, wir machen noch einen größeren Abendspaziergang und genießen den Sonnenuntergang am Strand von Sistiana.

Unterkunft Hotel Hotel Alla Dolina

Tag 2

Sistiana – Lucija 64 Kilometer

Ein sehr gutes Radwetter. Wie vereinbart starten wir zu sechst. Josef und Gabi kommen nach. Mein Backup – Guide fällt unvorhersehbar aus. Gabi setzt die Tour fort, Josef muss leider abbrechen. Unvorhergesehen müssen wir auf Gabi neben eines Tontauben -Schießclubs warten. Man wundert sich zwar, warum da plötzlich sechs Radler in der ehrenwerten Clubgesellschaft auftauchen, aber die Vereinschefin übernimm sofort das Ruder. Wir bekommen Getränke zum Clubpreis und obwohl wir kein Wort italienisch sprechen schaffen es die Damen doch rauszufinden, dass es sich hier um ein Chartity Event für Babies mit Herzfehler handelt. Wir spenden da gleich mal, das Dankeschön mit Applaus folgt von der Chefin persönlich über die Boombox. Plötzlich kennt uns jeder und ein Ständchen wird gesungen. Iris wird noch dazu mit einem Clubleiberl beschenkt. Sie wird damit in die Welt radeln.

Arbeitsauftrag für Hans, gesichtet in Lucia, die Lok ist gebaut nur aus Fahrradteilen.

Die Radwege sind abwechslungsreich, durch Triest eine Feinstaubbombe durch den Tunnel ein Alptraum . Zig Straßenkilometer am Bankett, den Streit um die Straßenrecourcen verlierst du immer. Aber dann kommt doch noch der neu errichtete Küstenradweg. Den Trend zum “aktive” Urlauber scheint man hier erkannt zu haben. Die neuen Radreisekataloge weisen die Strecke als Trendsetter aus.

Die gebuchte Unterkunft finden wir auf “booking.com” nicht mehr. Zweifel kommen auf, ob mit der Herberge alles in Ordnung ist, wir versuchen anzurufen, es meldet sich niemand. Es klappt dann doch noch, wir werden zurückgerufen, wir sind beruhigt. Es gibt kein Frühstück aber wir sind froh ein Bett vorgefunden zu haben.

Unterkunft Flamingo Rooms

Tag 3

Lucija – Porec 52 Kilometer

Manchmal ist das gedacht leichte schwerer – als das geplant schwere

Heute haben wir einiges hinter uns, ich wollte den Track mit weniger Hauptstraße anpassen, aber das Vorhaben ist zum Abenteuer ausgeartet. Wir sind uns alle einig, das ist eben gerade das “Besondere” an so einer Tour, man erlebt das was man sonst nicht erwartet.

Tja so ist das eben einmal, nachdem wir die Computer- Routing- Kompetenz anzweifelten, ändere ich die Route, und wollte weniger Straßenkilometer….. Es wurde dann anstrengend, steinig, feucht und länger. Immer wieder die gleiche Lehre, fahre die Route so wie geplant.

Zur Belohnung gab es heute ein Hotel mit Pool und Strand, ein ausgezeichnetes Abendbuffet und eine längere Stadtrunde mit Bummelzug und Abendspaziergang mit Sonnenuntergang am Meer.

Unterkunft Pical Sunny Hotel by Valamar

Tag 4

Porec – Pula 77 Kilometer

Heute war der härteste Radtag. Wenn dir das Meer die Zunge zeigt wird es eng. Wenn man nach Pula radelt muss man den Limskikanal umrunden. Das heißt zwei Kilometer steil bergab und bergauf am Steigungslimit. Endlich oben versuche ich mich wieder zu regenerieren, sehe aufs Handy, WhatsApp Überraschung, Christoph hat einen Platten. Bei der Routenführung habe ich meist eine gute Wahl gefunden. Nur einmal hat mich ein Schotterweg überrascht, der ist auch Christoph zum Verhängnis geworden, Materialüberlastung.

Einen Platten bei Christoph……. 2km schieben ins nächste Cafe bei 31 Grad, Sand – Schotter- Riesenbaustelle- Strasse bekommt neue Asphaltschicht, Staub und Umleitung nicht beachtet……

Es empfiehlt sich immer etwas zu trinken beim Radfahren dabei zu haben. 🤤

Angenehm überrascht waren wir bei der Ankunft in Pula, das Hotel war im historischen Teil der Altstadt beim Hafen neben dem Amphitheater. Die Küche war mit 2 ** ausgezeichnet, wir genossen dort ein erstklassiges Abendessen.

Unterkunft Hotel Amfiteatar

Tag 5

Pula nach Venedig Fähre
Autofähre Tronchetto – Lido
Fährlinie Lido – Punta Sabbioni

Heute wollen wir mit der Fähre von Venezia Lines nach Venedig. Es sind 150 Seekilometer die wir mit der 4000 PS starken Deutz Turbine mit ca 50kmh zurücklegen. Der Check- in fühlt sich wie beim Flughafen an. Auch die Räder finden seinen Platz im nirgendwo.

An Bord versuchen wir herauszufinden wie wir ab der Anlegestelle in Venedig mit unseren Rädern weiterkommen. Es müsste irgendwie gehen nach Punta Sabbioni zu gelangen. Definitiv weiß das niemand, dürfte wohl nicht üblich sein mit dem Rad zu reisen. Unsere Räder sind die einzigen Bikes an Bord.

Dass dieser Tag so viele Überraschungen zu bieten hat, konnten wir nicht erahnen. In Venedig durch die Passkontrolle (EU Aussengrenze) mit den Rädern, war schon ein interessanter Anfang. Wir machen uns schlau, wie wir nach Punta Sabbioni kommen…….wir müssen zur Autofähre Tronchetto…… In Venedig darf man zwar nicht mit dem Rad fahren, doch ich will trotzdem die zwei Kilometer treten. Aber die Damen steigen par­tout nicht auf, es wird mir zu bunt, deshalb frage ich einen Herrn in Uniform vom Wachdienst. Der greift sich auf den Kopf und wundert sich warum wir da die Räder schieben. Auf der riesige Autofähre stehen ca. hundert Auto und neun Räder, unsere und zwei andere haben sich auch noch auf die Fähre verirrt. Aber leider ist die Endstation Lido und nicht Sabbioni (falsche Insel). Christoph hegt Zweifel an unserer Planungskompetenz.

Punta Sabbione – Caorle 55 Kilometer

Wieder fragen wir uns durch, und erfahren so, dass wir im Zentrum in ein kleines Boot umsteigen müssen. Das machen wir dann auch, dabei gab es ein paar Unstimmigkeiten mit dem Linienpersonal ( no bikes, next boat in 30 min.) Die Fahrkarte ist nur 45 Minuten gültig und die erste Fähre war dann doch zu klein und nahm uns nicht mit. Nach einer Stunde kam dann endlich die größere Fähre, um 16:00h sind wir dann in Sabbioni angekommen. Nun hatten wir noch 55 Kilometer zu radeln. ….zu guter letzt verliert sich unsere geplante Route in einem Wiesenwald. Christoph unser Vorreiter radelt die fünf Kilometer durch. Wir haben etwas mehr Glück, da ich einen Abbieger übersehe und somit am Asphalt bleibe. Selbst die zwei Kilometer länger, fallen da nicht sonderlich ins Gewicht. Um 19:30h haben wir es endlich geschafft und wir schlendern auf der Strandpromenade durch Caorle. Die reservierten Liegestühle vom Hotel konnten wir nicht mehr nutzen, ein erfrischendes Fußbad im Meer ging sich aber doch noch aus.

Unterkunft Hotel Fortuna

Tag 6

Caorle – Udine 83 Kilometer

Morgens, es sieht gut aus, heute bis Udine steht am Plan. Zum Glück haben wir Rückenwind. Eine Baustelle beschert uns eine fünf Kilometer lange Umleitung. Schon zu mittag haben wir 45 Kilometer hinter uns. Christoph ist vorgefahren, diesmal hat er das gute Mittagessen in der Raststation verpasst. Das uns danach ein paar Feldwege den Tag versauen, konnten wir nicht wissen. Eine überflutete Bahnunterführung lud zum Bad ein. Nach 82 Kilometer trudeln wir im Hotel Capri Udine ein.

Unterkunft Hotel Capri

Tag 7

Udine – Malborghetto 96 Kilometer

Mein Plan die 100 Kilometer auf einer halbwegs guten Fahrbahn zu absolvieren wurde morgens durchkreuzt. Christoph und die Gruppe entschieden sich für die schlechteste Option. Ein 40 Kilometer langer Feldweg. Hundemüde kommen wir mittags in Venzone an, da machen wir schnell eine Pause, Mittagessen, so und wer macht jetzt noch die paar Höhenmeter bis Malborghetto ???? Christoph macht mit, ab nun sind wir zu zweit. Die Pracht vom CAAR “Cyclovia Alpe Adria Radweg” bleibt für alle anderen verborgen. Wir genießen Europas top Radweg bergauf bis Malborghetto .

Der Rest der Gruppe entscheidet sich für die Bahnfahrt nach Tarvisio und radelt zurück bis nach Malborghetto ins Hotel.

Unterkunft Hotel La Baita

Tag 8

Malborghetto – Villach 47 Kilometer

Unser letzter Radtag. Nur noch 45 Kilometer bis nach Villach. In Tarvisos Markthalle lege ich mir eine neue Geldbörse zu. Rasant geht es bergab, Arnoldstein erreichen wir erst um 13:00h. Unser Ristorante Bella Italia finden wir mit einem kleinen Umweg. Ganze 1.5 Stunden dauerte unser Dinner. Küche und Kellner bewegten sich im Schneckentempo. Der Rest der Strecke verlief wie erwartet ohne Hindernisse. Und in Villach kam dann doch noch der Klassiker, am Navi plötzlich keine Karte, mann sollte doch auf die Österreich Karte wechseln.

Am Abend Heimreise per Bahn

Conclusio:

Eine extravagante Tour mit vielen Highlights. Im positiven und auch einiges im negativen Sinn. Der enorme stinkende Verkehr in Monfalcone und Triest. Durch den Tunnel in Triest mit dem Rad, unglaublich, noch dazu hinter zwei Fußgeher im Schritttempo. Die Strände von Koper, Umag, Porec sind natürlich was ganz “Besonderes”. Die Brücke über die Mirna, da muß man mal darüberradeln. Auch schwierige Schotterwege haben seinen Reiz. Gute Kondition ist Voraussetzung für so eine Strecke. Mit den Bummelzug nach Porec Altstadt, durfte auch nicht fehlen. Die Zungenspitze vom Limskikanal mit der langen Steigung, es hat gereicht. Viele Streckenabschnitte sind nur mit einem Mountainbike befahrbar. Unsere Trekking-Räder waren nicht immer dafür geeignet. Das Übersetzen mit Fähre nach Venedig und dort umsteigen nach Punta Sabbione über den Lido, das war nicht gerade was alltägliches. Diese Tour wird immer in Erinnerung bleiben.

GPX – Donaueschingen – Manswoerth

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Junge-Donau 950 Kilometer Gegenwind

Junge Donau Radtour 9. – 20. Mai 2019

Der erste Teil der Donau wurde abgeschlossen, alle acht Radler sind in Passau heil angekommen und ich habe noch bis Wien zugelegt. Die Wetterbedingungen waren katastrophal. Eine für diese Jahreszeit unübliche Kälte und mehrtägiger Regen sowie ständiger Gegenwind.

Donauquelle Fürstenbergstraße Donaueschingen

Anreise Bruck/L. – Wien – Salzburg – München – Ulm – Donaueschingen


Hundemüde, morgens um 5:45 bringt uns Bruder Franz zum Bahnhof. Anreise mit der Bahn nach Donaueschingen. Es wird stressig, wegen Gleisbauarbeiten haben wir nur fünf Minuten um den Folgezug zu erreichen. Mit Hilfe einiger nachsichtiger Passagiere schafften wir es,.. Au-weh… die Aufzugsdamen sind verschwunden, kamen dann doch noch in letzter Sekunde. Zweiten Umstieg in München ohne Probleme, jedoch den letzten Zugwechsel haben wir fast verschlafen, es ist nochmals stressig geworden.

Nach viermaligem umsteigen nach Donaueschingen, wir habe es geschafft. Von der Bahn haben wir genug, ab nun schwören wir auf das Bike.

Um 16:30h in Donaueschingen angekommen, da gehen sich noch zwei kleine Destinationen aus. Zum symbolischen Donauursprung und zum Donauzusammenfluss von Brigach und Breg.

Alle acht Biker, Renate, Fritz, Irmgard, Josef, Hans, Iris, Karin, Leopold

Tag 1

Donaueschingen – Hausen 74 Kilometer

Heute wollen wir 74 Kilometer bis nach Hausen schaffen. Die Wetterprognose ist nicht sehr radlerfreundlich. Wir erwarten Kälte und Regen. Um 9:00h starten wir zum ersten Etappenziel nach Hausen, noch regnet es nicht. Eine sehr gute Unterkunft hatten wir beim
Hotel Restaurant zum Hirschen
Herdstrasse 5
78166 Donaueschingen
Das Start – Dinner am Vorabend, hat sehr gut geschmeckt.

Erster Radtag herrliches Wetter sehr gute Radwege, eine landschaftliche Augenweide. Am Nachmittag überraschten uns einige Regentropfen, auf den feucht gewordenen Sand- und Schotterwegen wurden unsere Räder dann doch noch schmutzig.

Tag 2

Hausen im Tal – Munderkingen 82 Kilometer

Am zweiten Tag keine freudige Wettervorhersage, es kam aber dann doch noch die Sonne heraus. Die Hoffnung auf ein schönes Wetter lebt in jedem von uns weiter. Kurzerhand entscheidet sich Fritz für die Straße, ein Abkürzer ist nicht gerade mein Ding, ich möchte am Radweg bleiben. Für ein paar Kilometer trennen wir uns, Iris, Irmgard und ich bevorzugen den idyllischen Radweg.

Den zweiten Tag haben wir mit 82 Kilometer hinter uns. Wir sind wieder mal mit einem blauen Auge davongekommen. Gegen aller Wetterprognosen blieben wir trocken. Der lange Weg zerrte in den Knochen, ein heftiger Rückenwind kam uns zugute. In Riedlingen wo wir gegen 13:30h unser verspätetes Mittagessen einnahmen, lief gerade der Stadtmarathon. Die uns von der Bahnhofswirtin empfohlene Alternativeroute lehnten wir ab, da hätten wir unser Navi komplett umstellen müssen.

Tag 3

Munderkingen – Ulm 55 Kilometer

Kühler Tag bricht an. Mit dem Nass verbleiben wir noch verschont. Das Frühstück sehr gut, noch besser war das Konditoreis, die Regenbogenkugel gibt es nur da, es war eine Eiskugel extra für Kinder, wo alle Sorten gemischt sind. Nur 55 Kilometer bis Ulm haben wir heute vor. In Blaubeuern wollen wir uns noch den Blautopf ansehen und in Ulm zum Abschluss eine Stadtbesichtigung.

Ein sehr kalter Tag, noch dazu ist es windig. Diesmal aber nicht Rückenwind wie am Vortag sondern ordentlicher Gegenwind. Meter für Meter kämpfen wir uns voran, endlich in Blaubeuern, in der Gaststätte kein Platz, wir haben doch noch eine Ecke bekommen ( = Muttertag). Zum Schrottplatz mit Hans eine Extrarunde, er will den Kettenbruch an Renates E-bike beheben. Das abmontierte Kettenglied wird dringend benötigt. Ganz besonders Erlebnis wird die zügige Stadtdurchfahrt bis vor dem Dom in Ulm, Fritz und sein Navi ein unverzichtbares Gespann.

Tag 4

Ulm – Donauwörth 94 Kilometer


Es ist trocken, aber leider noch immer kalt. Am vierten Radtag haben wir viel vor. Es sollen heute 95 Kilometer werden, Ziel Donauwörth.


Der Klassiker darf natürlich auch nicht fehlen. Schnell ein Foto danach spielt das Navi verrückt. Das übliche Reboot usw. Die lieben Kollegen außer Sichtweite……es geht alleine weiter. Wäre gut wenn “Einer” von der Gruppe mir wenigstens mitteilen würde ob sie vorne oder hinter mir sind. Irgendwann hole ich sie doch wieder ein. Eisiger Gegenwind, Fritz als erster bekommt den Wind voll ab, alle anderen können zumindest versuchen im Windschatten zu fahren. Ich überlege ob nicht gehen schneller ist, die letzten Kilometer werden mir zu bunt, ich breche aus, erhöhe die Trittfrequenz und ziehe alleine zum Ziel. Nach 500 Meter bemerkte ich dass sich Iris anhängt, es wird ein Kraftakt. Beide am Limit kommen wir mit unserem 10 Kilometer Sprint am Ziel an. Nach zehn Minuten trudelt fix und fertig der Rest ein.

Es zählt nur mehr eine warme Dusche…..

Tag 5

Donauwörth – Ingolstadt 65 Kilometer

Wieder keine gute Wetterprognose, es soll fünf Grad kälter werden. Wir versuchen es mit der Tatsache, dass wir heute 30 Kilometer weniger fahren uns zu erheitern.

Es wird immer kälter, Fritz hat wieder einen Staßenabkürzer gefunden, ich nehme lieber den Radweg. In Neuburg an der Donau finden wir endlich eine Labstelle. Nur noch zwanzig Kilometer bis nach Ingolstadt. Mit einer Panne blieben wir bisweilen verschont, aber es musste ja einmal sein. Ein bevorstehender Kettenriss, wir brauchen einen Radshop. Am Damm vor Ingolstadt bläst uns ein Orkan ins Gesicht. Ich sehe ein Mädel rechts unten, die Haare flattern nicht, vielleicht ist es unten nicht so böig, also runter und wieder rauf usw. jeder Meter wird zur Qual. Warum biegt Fritz nicht zur Unterkunft ab? Ich wundere mich, na gut er nimmt die nächste Brücke, doch, der Klassiker Navi – Ausfall….. muss ja auch noch sein. Ich übernehme die letzten Meter. Endlich in der Unterkunft, wir suchen noch einen Radshop, die Damen bleiben im Hotel.

Tag 6

Ingolstadt – Bad Abbach 75 Kilometer

Es ist immer noch kalt. Ich probiere ein zweites Trikot, mal sehen ob das besser wird. Die neu gekauften Langfinger Radhandschuhe teste ich mal.

Unvergessliche Verpflegung durch unseren Metzker Poldi Scharmer am Schiff mit Wildwürstel, Speck und Brot…… durch den ersten Donaudurchbruch.

Wieder einmal ein ereignisreicher Tag. Morgens besichtigen wir Ingolstadt, beschaffen uns noch Verpflegung am Markt für den ganzen Tag. Fritz hat es heute eilig, ich komme manchmal nicht nach, möchte mich nicht stressen. Aber den Track beherrsche ich zeitweise besser, so kommt es, dass ich mehrmals unverhofft “Erster” werde. Es schleicht sich ein Fehler ein, einer von der Gruppe wird bei der Abfahrt einfach vergessen. Oh meine Herren, bitte nicht so eilig……. Zur Ermunterung organisiert Fritz eine Flasche Birnenbrand, doch im Trubel fällt die Falsche um, betrunken ist nur das Gras geworden.

Tag 7

Bad Abbach – Reibersdorf 78 Kilometer

Das Wetter ist noch immer schlecht, wir nehmen es schon gelassen. Die Unterkunft wie das Wetter auch sehr schlecht, Dusche kaputt , keine Seife, noch dazu wenig geheizt. Kein Wunder, das wir alle eine viertel Stunde früher abradeln wollen, nur die einheimischen Schachspieler scheinen sich da wohl zu fühlen. Auch das unbekannte Spargelgetränk konnte uns nur kurz erwärmen.

Bis Regensburg ging es zügig voran, irgendwie bin ich aus unerklärlichen Gründen nach vorne gekommen. Bin als erster Radler beim Dampfnudel Uli. Die Gruppe trudelte 10 Minuten später ein, aber leider beim Dom. Der Besuch bei den Dampfnudeln bleibt unvergessen. Der Chef persönlich führt uns durch die leckere Kulinarik. Regensburg verdient seinen Namen denn es nieselt dort, danach regnet es und wird immer stärker.

Kurz nach Straubing muss ich die Führung übernehmen, Fritz musste in den Radshop. Bei strömenden Regen spinnt mein Navi, natürlich sofort alle Probleme, falsche Straßenseite, versperrter Weg, Brückenauffahrt gesucht und Akku geht zur Neige. Um voran zu kommen trete ich in die Pedale die Gruppe kommt nur schwer nach. Und wenn sich das Gesicht deiner Beifahrer zum Lächeln verwandelt, dann weißt du, dass du es geschafft hast.

Tag 8

Reibersdorf – Windorf 73 Kilometer

Die lang ersehnte Sonne ist noch nicht da. Aber es ist trocken, es soll besser werden. Die Unterkunft war heute besser, der Koch hielt eher einen Notbetrieb aufrecht. Entschuldigte sich mit einer Unmenge Schnaps.

Winkelmeierhof unsere rettende Unterkunft, der Chef verabschiedet uns. Es regnet nicht, es ist auch nicht mehr kalt. Beim Fritz ist wieder mal das Handy ausgefallen, er macht mit Irmgards Ersatzphone weiter. Plötzlich fällt mir als letzter Radler eine falsche Richtung auf. Ich korrigiere, es gelingt mir erst spät die Situation zu sondieren und per Anruf die Gruppe zu verständigen.

Wir kommen wieder zusammen. Mein Kette freut sich schon aufs Öl vom Poldi.

Der Radweg vor Deggendorf ein Alptraum und nach Deggendorf eine Riesenumleitung aber wenigstens gut beschildert. Eine Bäckerei auf der Strecke verkauft kein Bier. Wegen der Toilette bleibe ich zurück, in der Toilette geht das Licht aus, ich finde nicht mehr raus. Wir haben heute zwar schönes Wetter, aber bei weitesten der härteste Radtag. Fritz kann es nicht erwarten zu einem Bier zu kommen, mit ein paar Zusatzkilometer schafft er es zum Krügerl, das Goldene vom Nesslberg.

Tag 9

Windorf – Ottensheim 109 Kilometer

Es geht ins Finale, ab heute bin ich alleine, möchte bis vor Linz kommen. Leider habe ich nur mehr mein Smartphone, es darf nicht kaputt gehen. Trotz widriger Umstände (keine Ersatzteile sowie Schlechtwetter) versuche ich wie im Vorfeld angekündigt, bis Wien zu kommen. Wie geplant ist für die restliche Gruppe Passau das Ende.

Jetzt muß ich auch noch schieben

Heute sind es 110 Kilometer geworden, 22 Kilometer bis Passau die übliche deutsche Infrastruktur. Wenig Labstellen und etwas Feldwege dabei. Nach Passau bis vor Aschbach dann die Paradiesstrecke. Wesentlich mehr Radinfrastruktur in Österreich. Das Wetter war schön, Wind aber noch dabei. Unterkunft finde ich im Landgasthof Rodlhof in Ottensheim, es sind nur noch 12 Kilometer bis Linz.

Tag 10

Ottensheim – Metzling 97 Kilometer

Ein neuer Radtag, bis Persenbeug muss ich es heute schaffen, das sind wieder hundert Kilometer. Mit dem Wind habe ich seit Donaueschingen kein Glück, immer Gegenwind. Die erste Rast mache ich erst in einer Bikerstube nach 30 Kilometer. Das Wetter ist unwirtlich. Der Weg wird auch schlecher.

Bin froh, dass ich in Linz durch bin. Eine Baustellenumleitung nach der anderen. Das Industriegebiet ist auch nicht gerade eine Augenweide. Noch dazu der Gegenwind auf dem langen Dammradweg. Es überholen mich sehr viele RR-Biker, Abstand lassen die keinen, Glocke haben die auch keine. Der Radtourismus ist hier zuhause, man hört nur englisch, ich habe den Eindruck das hier jeder sein nagelneues E-bike testen will. Die Modellvielfalt dieser Räder ist beachtlich. Am Nachmittag kommt noch ordentlich Wind auf und das noch am ungeschützten Damm. Wolken ziehen auf und einen Regenguss überlebe ich gerade noch in einem Unterstand. Zu guter letzt noch Probleme mit der Unterkunft. Heute habe ich einen schlechten Radtag hinter mir. Zum Schluss ist mir fast das Rad bei einem Fotoshooting in die Donau gefallen. Tja, man sollte auf das Schiff im Hintergrund auch achten.

Ein Selfie muss dann doch noch sein, das Schiff das mir meterhohe Wellen bescherte, habe ich nicht beachtet. Gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen.


Zum Abendessen gibt es heute nichts, ich bin in einem Motel gelandet. In der Nähe schein es auch kein Gasthaus zu geben. 300 Meter weiter trinke ich noch zwei Bier in einer Kneipe. Wollte nur eines, aber nein , es wäre eine Beleidigung für den >80 jährigen Wirt.

Tag 11

Metzling – Manswörth 150 Kilometer

Regentag, wie es aussieht wird es heute den ganzen Tag regnen.

Der härteste Tag in meiner Radlaufbahn. Morgens in Persenbeug regnet es, das Frühstück genieße ich heute länger, vielleicht hört es doch noch auf. Bahnhof Pöchlarn lacht mich an, bis dorthin sind es aber auch noch 15 Kilometer. Bis Pöchlarn ging es flott voran, zwar Regen aber kein Wind, ein Gedanke, vielleicht könnte ich es bis Krems schaffen das sind noch ca. 30 Kilometer. Das mach ich auch und fahre weiter. Es musste passieren, mit den Kilometern habe ich mich verschätzt und es fängt zu schütten an. Ich quäle mich durch die Wachau. Die Schönheit dieser Gegend entgeht mir total, mein primäres Ziel war das überleben meiner Technik. Endlich in Krems angelangt geht es dann nach dem Motto “eh schon Wurscht” weiter bis Tulln. Dabei erwischt mich natürlich auf schutzloser Dammstrecke vor Zwentendorf ein Regenguß. Hatte das Gefühl das mich fünf Gießkannen gleichzeitig anschütten. Einen Unterstand finde ich erst nach voller Nässe bei der Schleuse Altenwörth.

In der Schleuse warte ich eine Stunde ab, bis das ärgste vorbei ist und radle anschließend weiter bis zur Bärenrast Zwentendorf. Aber das ist noch nicht alles, zwei große Umleitungen alla “Dammbau Stopfenreuth” bleiben mir auch nicht erspart. Relativ spät ca. um 17:00 Uhr komme ich nach Tulln. Zimmer oder weiter? Eine Entscheidung ist gefragt. Da fällt mir auf das ich meine 2012 aufgestellte höchste Tageskilometerentfernung brechen könnte. Also nächstes Ziel Wien. In Tulln war der Wind günstig, leider nur die ersten fünf Kilometer. So durfte ich nochmal 40 Kilometer Gegenwind treten. Und weil ich unbedingt die 150er Marke erreichen wollte war das Ziel Mannswörth nicht Wien Zentrum. Es reicht! Der härteste Trip ever, ist vorbei.

das wichtigste Bild

GPX Wien-Laa-Valitice-Carnuntum

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Hilfe für dein Bike

Manchmal braucht dein Bike doch eine kundige Hand. In Raum Carnuntum sind die Radwerkstätten im Internet nicht leicht zu finden. Es scheint alles noch im Aufbau begriffen zu sein. Im Kurort Bad-Deutsch-Altenburg hat ein Fahrradhandel, Fahrradverleih, Service und Reparatur Fachbetrieb geöffnet.

Wer schnell Hilfe benötigt …

Kontakt:

Roman SPATZIERER
+43 676 / 671 30 40
office@raditäten.at
http://www.raditaeten.at
Badgasse 24
2405 Bad Deutsch-Altenburg

Die Donau

Die Donau über die gesamte Länge zu beradeln ist ein ganz spezielles Ziel. Viel Mut und Ausdauer sind notwendig um das Donaudelta in Tulcea (Rumänien) zu erreichen. Es empfiehlt sich, die ca. 3000 km lange Radstrecke auf drei Teilabschnitte aufzuteilen. Erster Teil von der Donauquelle in Donaueschingen bis nach Wien, danach von Wien nach Belgrad und als letzten Abschnitt bis zum Donaudelta. Endpunkt sollte Constanta sein.

2019 wollen wir den ersten Teil von Donaueschingen nach Passau als lockere Sightseeing-Tour bis Passau schaffen. Ab Passau wäre es dann schön noch zwei Nächte anzuhängen, um bis nach Wien zu kommen. Damit wäre dann der erste Teil nach ca 1000 Donaukilometer erledigt.

Istrien mit dem Rad

Planung 2018/19

Geplante Radtour Istrien

Reisevorschlag:
Wir fahren mit der Bahn von Wien nach Villach danach weiter bis nach Udine. Mit dem Rad geht es  über Triest nach Pula. Mittels Fähre erreichen wir Venedig. Ab Venedig dann mit dem Rad retour bis nach Udine und mit der Bahn wieder nach Wien.

 

Abwechslungsreiche leichte Radtour
Länge:   410 km
Streckenführung:
Udine – Palmanova – Monfalcone – Triest – Kopar – Umag – Porec – Rovinj – Pula  —-> mit der Fähre nach  Venedig – Jesolo –  Caorle –  Portogruaru – Udine

Tourencharakter

Die Radreise durch Istrien verläuft leicht hügelig. Diese Radreise bietet sich auch gut als Folgetour der Radreise „Dolomiten – Triest“ sowie „Villach – Grado – Tiest“ an. Die Radreise ist für Kinder ab 14 Jahren geeignet.

Die Drau mit Abstrichen

 

Als heurige Septembertour wollen wir den Drauradweg abfahren. Die Drau mündet in die Donau erst nach Osijek (Essegg) in Kroatien. Bis zur Mündung hat die Drau eine Länge von ca. 710 Kilometer. Ab Maribor gibt es nur spärlich ausgezeichnete Radwege, meistens bleibt nur die Straße als alternative.

Leider wollen meine Mitradler (Irmgard, Fritz) nur die schöne erste Hälfte bis Maribor (Marburg) absolvieren. Ich musste mich zu meinem Leidwesen anpassen. Dabei wäre der gesamte Weg bis zur Mündung gleich ein guter Test für das geplante Donaudelta gewesen.

Aber vielleicht überzeugt dieser hervorragende Bericht von Astrid und Andreas Bank und macht Spaß für die zweite Hälfte.

Mit dem Fahrrad entlang der Drau/Drava von der
Quelle in Südtirol bis zur Mündung in Kroatien
6 Länder in 3 Wochen

Astrid und Andreas Bank

Ab diesen Bahnhof in Toblach starten wir die Tour.
Über Innichen, Lienz, Spittal an der Drau, Villach, Lavamünd erreichen wir Maribor (Marburg). Der offizielle Radweg würde noch weiter führen bis Varazdin (Warasdin). Wegen der angenehmeren Rückreise ist es für uns besser nach 350 Kilometer in Maribor die Radtour zu beenden.

Den zweiten Teil von Maribor nach  Legrad (wo die Mur in die Drau mündet) bis nach Osijek (Essegg),  vielleicht wird es doch noch was ?.

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Bad Ischl Obersalzberg

Radtour von Bad Ischl in das Berchtesgadener Land

Bad Ischl. 50 Jahre ist es her. Das Haus indem wir Pfadfinder unsere schönsten Jugendstunden lebten steht noch wie einst. Leider sind meine alten Bilder verschwunden. Was bleibt ist die Erinnerung und ein ganz besonderes Gefühl diesen Platz nochmals zu fühlen.

Obersalzberg
Radtour in eine vergessen geglaubte Zeit

Im Netz war über die Anreise auf den Obersalzberg mit dem Rad nichts zu finden. Kein Wunder wenn man sich das Höhenprofil ansieht. Kein Radweg und 20% Steigungen auf ca. 3km Länge. Von unserer Unterkunft kurz nach Salzburg (Elsbethen) haben wir uns genau dieser Aufgabe gestellt. Bei dem Anstieg zum Berggasthof Obersalzberg ging es dann zur Sache.

Ein Mountainbike ist hier dringend anzuraten (das hatten wir leider nicht). Die zwei Kehren schafften wir nur Etappenweise, mit treten schieben und rasten.

Und was erwartet dich da oben?. Ein Dokumentationszentrum, unzählige Busse ein paar Biker aber sicher kein Rad. Nach dem Dokumentationszentrum wollten wir uns noch das Kehlsteinhaus ansehen. Aber diesmal mit dem Bus auf 1834m rauf und wieder runter. Ganze vier Stunden verweilten wir auf diesem historischen Ort. Nach kurzer Wanderung zum Gipfelkreuz, ein Foto und zurück in das Kehlsteinhaus zum Kaminzimmer wo wir uns mit sehr gutem Schweinsbraten stärkten und wärmten. Draußen zogen dichte Nebelschwaden auf und es war trotz Jacke sehr frisch. Mit 4 vollbesetzten Bussen ging es nacheinander die Straße wieder hinunter zum Parkplatz wo unsere Räder einsam in der Ecke des Parkplatzes standen. Jetzt erfolgte die Abfahrt, ….. Ohne Verkehr sausten wir die mühsam erstrampelte Bergtour hinunter Richtung Hallein.

Süd-West Niederösterreich (Mostviertel)

Diese Tour war einfach zu schön um sie nur einmal abzuradeln.

2019 wieder am Plan

Wir haben die Tour 2017 zwar abgeschlossen, wegen Schlechtwetter konnte Irmgard nicht dabei sein. So bald als möglich werden wir die Tour wiederholen.

Im wesentlichen den Eurovelo Radweg, den 42er Triestingtalradweg, den 4er Treisentalradweg und den Donauradweg kombiniert

Tag 1
Schwechat – Hainfeld,  76km, 488 m bergauf und 225 m runter, Dauer ca.  4 Stunden 45
Wegen Schlechtwetter konnten wir erst in Leobersdorf starten. Bei unserem zweiten Versuch werden wir die fehlenden Kilometer nachholen. Die Übernachtung/Essen  in Hainfeld sehr angenehm, daher werden wir selbiges wieder buchen.
Tag 2
Hainfeld-Tulln, ca. 84 km, aber nur 86 m rauf und 330 m runter, dauer 4 Stunden 30
Tag 3
Rückreise nach Schwechat, 52km, 45 m rauf und 61 m runter, schaffen wir in 3 Stunden.

 

 

>100 von Carnuntum Bruck/L Bezirksrunde

Darf es einmal >100 im Osten Niederösterreichs sein?

Wir hatten uns schon lange vorgenommen, die 100-Radkilometer Grenze zu knacken. Dies ist besonders für jene, die nicht so oft im Sattel sitzen, eine ganz besondere Leistung. Fünf Radler haben sich in letzter Sekunde doch noch für diesen schweißtreibenden Kurs entschieden. Bei manchen von 0 auf 100, das ist schon eine ziemlich sportliche Herausforderung. Die Route verlief zu 99% auf Asphalt. Meistens steht bei einer so langen Strecke leider auch ein kleiner Berg im Weg (der höchste Punkt lag bei ca. 280m im Leithagebirge zwischen Kaisersteinbruch und Winden). Beim altbekannten “Enzos Bistro” kamen wir nach 52km zu unserem wohlverdienten Mittagsmahl. Unsere jüngste Begleiterin Julia beendete hier die Tour. Eine tolle Leistung, wie sie die anstrengenden Höhenmeter bei Höflein sowie über das Leithagebirge bewältigt hat (alle Achtung). Die restlichen Vier mobilisierten nochmals ihre Kräfte und radelten über die Parndorfer Platte nach Zurndorf. Leider haben wir in Pama keine Labstelle gefunden und so mussten wir weiter bis nach Kittsee, wo wir endlich einen Gasthof fanden. Auf das Genußachterl wollte Josef, der Streckenplaner, in der  Prellenkirchner Kellergasse auch nicht verzichten. Die letzten Kilometer quälten wir uns dann die Petroneller Türkenschanze hoch. Kraftlos in Petronell angekommen, philosophierten wir im Gasthof zum Heidentor was 100 Radkilometer eigentlich bedeuten.

Die einhellige Meinung: Eine tolle Strecke, eine tolle Tour und eine einzigartige Erfahrung. Es hat allen sehr gefallen.

Wir sagen Danke für das mitradeln !
Christoph, Christoph, Julia, Josef, Andreas

Wir sagen Danke für das mitradeln !

 

 

Tauernradweg Krimml-Salzburg-Passau über Saalachtal

Tauernradweg  (Abgefahren August 2018 von Josef u. Irmgard)

Tag 1

Anreise  von Wien Hauptbahnhof mit den RJ1262 nach Zell am See. Eine Schulklasse macht uns ein wenig Streß. Irmgard nützt die Bahnfahrt zum Routenstudium (Esterbauer Radtourenbuch),  wir haben jetzt eine lange Besichtigungsliste.  Die eine Stunde Umstiegsaufenthalt in Zell am See nützen wir für einen Altstadtbummel. Mit der “Lokalen Pinzgauerbahn” geht’s dann nach Krimml. Für die gezählten 40ig Stationen entschädigt der Blick auf die herrliche Landschaft.

Gleich am Bahnhof stellen wir in einer versperrbaren Koje die Räder ab, danach geht’s mit dem Buszubringer zum Wasserfall. Wanderung bis zum mittleren Wasserfall,  das haben unsere Füße gerade noch überlebt. Mit dem Bus wieder zu den Rädern und sehnlichst in die Unterkunft. Erst am kommenden Tag erfahren wir vom tragischen Tod einer Touristin, ausgerutscht und in den Wasserfall gestürzt.
Tag 2
Der Radtag schaut morgens eigentlich schön aus. Nach dem Frühstück die Ernüchterung,  es regnet. Regenbekleidung ist gefragt, die müssen wir allerdings nach einer Stunde abwarten, wieder ausziehen. Die ersten 27km bis Mittersill schaffen wir im Trockenen. Nur eine kleine baustellenbedingte Umleitung, dafür aber stetig bergab und eines der schönsten Gegenden Österreichs. Im Mittersill im Gasthaus Bräurupp vergönnen wir uns eine Kaspresssuppe. Nach einer halben Stunde geht es weiter bis Kaprun. Blick gegen den Himmel sieht nicht gut aus aber wir schaffen es regenfrei bis nach Kaprun und vergönnen uns nach ca. 52km eine kleine Trinkpause. Irmgard entdeckt bei Intersport Bründl den American Sale Tag (-60%), es sind ein Paar Socken und zwei Radleiberl geworden. Nur noch ein paar Kilometer bis Zell am See, wir genießen die Seepromenade und nehmen uns extra viel Zeit für das schöne Stück am Seeufer, ein paar Fotos werden geschossen. Wir möchten ja über das Saalachtal nach Salzburg, daher biegen wir nach Maishofen ab, wo wir auch nächtigen. Erster Tag, super leicht, alles bergab, herrliches Ambiente und zum Glück auch noch regenfrei.
Tag 3
Frühstück gibt es wegen Ruhetag keines und die empfohlene Ortskonditorei hatte um 7:45h noch geschlossen. Wir wollten nicht warten, radelten 10 Kilometer weiter bis Maria Alm am Steinernen Meer wo wir um 8:30 doch noch zu unserem Frühstück gekommen sind. Es geht immer mehr in das Saalachtal hinein der Bergvorhang zieht sich zu. Wunderbarer Radweg durch den Wald es hat merklich abgekühlt. In Weißbach bei Lofer besucht Irmgard die Seisenbergklamm. Ich warte lieber im Landgasthof,  das ist nicht so anstrengend. Nach einer ausgiebigen Pause geht es am 5 Stern Radweg über Lofer weiter. Das durchradeln in Lofer ist noch eine Augenweide. Ab Lofer wurde es immer schlechter. Der Saalach entlang ab Unken wird der 5 Stern Radweg plötzlich zum 1 Stern. Nach kurzer Rast bei deutscher Grenze Eis und kaltes Getränk ging es locker weiter, jedoch unser Radlerglück hat uns verlassen. Die letzten 15 Kilometer bis Bad Reichenhall verlaufen auf zum Teil schlechten Waldwegen. Baustelle, Bergauf/ab auf Schotter. Manchmal so steil das ich trotz benützen beider Bremsen fast zum Sturz kam. Irmgard hat da bergab geschoben. Zu allen Unglück noch in Bad Reichenhall ein falsch gesetzter Wegpunkt. Der richtige war in der entgegengesetzten Himmelsrichtung (extra 6km) für uns. Endlich am Ziel, Radputzen und feiern….
Tag 4
Nach ausgezeichnetem Frühstück ging es bei angenehmer Temperatur und bewölktem Himmel los. Nach eigener Route durch Bad Reichenhall auf Nebenstraßen, Park, Kurpark hinaus bis zum Punkt des Radweges wo wir ihn gestern verlassen haben. Gemütlich ging es 20 km bis Salzburg wo es dort mit Touristen auf Radwegen anstrengender wurde, eine Baustelle (gesperrte Brücke)  kostete uns durch schlechte Beschriftung auch einige Zeit. Etwas genervt kamen wir dann doch nach dem Seitenwechsel über eine Brücke aus Salzburg gut hinaus und radelten nur im Schatten entlang der Salzach bis kurz vor Oberndorf. Dort entfernt sich  der Weg von der Flusslandschaft entlang der Bahn nach Oberndorf. Pflichtbesuch war das Stille Nacht Museum mit der Kapelle. Danach gab es entlang der Salzach eine Pause beim Radlertreff Salzachblick wo wir uns wie immer mittags mit Kaspresssknödelsuppe stärkten. Es ging flott weiter durch die Irlacher Au bis zum Grenzübergang nach Oberösterreich. Dort endet auch der asphaltierte Radweg und wird zu einer endlosen holprigen anstrengenden Strecke, die endet erst bei einer Brücke,  die wir überqueren und in Tittmoning in Deutschland einradeln. Die Temperatur ist knapp an der 30′ Grad Grenze, somit können wir uns mit Eis vom Italiener belohnen. Es geht wieder zurück nach Ö und auf der Landstraße 11 km mit zwei starken Anstiegen und langer Talfahrt nach Burghausen. Wir finden nicht gleich die Auffahrt zur Brücke,  schaffen jedoch bei Donner und schweren Gewitterwolken den schönen Stadtplatz kurz zu besichtigen und machen uns auf dem Weg zum Ludwigsberg wo nach starker Steigung ( Schieben ist angesagt) unser tolles Hotel liegt. Im Biergarten nach 2 “Weizen” und ausgezeichnetem Abendessen ist die Anstrengung vergessen…..
Tag 5
Nach ***** Frühstück ging es zum Burgareal Burghausen, wo wir 1 Km das Burggelände abgeradelt sind und überrascht von der kleinen Siedlung die es dort oben drinnen gibt. Gestern war ein Konzert auf dem Gelände wo heute die Aufräumarbeiten begannen, alles sehr gepflegt. Wir radeln wieder auf den Stadtplatz runter,  kaufen noch Getränke ein, schrauben unsere Spiegel und Ständer fest und strampeln auf schönen Waldwegen, 11km Straße mit Radstreifen bis zum Inn Salzach Zusammenfluss. Ein paar Fotos und weiter geht es am Damm (wie Donauradweg)  bis Braunau. Und einmal muss es doch sein, beim Geburtshaus vom Aldolf wenigstens vorbeizuradeln. Ich steuere in die Stadt (Salzburger Vorstadt 15) Irmgard sucht einstweilen am Radweg einen passenden Mostheurigen den wir in Aham gefunden und genießen. Weiter geht es entlang dem Inn auf Schotterradweg nach Obernberg. Am Hauptplatz befinden sich einzigartige Barockbauten mit Stuckfassaden, dort kehren wir nochmals auf einen Mostspritzer ein und radelten dann nur mehr nach Schärding  unser heutiges Ziel. Leider haben wir das letzte Streckenstück des Tages unterschätzt, die Hitze, staubige Schotterwege, wenig schattige Abschnitte, über Naturschutzgebiete, schilfbedeckte Augegend, wir sollten nur über Stufen eine  Holzbrücke überqueren,  mit einer Radspurrinne in der Mitte, so mussten wir unser Rad runtertragen, danach weiter durch Wald und Feldwege bis nach Schärding. Dort trafen wir überrascht wie schön die Stadt ist gegen 18:00 ein,….fanden schnell unser Hotel und waren ziemlich erschöpft und froh über eine Dusche und gutes Schnitzel zum Abendessen.
Tag 6
Leider gibt es auch in Schärding eine Gelsenplage, die haben uns nachts im 3. Stock besucht, 5! daher gab es erst Frühstück um 8:30, gemütlich ging es um 10:00 los. Markttag am Hauptplatz, keine größeren Besichtigungen mehr möglich, viele Leute und Radfahrer unterwegs,  wir radelten gleich los Richtung Passau. 18 km, Umleitung,  drei Baustellen, schöne Radwege, Schotterwege, Waldwege, alles dabei,….. über Brücke nach Passau, erster  Halt bei der Donau – Josef macht Pause auf Bankerl, Irmgard sucht den Stephansdom und hört noch den letzten Teil des Orgelkonzertes. Danach Besichtigung des Domes und zurück zur Donau. Zeit für ein kühles Weizenbier danach zum Rathaus, um 14:00 Glockenspiel,  sehr schönes Ambiente dort mit einigen Kreuzfahrtschiffern gehen wir zum 3 Flüsseeck und radeln dann zur Schiffanlagestelle wo wir morgen nach Linz starten. Von dort geht es durch die Stadt, genervt vom Verkehr nur bergauf bis zum Hotel. Dort gab es nach der Dusche einen Spaziergang in ein Einkaufszentrum wo wir uns mit Fruchtsalat Himbeeren und Banane versorgen. Am Weg dahin entdecken wir einen tollen Italiener den wir am Rückweg besuchen und dort einkehren…….
Tag 7
Heimreise. In der Nacht hat es ordentlich geschüttet. Ausgerechnet beim Wegradeln fängt es zu nieseln an. Also Regenbekleidung an und die 100 Höhenmeter runter, wir haben das IBB Hotel wieder mal am Berg gebucht. Unser Schiff (Regina Danubia) haben wir schnell erreicht. Erst an Board fängt es zu schütten an. Wir sitzen am Fenster, sehen draußen die Radler im strömenden Regen fahren und überlegen ob es nicht besser ist bei Sonne zu radeln und beim Regen im trockenen zu sein. Wir genießen trotzdem das schöne Schiff und freuen uns über die Fahrt auf der Donau. Wir entscheiden kurzfristig doch das Mittagessen hier zu bestellen, da wir nur knapp eine Stunde in Linz Aufenthalt haben. Es gibt Schnitzel und Schweinsbraten um 9,90 das ist ein fairer Preis an Bord. Nach Engelhartszell lässt der Regen nach, bewölkt geht es weiter….. Wir steigen in Linz in die Westbahn um die befördert uns nach Hause.
Conclusio
Ab Krimml ist der Radweg eine 5 Sterne Panoramastrecke. Die Beschilderung durchwegs sehr gut. Bis Unken ist es für den Weg eine Beleidigung mit einem Pedelec zu fahren. In Zell am See passen die Arabischen Touristen mit Burka nicht ganz zum landschaftlichen Ambiente. Ab Unken wird es dann schlechter. Zwar landschaftlich neben der Saalach und dem Inn immer noch schön und abwechslungsreich aber viel Feldwege und Steigungen dabei. Es gibt viele Highlights auf der Strecke z.B.: den Zeller See,  der Ort Lofer, Burghausen, Bad Reichenhall und vieles mehr. Sehr lange langweilige Schotterwege sind allerdings auch dabei. Speziell ab Salzburg Richtung Passau wird die Tour zur speziellen Herausforderung. Zwischen Salzburg und Tittmoning auf Schotter neben der Salzach und Bahntrasse durch den Wald aber wenigstens viel im Schatten. Kurz nach Tittmoning ein steiler Anstieg mit verdienter langer Abfahrt. Die Wege vor und nach Braunau sehr wechselhaft und oft verbesserungswürdig. Genervt haben im letzten Abschnitt die vielen Baustellen und Umleitungen. Immer im ungünstigen Moment ein Tourist oder Auto vor der Nase ließ sich nicht verhindern.

GPX Tauernradweg über Saalachtal

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